E-Serien

"ACE Championship": Neue elektrische Juniorserie im Rahmen des Hyderabad E-Prix vorgestellt

Svenja König

Svenja König

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Der ehemalige Mahindra-Teamchef Dilbagh Gill hat im Rahmen des Hyderabad E-Prix eine neue vollelektrische Nachwuchsrennserie vorgestellt, die ab 2024 eigene mit modifizierten Gen2-Chassis ihre Rennen austragen soll. Ziel der "ACE Championship" sei es, Talente im Motorsport zu fördern und damit sowohl Fahrer:innen als auch Ingenieur:innen den Weg in andere E-Rennserien zu ebnen. Erste Tests und Demoläufe führte der Deutsche Nick Heidfeld im Januar in Barcelona sowie beim Hyderabad E-Prix durch.

Der Name ACE Championship steht übergeordnet für die elektrische Juniorenmeisterschaft, die als Zubringer für die Formel E und andere elektrische Rennserien agieren soll. Sie soll aber wiederum aus zwei untergeordneten Rennserien bestehen: einer "ACE Challenger Serie", um Nachwuchsfahrer:innen auszubilden, und der Topserie "ACE Championship", die als Sprungbrett in andere Meisterschaften dienen soll.

Das Besondere dabei: In beiden Serien soll das gleiche Auto zum Einsatz kommen - lediglich das Leistungslevel wird für die Challenger-Serie angepasst. So würde ein Team beispielsweise mit vier Fahrer:innen an den Start gehen, verfügt allerdings nur über zwei Fahrzeuge. Das reduziert die Kosten - auch für die Motorsport-Novizen.

"Mit der ACE-Meisterschaft bieten wir Talenten einen Weg in den Motorsport zu geringen Kosten, aber bei hoher Performance. Das Fundament unser Serie besteht darin, Technologie, Möglichkeiten und eine Plattform für Spitzenleistungen zu bieten. Wir wollen mutig, anders und digital agieren", sagt Gründer Gill.

Auto basiert auf modifiziertem Gen2-Chassis

Konkrete Details zu den Rennautos wurden bisher nicht veröffentlicht. Ein erstes Demofahrzeug baut auf einem modifizierten Gen2-Chassis auf und hat vermutlich ähnliche Fahrzeugdaten wie das Gen2-Auto. Es hat bereits Ende Januar einige Evaluationsrunden in Barcelona sowie Demorunden im Rahmen des Hyderabad E-Prix absolviert. Beide Male saß der ehemalige Mahindra-Pilot Nick Heidfeld am Steuer. Der Deutsche ist als Entwicklungsfahrer und Berater für die Serie aktiv. Formel-E-Gründer Alejandro Agag sitzt im Aufsichtsrat.

Aktuell arbeitet die Serie daran ein eigenes Fahrzeug für die Saison 2024 zu entwerfen. Dieses könnte ebenfalls auf dem Gen2-Fahrzeug aufbauen, auch wenn der Übernahmedeal der Chassis noch nicht abgeschlossen sei, wie 'The Race' berichtet.

Wo die Serie ihre Rennen austragen wird, ist ebenfalls noch unbekannt. Gill sagte im Rahmen des Formel-E-Rennens in Indien lediglich, dass "ein regionales Format auf regionalen Strecken und über Kontinente hinweg" angestrebt werde. Das schließt eine naheliegende Verbindung zur Formel E nicht explizit ein, aber auch nicht aus. Womöglich könnte die ACE Championship bei ausgewählten Rennen als Rahmenserie für die Formel E auftreten.

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