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Cupra-Piloten Ekström & Azcona beim Pure-ETCR-Auftakt am Samstag in Vallelunga vorn

Svenja König

Svenja König

Cupra-Hyundai-Pure-ETCR-Opener-Vallelunga

Die neue elektrische Tourenwangen-Serie Pure ETCR hat die erste Hälfte ihres allerersten Rennwochenendes erfolgreich hinter sich gebracht. Dabei waren Mikel Azcona und Mattias Ekström in ihren Gruppen jeweils die Schnellsten und haben die meisten Punkte gesammelt. Cupra führt damit die Zwischenstände beider "Pools" vor dem Finale am Sonntag an.

Die Battles am Samstag hatten jeweils eine Distanz von sieben Runden auf dem kürzeren Streckenlayout von Vallelunga. Zuerst waren Jordi Gene (Cupra), Augusto Farfus (Hyundai) und Rodrigo Baptista (Romeo Ferraris) auf der Strecke. Gene gewann den Start und ging vor Farfus in die erste Kurve. Im Laufe der ersten Runde kämpften die beiden um die Führung. Zu Beginn von Runde 2 konnte sich der Brasilianer durchsetzen. Baptista fuhr bis dahin hinterher.

Etwa nach der Hälfte der dritten Runde erlebte die neue Rennserie schon ihre erste Kollision: Baptista wollte in Kurve 4 innen an Gene vorbeigehen, fuhr ihm jedoch in die Seite. Beide drehten sich und fuhren mit etwa zehn Sekunden Rückstand auf Farfus weiter. An der Reifenfolge änderte sich in den folgenden vier Runden nichts mehr. Baptista erhielt für die Kollision mit Gene im Nachhinein eine Strafe.

Auch im zweiten Rennen des ersten Battles in Pool A konnte sich Cupra - diesmal in Person von Mikel Azcona - am Start durchsetzen. Stefano Coletti im Romeo Ferraris konnte sich auf Position 2 einreihen, auch da Tom Chilton im Hyundai Veloster N ETCR nicht gut wegkam. Die Abstände wurden tendenziell mit jeder Runde etwas größer.

Azcona hält Druck von Farfus im direkten Duell stand

In der zweiten Session des Tages wurden die Fahrer in Duelle unterteilt. So traten jeweils die Sieger, Zweit- und Drittplatzierten gegeneinander an - zuerst also Farfus gegen Azcona. Der Spanier hatte am Freitag Losglück und daher die bessere Startposition. Er ging als Erster durch die erste Kurve und ließ sich diese Position trotz harten Kampfes in einem drei Runden langen Rennen nicht mehr vom ehemaligen DTM-Piloten nehmen. Am Ende betrug der Rückstand 1,7 Sekunden.

Im Anschluss folgten die Duelle zwischen Stefano Coletti und Rodrigo Baptista sowie Tom Chilton und Jordi Gene. Coletti und Baptista lieferten sich einen sehenswerten Zweikampf unter Markenkollegen. Chilton musste in der ersten Runde eine Lücke reißen lassen und konnte diese nicht mehr zufahren.

Azcona wurde demnach mit zwei Siegen Gesamtführender des ersten Pools. "Das ist die bestmögliche Position aktuell mit zwei Siegen heute", so der Spanier. "Ich fühle mich gut im Auto. Das erste Battle habe ich als einfacher empfunden. Farfus hat mich so sehr unter Druck gesetzt, dass ich einige Fehler gemacht habe, aber ich konnte das Auto halten. Ich hatte gestern Glück und war auf der Innenseite, das ist wie eine Pole-Position. Und wenn du in er ersten Kurve innen bist, ist es schwer, diese Position zu verlieren. Ich bin mir sicher, dass das beim nächsten Mal anders sein wird, aber momentan sind wir vorn."

Position Fahrer Team Punkte
1 Mikel Azcona Cupra 27
2 Stefano Coletti Romeo Ferraris 22
3 Augusto Farfus Hyundai 21
4 Jordi Gene Cupra 16
5 Tom Chilton Hyundai 10
6 Rodrigo Baptista Romeo Ferraris 8*

* Baptista bekam für die verursachte Kollision mit Gene acht Meisterschaftspunkte abgezogen (siehe Tweet oben)

Technische Probleme an Starttoren in Pool B

Kurz nach dem Start des ersten Battles aus Pool B mit Jean-Karl Vernay, Luca Filippi und Oliver Webb wurde die Session unterbrochen. Grund dafür waren Probleme mit den Starttoren. Die Fahrer kehrten in die Boxengasse zurück. Nach etwa 20 Minuten wurde das Rennen neu gestartet, allerdings wurde die Renndistanz auf sechs Runden verkürzt.

Luca Filippi führte das Rennen von der inneren Position an, Vernay konnte jedoch Oliver Webb im zweiten Alfa überholen. Der Franzose lauerte das ganze Rennen über dicht am Hinterrad des ehemaligen Formel-E-Piloten konnte jedoch nicht an ihm vorbeigehen. Webb konnte zwar folgen, aber nicht in den Kampf eingreifen und hatte am Ende circa eine Sekunde Rückstand auf Filippi, der sich den ersten Sieg in Pool B sicherte.

Beim zweiten Rennen startete Favorit Mattias Ekström innen, während Markenkollege Nagy versuchte, von außen an John Filippi vorbeizugehen. Das Auto von Nagy hatte den Unfall im ersten Rennen anscheinend gut überstanden. Er reihte sich zunächst hinter dem Hyundai ein. Nach drei Runden konnte er schließlich vorbeigehen, aber die beiden kämpften bis in die letzte Kurve um Platz 2, während Ekström mit sieben Sekunden Vorsprung ins Ziel fuhr. Doppelsieg für Cupra.

Ekström, Vernay & Webb gewinnen Duelle in Pool B

Im ersten Duell traten Luca Filippi und Mattias Ekström gegeneinander an. Der Schwede war eindeutig der Favorit und hatte auch die bessere Startposition. Allerdings nahm der Italiener mehr Geschwindigkeit vom Start mit. Die beiden gingen also nebeneinander durch die erste Kurve. Ekström sicherte sich erst am Kurvenausgang die Führung. Filippi konnte von da an nicht mitgehen, und es entstand eine Lücke. Erst zwei Runden vor Schluss holte er noch einmal auf, aber für einen Angriff reichte es nicht mehr.

Jean-Karl Vernay gewann ein unspektakuläres Rennen gegen Daniel Nagy, der mit jeder Runde mehr Zeit auf den Hyundai-Piloten verlor und am Ende fast zwei Sekunden nach ihm über die Linie fuhr. In der letzten Session des Tages traten Oliver Webb und John Filippi gegeneinander an. Der Romeo-Ferraris-Pilot hatte die bessere Startposition und konnte gleich in Führung gehen. Der Brite brachte - wie Vernay vor ihm - einen souveränen Sieg nach Hause.

Position Fahrer Team Punkte
1 Mattias Ekström Cupra 27
2 Jean-Karl Vernay Hyundai 22
3 Luca Filippi Romeo Ferraris 21
4 Oliver Webb Romeo Ferraris 16
4 Daniel Nagy Cupra 16
6 John Filippi Hyundai 10

Nach dem Rennsamstag in Vallelunga führt Cupra mit seinen Fahrern Mattias Ekström und Mikel Azcona die Gesamtwertungen beider Pools an. Am Sonntag geht es schon um 9 Uhr mit dem Zeitfahren für die Startaufstellung der Finals weiter.

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