E-Serien

"FIM E-Xplorer World Cup" ab 2022: Formel-E-Gründer Agag unterstützt neue Offroad-Motorradserie

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

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Im Frühjahr 2022 könnte die Welt des elektrisierten Motorsports um eine neue Kategorie erweitert werden. Mit dem "E-Xplorer World Cup" soll unter der Schirmherrschaft des Motorrad-Weltverbands FIM eine neue Offroad-Serie für elektrische Enduro-Bikes starten. Zu den Unterstützern des Weltcups gehört auch Alejandro Agag, Gründer der Formel E und Extreme E.

Der Name der neuen E-Rennserie leitet sich vom englischen Wort "Explorer" (Entdecker) ab. Insgesamt zehn Teams mit 20 Fahrer:innen sollen in der Kategorie an verschiedenen urbanen oder naturbelassenen Locations aufeinandertreffen. Für die ersten Saison, die laut optimistischen Plänen der Serienverantwortlichen im "Frühjahr 2022" starten könnte, sind bis zu fünf Veranstaltungen geplant.

"Wir können einen Trend zu elektrischem Motorsport und einer Fusion aus Sport und Nachhaltigkeit erkennen", erklärt Valentin Guyonnet. Der Manager französisch-schweizerischer Abstammung ist Mitbegründer und Geschäftsführer der E-Xplorer-Serie. "Für uns war der nächste Schritt, (diese Entwicklung) in den Motorradsport zu übertragen. Zusätzlich zum Aufbau einer Testplattform für elektrische Zweiräder wollen wir die aktuelle Wahrnehmung von Motorrädern verändern und eine globale E-Mobility-Lösung anbieten, die nicht auf Autos beschränkt ist."

Alle Motorräder der E-Xplorer sollen ausschließlich von Elektromotoren angetrieben werden und höchstens 130 Kilogramm wiegen. Derzeit laufe ein umfangreiches Testprogramm, in dessen Rahmen auch die Anforderungen für mögliche Herstellerengagements geprüft werden. Eine weitere Besonderheit: Alle Rennteams sollen verpflichtet werden, jeweils einen Mann und eine Frau unter Vertrag zu nehmen - genau wie in der Extreme E.

Agag: "E-Xplorer-Team wird große Pläne und Namen vorstellen"

Für die FIM würde die Rennserie das eigene Elektro-Portfolio erweitern. Der Dachverband organisiert derzeit den MotoE-Weltcup, zeichnete in der Vergangenheit aber auch für zahlreiche andere Serien mit E-Motorrädern verantwortlich. "Die FIM ist schon seit langer Zeit ein Anführer für Nachhaltigkeit im Sport", sagt FIM-Präsident Jorge Viegas. "Wir sind stolz, ein Teil dieses aufregenden neuen Projekts zu sein und werden die nötige Unterstützung zur Verfügung stellen, damit die erste Saison ein Erfolg wird."

Unterstützung erhält die E-Xplorer zudem von Alejandro Agag. Der Spanier gründete einst die Formel E, die seit diesem Jahr eine offizielle FIA-Weltmeisterschaft ist, steht aber auch hinter der Extreme E und der E1 Series. "Ich hatte schon immer die Vision, dass die Zukunft des Motorsports elektrisch ist. Dieser Traum wird nun zur Realität", sagt Agag.

"Das E-Xplorer-Team wird in den nächsten Wochen und Monaten große Pläne und Namen vorstellen, während sie sich auf die Auftaktveranstaltung im nächsten Jahr vorbereiten. Für mich besteht kein Zweifel daran, dass sie die elektrische Revolution auf zwei Rädern vorantreiben werden."

Hinter den Kulissen soll E-Xplorer bereits Interesse von "angesehen Herstellern und führenden Ridern" signalisiert bekommen haben. Bei einem globalen Launch-Event sollen in naher Zukunft erste Details zum Weltcup veröffentlicht werden - möglicherweise sogar ein erster Entwurf des Rennkalenders. Denkbar sind laut Angaben der Organisatoren Events in den USA und/oder in der Schweiz.

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