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Mehr Leistung, Privatteams & Wildcard für die WRX - RX2e stellt Änderungen vor Saison 3 vor

Svenja König

Svenja König

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Vor wenigen Tagen ist die Saison der vollelektrischen RX2e, die ihre Rennen im Rahmenprogramm der Rallycross-Weltmeisterschaft austrägt, in Barcelona zu Ende gegangen. Dabei ging Victor Vranckx als zweiter Champion hervor. Bereits wenige Tage vor dem letzten Saisonlauf hat die Serie einige Änderungen für nächstes Jahr vorgestellt, die insbesondere eine engere Verbindung zur Schwesterserie etablieren sollen.

Seit die RX2e 2020 vom spanischen Elektroauto-Spezialisten QEV Technologies und Olsberg MSE als Rahmenserie der Rallycross-Weltmeisterschaft gegründet wurde, haben 32 Fahrer:innen an den insgesamt zehn Rennen teilgenommen. Die meisten sind unter der Flagge von QEV angetreten. Das soll sich ab 2023 ändern, denn dann wird die Elektroserie eine "teambasierte" Serie.

Dementsprechend können Privatpersonen Startplätze kaufen und operieren mit dem eigenen Team an der Strecke. Bisher wurde ein Fahrer:innen-Slot entweder für ein Rennen oder die gesamte Saison gebucht und der technische Support von QEV bezogen werden. Das Einheitsauto können die Teams weiterhin von QEV kaufen oder mieten. Ab 2023 dürfen zudem Änderungen an der Karosserie vorgenommen werden. Ob Teilnehmer:innen weitere technische Bauteile anpassen können, wird derzeit hinter den Kulissen diskutiert.

"Die RX2e war ursprünglich ein Ankommen-und-Fahren-Konzept mit dem Ziel, modernste Elektrotechnologie so vielen Fahrern wie möglich zugänglich zu machen", sagt Joan Orus, CEO von QEV Technologies. "Nun, da dieses Ziel erreicht ist, freuen wir uns, unsere Änderungen für die dritte Saison vorzustellen. Wir sind davon überzeugt, dass sie die Attraktivität der Serie steigern und ihre Position als beste Kategorie für aufstrebende Profifahrer im Rallycross sowie in anderen Offroad-Disziplinen festigen werden."

Erweitertes Nachwuchsprogramm: WRX-Teams erhalten Startplatz in RX2e

Mit diesem Teamaufgebot will die RX2e auch die Verbindung zur "großen Schwester" WRX stärken und die Nachwuchsförderung noch weiter in den Vordergrund rücken. Denn jedes Team, das sich mit mindestens zwei Autos in der Rallycross-Weltmeisterschaft engagiert, soll ein kostenloses Cockpit in der RX2e erhalten. Außerdem soll der Champion der RX2e im Folgejahr per Wildcard genauso kostenlos in der WRX starten können.

"Nachdem die RX2e in den letzten beiden Saisons ihr enormes Potenzial durch eine Kombination aus fantastischem Rennsport, einem wettbewerbsfähigen und zuverlässigen technischen Paket und einem der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse im Sport erfolgreich unter Beweis gestellt hat, ist es nun an der Zeit, sie für private Teams zu öffnen, von denen viele bereits großes Interesse an einer Teilnahme bekundet haben", sagt Wlodek Szaniawski, Präsident der FIA-Off-Road-Kommission. Als Paradebeispiel für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit in der RX2e nennt er Klara Andersson, die nach guten Ergebnissen in der Elektroserie 2022 erfolgreich den Sprung in die WRX schaffte.

"Wir halten es auch für wichtig, die Verbindung zwischen der RX2e und der World RX zu stärken, mit der die Serie sowohl das Fahrerlager als auch das Rampenlicht teilt. Klara Andersson hat in dieser Saison gezeigt, dass die Fähigkeiten, die sie in der RX2e erlernt hat, sie in die Lage versetzt haben, sich schnell an das Spitzenniveau anzupassen und den Kampf mit den besten Rallycross-Fahrern der Welt aufzunehmen. Wir freuen uns darauf, dass in den kommenden Jahren noch viele andere in ihre Fußstapfen treten werden."

Neuer Boost-Modus

Weitere Änderungen betreffen das Technische Reglement: Die Leistung der Fahrzeuge soll von 250 kW auf 270 kW erhöht werden. Zusätzlich will die Serie einen kurzzeitigen Boost einführen, mit dem eine Steigerung auf 350 kW möglich werden kann. Darüber hinaus soll die Zeit auf der Strecke - die sogenannte Track-Time - um zehn Prozent verlängert werden, was ungefähr einer zusätzlichen Session pro Wochenende entspräche.

Organisatorisch bleibt alles beim Alten: Die RX2e trägt fünf Rennen in Europa aus. Der Sieg in der Gesamtwertung soll allerdings mit einem europäischen Titel zusätzlich zum WRX-Cockpit belohnt werden.

Während bei der RX2e schon die Vorbereitungen für die dritte Saison laufen, steht in der WRX Ende November zunächst noch das Saisonfinale am Nürburgring an, auch wenn Johan Kristoffersson bereits als Weltmeister feststeht.

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