E-Serien

Philipp Eng & Mikel Azcona gewinnen spannende Rennen der Pure ETCR in Ungarn

Svenja König

Svenja König

Mikel-Azcona-wins-Budapest-race

Die elektrische Tourenwagenserie Pure ETCR meldete sich nach einem schwachen Rennwochenende auf dem Stadtkurs von Kopenhagen mit spannenden Läufen in Budapest zurück. Dabei gewannen Philipp Eng (Romeo Ferraris) und Mikel Azcona (Cupra) die beiden Finalläufe am Hungaroring. Azcona holte als erster Fahrer überhaupt die maximale Punktzahl an einem Wochenende.

Augusto Farfus startete am besten in das erste Battle des Wochenendes , dahinter sortierten sich Philipp Eng und Jordi Gene ein. Eng verbremste sich auf dem Weg in Kurve 1, konnte aber nichtsdestotrotz an Farfus vorbeigehen, der sich den Sieg eine halbe Runde später mit Power-up zurückholte. Im zweiten Battle der Fahrergruppe A gewann Neuzugang Luigi Ferrara (Romeo Ferraris) den Start, dahinter kamen John Filippi (Hyundai) und Mattias Ekström (Cupra), der jedoch mit seiner ganzen Erfahrung beiden Konkurrenten noch überholen konnte.

In Fahrergruppe B übernahm Luca Filippi (Romeo Ferraris) zunächst die Führung. Mikel Azcona (Cupra) schaffte es aber außen herum am Italiener vorbei. Jean-Karl Vernay (Hyundai) fuhr von Position 3 aus noch an Filippi vorbei. Es entwickelte sich ein Rad-an-Rad-Kampf zwischen den beiden, mit dem besseren Ende für den Franzosen. Im zweiten Battle setzte sich Rodrigo Baptista (Romeo Ferraris) deutlich gegen Daniel Nagy (Cupra) und Tom Chilton (Hyundai) durch.

Farfus mit Überraschungsmanöver gegen Ekström

Farfus konnte Ekström im 1-gegen-1-Duell überholen, indem er in Kurve 5 innen über das Gras fuhr und vor dem Schweden wieder auf die Strecke zog. Eng fuhr in der Folge einen souveränen Sieg gegen Markenkollege Ferrara nach Hause. Im letzten Duell traten John Filippi und Jordi Gene gegeneinander an. Es folgte ein starker Zweikampf, den Filippi für sich entscheiden konnte.

Im Pool B traten zunächst Baptista und Azcona gegeneinander an. Der Romeo-Ferraris-Pilot konnte sich bis zur Start-Ziel-Geraden gerade so vor Azcona halten, hatte dann allerdings keine Chance mehr. Vernay setzte sich mit Abstand gegen Lokalmatador Nagy durch, bekam nach dem Battle allerdings eine Strafe, da er die "Track Limits" missachtet hatte. Er fiel somit hinter den Cupra-Piloten zurück. Luca Filippi gewann gegen Tom Chilton.

Hyundai mit Pace-Problemen im Zeitfahren

Eng musste als Erster im Zeitfahren auf die Strecke. Er leistete sich einen großen Verbremser in der ersten Kehre und fuhr eine Zeit von 2:26.550 Minuten. Farfus kam deutlich besser durch die ersten Kurven als Eng, gewann aber nur eine Zehntelsekunde. Es folgten ein schwacher zweiter und dritter Sektor, sodass er am Ende 1,2 Sekunden langsamer war als der Österreicher.

Mattias Ekström machte mit einer nahezu fehlerfreien Fahrt etwa zwei Zehntelsekunden auf Eng gut. Ferrara hielt im ersten Sektor stark mit Ekström mit, aber kleine Patzer im folgenden Verlauf führten zu einem Rückstand von einer Sekunde auf den Schweden. John Filippi und Jordi Gene wurden mit unauffälligen Runden Fünfter und Sechster.

Mikel Azcona eröffnete die zweite Fahrergruppe mit einer Zeit von 2:26.300 Minuten. Markenkollege Daniel Nagy war etwa 1,2 Sekunden langsamer. In der Folge drehten sich beide Romeo Ferraris - pilotiert von Luca Filippi und Rodrigo Baptista - auf ihrer schnellen Runde und hatten so einen Rückstand von mehreren Sekunden. Vernay und Chilton hatten wie Farfus und Filippi mit der Pace des Hyundai zu kämpfen und sortierten sich dank der Fehler der Romeo Ferraris auf den Positionen 2 und 3 ein.

Eng gewinnt Finale 1 gegen Ekström

Farfus konnte an seinem Finale aufgrund von technischen Problemen am Auto nicht teilnehmen. Eng gewann den Start gegen Ekström, aber auch Ferrara kam gut weg. Dieser versuchte im Verlauf der Runde, Ekström zu überholen und verschaffte Eng somit ein paar Sekunden Luft. Im Verlauf des Rennens konnte der Schwede wieder zum Führenden aufschließen, und Gene überholte Ferrara. John Filippi wurde Fünfter.

"Das war eine perfekte Fahrt von ihm und gutes Teamwork", sagt David Bari von Romeo Ferraris. "Gigi hat ihm am Anfang geholfen, und Luca war die ganze Zeit mit ihm am Radio. Die beiden kennen sich sehr gut und fahren dazu das gleiche Auto - generell war es einfach ein tolles Rennen. Mattias ist zweifacher DTM-Champion, Rallyecross-Weltmeister und einfach eine Legende. Den möchtest du nicht hinter dir haben, aber sie haben das unter Kontrolle gehabt."

Position Fahrer Hersteller Abstand
1 Philipp Eng Romeo Ferraris 5 Runden
2 Mattias Ekström Cupra +0,414 Sekunden
3 Jordi Gene Cupra +3,40 Sekunden
4 Luigi Ferrara Romeo Ferraris +3,188 Sekunden
5 John Filippi Hyundai 0+0173 Sekunden
6 Augusto Farfus Hyundai DNS

Nagy schießt Filippi ab, Azcona gewinnt Finale 2

Im Finale 2 zeigte Luca Filippi einen starken Start und fuhr bis auf Position 3 nach vorne. Vorne duellierten sich Azcona und Vernay, sodass Filippi fast noch in den Zweikampf eingreifen konnte. Es entwickelte sich ein starkes Duell zwischen Baptista und Chilton um Platz 4. Azcona verbrauchte sein Power-up früh, fuhr so aber einen Vorsprung auf Vernay heraus, den der Franzose nicht mehr aufholen konnte.

Nagy fuhr gegen Rennhälfte auf der Geraden hinten links ans Auto von Filippi, sodass sich dieser drehte und infolgedessen mit Plattfuß das Rennen aufgeben musste. Nagy feierte also Platz 3 beim Heimrennen, der Vorfall wurde allerdings noch von den Kommissaren untersucht, mit dem Ergebnis, dass Nagy 20 Meisterschaftspunkte abgezogen wurden. Baptista setzte sich gegen Chilton durch.

Position Fahrer Hersteller Abstand
1 Mikel Azcona Cupra 5 Runden
2 Jean-Karl Vernay Hyundai +5,439 Sekunden
3 Daniel Nagy Cupra +2,224 Sekunden
4 Rodrigo Baptista Romeo Ferraris +0,699 Sekunden
5 Tom Chilton Hyundai +6,569 Sekunden
6 Luca Filippi Romeo Ferraris DNF

Mit der maximalen Punktzahl von 77 Punkten krönte sich Mikel Azcona zum "König des Wochenendes". In der Gesamtwertung führt weiterhin Mattias Ekström.

Die Gesamtwertung der Pure ETCR nach dem Lauf am Hungaroring

Position Fahrer Hersteller Punkte
1 Mattias Ekström Cupra 273
2 Jean-Karl Vernay Hyundai 244
3 Mikel Azcona Cupra 238
4 Jordi Gene Cupra 197
5 Rodrigo Baptista Romeo Ferraris 197
6 Augusto Farfus Hyundai 161
7 Luca Filippi Romeo Ferraris 160
8 John Filippi Hyundai 146
9 Philipp Eng Romeo Ferraris 143
10 Daniel Nagy Cupra 141

Wie die Pure ETCR in dieser Woche bekannt gab, wird das anstehende Finale nicht in Südkorea ausgefahren, sondern auf dem Circuit Pau Arnos in Frankreich. Das finale Rennen der Saison findet vom 15. bis 16. Oktober statt. Insgesamt können noch fünf Fahrer die Gesamtwertung für sich entscheiden, und auch in der Herstellerwertung ist noch alles offen.

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 6 plus 1.
Advertisement