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Roborace: Erfolgreicher Test in Marrakesch

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Das Roborace-Entwicklungsfahrzeug DevBot hat einen weiteren erfolgreichen Test in Marrakesch absolviert. Das fahrerlose LMP3-Chassis, gesteuert von einem NVIDIA-Hochleistungscomputer, drehte am Samstagmorgen zwölf erfolgreiche KI-Runden auf der Formel-E-Strecke Moulay El Hassan.

Nach nur einer Installationsrunde mit Fahrer und einem längeren Halt in Kurve zwei chauffierte der Testpilot den DevBot ans Ende der Boxengasse, wo der "AI Mode" eingestellt wurde und der elektrische Rennbolide - jetzt ohne Fahrer - auf eine erste autonome Runde ging. Nach ungefähr 150 Metern in Schrittgeschwindigkeit schaltete der Roboter in den Rennmodus.

Ganze zwölf Runden drehte der "DevBot #1" ungestört am Stück, ehe der umgebaute Ginetta-LMP3-Renner wieder in die Boxengasse kam. Auf den Geraden erreichte der DevBot ähnliche Endgeschwindigkeiten wie die Fahrzeuge der "großen Schwester" Formel E. Sensoren, die die Umgebung des Autos zu jeder Zeit in 360 Grad überwachten, registrierten Bremspunkte, Kurven und zu hohe Randsteine.

Schon beim letzten Formel-E-Event in Hongkong war eine Demonstrationsfahrt geplant, jedoch machten Batterieprobleme dem Entwicklerteam um Technologiechef Bryn Balcombe zu schaffen, weshalb man auf die Fahrt verzichtete. Inzwischen wurden auch schon zwei autonome Fahrzeuge auf einer Strecke gleichzeitig getestet (es gibt zwei DevBots).

Roborace, die erste autonome Rennserie der Welt, soll im Laufe des kommenden Jahres im Rahmen des Formel-E-Rennkalenders ein erstes Event mit 20 KI-Autos austragen. Ob dieser Zeitplan eingehalten werden kann, bleibt abzuwarten. Der erfolgreiche Test in Marokko ist aber definitiv ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum ersten fahrerlosen Autorennen.

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