Extreme E

Desert X Prix 2024: Rosberg X Racing & Acciona Sainz starten mit Siegen in die letzte Extreme-E-Saison

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Die neue Extreme-E-Saison startete so, wie die alte Saison aufgehört hat: mit einem Sieg für das deutsche Team Rosberg X Racing. Johan Kristoffersson und Mikaela Ahlin-Kottulinsky gewannen das Samstagsrennen beim Desert X Prix. Da sie am Sonntag beim Sieg von Fraser McConnell und Laia Sanz für Acciona Sainz jedoch nur Vierter wurden, bleibt es in der Gesamtwertung nach dem ersten von fünf Saisonevents eng.

Samstag: Rosberg X Racing mit perfektem Saisonstart

Am Samstag dominierte das zweifache Meisterteam von Rosberg X Racing nach Belieben: Nach Siegen in beiden Qualifying-Heats gewannen Johan Kristoffersson und Mikaela Ahlin-Kottulinsky auch das Finale knapp vor McLaren. E.On Veloce Racing wurde Dritter und holte sich zusätzlich die Bonuspunkte für die Continental Traction Challenge. Acciona Sainz wurde nach dem Überschlag mit Fraser McConnell am Steuer noch als Vierter gewertet.

Am Start hatte McLaren-Pilot Mattias Ekström mit einem starken Manöver die Führung übernommen, verlor diese zu Beginn der zweiten Runde aber wieder an seinen Landsmann Kristoffersson.

Nach dem Fahrerwechsel kämpften Ahlin-Kottulinsky und Cristina Gutierrez um den Sieg. Nach einer Kollision ging die Spanierin kurzzeitig sogar vorbei, auf der Ziellinie fehlten ihr jedoch 0,167 Sekunden zum Sieg.

Das Redemption-Race ging an Andretti Altawkilat vor dem neuen Team Legacy Motor Club. JBXE belegte den dritten Rang, während es das ebenfalls neue Team SUN Minimeal nicht ins Ziel schaffte.

Mit dem Sieg übernahm Rosberg X Racing die Führung in der Gesamtwertung, dahinter waren McLaren und Veloce dank der Bonuspunkte für Kevin Hansen und Molly Taylor punktgleich.

Sonntag: Acciona Sainz siegt, Rosberg & McLaren lassen Federn

Auch im Qualifying am Sonntag gab sich Rosberg X Racing keine Blöße: Das Team gewann beide Heats und zog somit souverän ins Finale ein. Aber auch Andretti schaffte mit einem Sieg und einem zweiten Platz den Einzug. Nicht dabei war hingegen McLaren: Nach einem zweiten und einem dritten Platz unterlag das Team aufgrund der schlechteren Zeit in der Continental Traction Challenge E.On Veloce Racing und musste im Redemption-Race antreten, wo sie immerhin klare Favoriten waren. Dennoch ein herber Schlag für die Titelambitionen von Ekström und Gutierrez.

Rosberg X Racing gelang es im Finale nicht, daraus Kapital zu schlagen: Als einzige Pilotin hatte Ahlin-Kottulinsky beim Start auf die Verwendung des Hyperdrives verzichtet und war so auf den letzten Platz zurückgefallen. Fraser McConnell übernahm die Spitze vor Timmy Hansen, Molly Taylor lag auf dem dritten Platz, wurde aber dann durch Ahlin-Kottulinksy überholt. Die Schwedin schlug jedoch bei einem Sprung mit der Frontpartie auf dem Untergrund auf uns verlor viel Schwung sowie die Position an Taylor.

Nach dem Fahrerwechsel behielt Laia Sanz dieses Mal die Nerven vor Catie Munnings, obwohl Kevin Hansen und Johan Kristoffersson dahinter in den letzten beiden Runden deutlich aufschlossen. Laia Sanz und Fraser McConnell sicherten sich so den Sieg im Finale. Das Team Acciona Sainz verwies Andretti und Veloce auf die Plätze, Favorit Rosberg X Racing musste sich mit dem vierten Platz begnügen.

Das Redemption-Race zuvor war an Spannung kaum zu überbieten. Nachdem sich Dania Akeel unmittelbar nach dem Start überschlug, brach die Rennleitung das Rennen mit der roten Flagge ab. Beim Neustart blieben demzufolge nur drei Fahrzeuge übrig. Travis Pastrana ging als Führender in die Switch-Zone, dahinter folgten Timo Scheider und Cristina Gutierrez.

Für McLaren sollte sich die Taktik, die Fahrerin den Start des Rennens bestreiten zu lassen, auszahlen: Mattias Ekström schob sich kurz nach dem Fahrerwechsel an Klara Andersson vorbei und schloss auf Gray Leadbetter auf, die er nach hartem Kampf in der letzten Kurve des Rennen überholte. Der Sieg im Redemption-Race und zwölf Punkte gingen damit an McLaren, die vor Legacy Motor Club und SUN Minimeal landeten.

Die beiden Bonuspunkte für die schnellste Zeit in der Continental Traction Challenge sicherte sich keines der Teams , die das Finale erreichten. Stattdessen waren hier Pastrana und Leadbetter nicht zu schlagen, weshalb die Bonuspunkte an das Team Legacy Motor Club gingen.

In der Gesamtwertung behielt Rosberg X Racing die Führung, Acciona Sainz hat nun jedoch nur noch zwei Zähler Rückstand. Auf dem dritten Platz liegt Veloce Racing knapp vor Andretti und McLaren. Das nächste Event der Extreme E steht erst in knapp fünf Monaten an: Am 13. und 14. Juli findet der European X Prix statt. Wo genau, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

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