Extreme E

Doppelt so viele Rennen in 2023: Extreme E stellt Rennformat vor Saison 3 auf "Double-Header" um

Svenja König

Svenja König

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Die Extreme E bekommt auch vor ihrer dritten Saison ein neues Rennformat. Das teilte die Rennserie am frühen Montagmorgen offiziell mit. Die wichtigste Änderung: Ab sofort werden an jeder Location zwei Rennen im aus der Formel E bekannten "Double-Header"-Format ausgetragen. Um alle Einzelläufe in ein Wochenende zu bekommen, werden sämtliche Sessions eines Events an nur noch einem Tag stattfinden.

Durch die Anpassung erhöht sich die Anzahl der Rennen in Saison 3 von fünf auf zehn. Sie beginnen weiterhin mit zwei Qualifying-Sessions, die nun beide aus zwei Heats mit jeweils fünf Autos bestehen. Bisher war das erste Qualifying als Zeitfahren ausgetragen worden. Weiterhin werden nach jedem Qualifying Punkte vergeben, um ein kumuliertes Zwischenergebnis zu erhalten. Für den Heat-Sieg wird ab sofort jedoch auch ein Meisterschaftspunkt vergeben.

Damit alle anderen Sessions am selben Renntag stattfinden können, wird der weitere Ablauf stark verschlankt. Die Halbfinals fallen komplett weg, denn die fünf besten Teams der Qualifikation haben automatisch das Finale erreicht und machen dort den X-Prix-Sieg unter sich aus. Die restlichen fünf Teams treten im sogenannten Redemption-Race gegeneinander an. Dort werden die Plätze 6 bis 10 ausgefahren. Somit werden an jedem Wochenende künftig zwei Siegerteams gekrönt und doppelt so viele Meisterschaftspunkte vergeben.

Grid-Play bleibt für Finale erhalten

Die Startpositionen für das Finale werden weiterhin über "Grid-Play" zugeordnet. Das bedeutet, dass via Abstimmung entschieden wird, wer als erstes seine Startposition aussuchen darf. Die Teams, die es nicht ins Finale schaffen, stimmen ebenfalls für je einen Finalteilnehmer. Im Redemption-Race werden die Startpositionen abhängig von der Platzierung nach dem Qualifying vergeben.

Bei der "Continental Traction Challenge" gibt es keine Änderungen: Sie ist wie gewohnt maßgeblich für zusätzliche Meisterschaftspunkte und das entscheidende Kriterium im Falle eines Gleichstandes nach dem Qualifying.

Das Rennformat ist wie im Vorjahr auf zehn Autos ausgelegt. Durch den Einstieg von DJ Carl Cox mit einem eigenen Rennstall wird folgerichtig ein anderes Team aus Saison 2 nicht mehr dabei sein. Wer dies ist, lässt die Extreme E unkommentiert. Am naheliegendsten scheint es, dass Jenson Buttons Team JBXE nicht zurückkehren wird. Dies ist jedoch reine Spekulation.

Reichweitenrekorde in Saison 2 & Partnerschaft mit Sky Deutschland

In ihrer Winterpause hatte die Elektroserie außerdem verkündet, dass die Anzahl der Zuschauer:innen im Vergleich zum Vorjahr global um 30 Prozent angestiegen sei. 135 Millionen Menschen sollen die zweite Saison der Extreme E verfolgt haben. Der größte Teil davon - 90 Millionen Zuschauer:innen - seien über das lineare Fernsehen erreicht worden, etwa die Hälfte davon - nämlich 44 Millionen - über digitale Angebote. Diese Zahlen beinhalten die Zugriffe über Livesendungen, Wiederholungen und Highlight-Sendungen.

Spannend ist darüber hinaus, dass laut der Serie etwa 30 Prozent der Extreme-E-Zuschauer:innen weiblich sind. Wie die Elektroserie vorrechnet, läge dieser Wert deutlich über der durchschnittlichen Einschaltquote von Frauen im Motorsport, die sich bei etwa zehn Prozent bewege.

Die Extreme E hat für Deutschland außerdem ihren TV-Deal mit Sky Deutschland verlängert. Der Pay-TV-Sender beschränkt sich dabei allerdings auf Highlight- und Magazinsendungen. Die Rennen sind weiterhin bei ProSieben Maxx bzw. ran.de zu sehen.

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1 Kommentare

I. F. ·

Auf Sat 1 & Co kommt leider nichts mehr. Ich schaue über YouTube. Alles in englischer Sprache. Total anstrengend, wenn man den Kommentar und das Rennen verfolgen will. Bei dem vielen Mist, der im TV läuft, hätte man bestimmt irgendwo einen Platz für die Extreme E gefunden. Ich finde es auf jeden Fall sehr interessant. Hätte mich darüber gefreut, wenn es weiterhin im TV laufen würde

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