Extreme E

Extreme E: Acciona Sainz siegt am Sonntag beim Desert X Prix in Saudi-Arabien

Timo Pape

Timo Pape

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Das spanische Team Acciona Sainz hat den zweiten Saisonlauf der Extreme E in Saudi-Arabien gewonnen. In einem unspektakulären Finale des Desert X Prix bescherte Laia Sanz ihrer Mannschaft den ersten Sieg überhaupt. Ebenfalls auf dem Podium landeten Veloce Racing, die damit ihre Meisterschaftsführung behaupteten, und Rosberg X Racing. Das zweite deutsche Team, ABT Cupra, schaffte es nach einem Strategie-Coup im Qualifying letztlich auf den vierten Platz.

Qualifying 1

Heat 1

Am frühen Sonntagmorgen stand das erste Qualifying des Tages auf dem Programm. Im ersten Heat setzte sich erneut Vortagessieger Veloce Racing durch. Hinter dem Duo Kevin Hansen/Molly Taylor kam X44 ins Ziel. Platz 3 ging an Andretti - ein erster kleiner Erfolg für die US-Amerikaner an diesem Wochenende. Dahinter folgten ABT Cupra und Carl Cox Motorsport, die somit keinen guten Start in den zweiten Saisonlauf erwischten.

Heat 2

Im zweiten Heat des Morgens trugen Johan Kristoffersson und Mikaela Ahlin-Kottulinsky den Sieg für RXR davon. Auch Chip Ganassi sammelte acht Qualifying-Punkte. Sainz schaffte es "nur" auf den dritten Platz, wahrte damit aber alle Chancen auf das Finale. McLaren wurde Vierter vor JBXE. Nennenswerte Zwischenfälle gab es auch im zweiten Heat nicht.

Qualifying 2

Heat 1

Auch im zweiten Qualifying gelang Taylor für Veloce der beste Start. Chip Ganassi und McLaren konnten einigermaßen mithalten, wurden dem Führungsduo jedoch nicht gefährlich. Nach dem Fahrer:innentausch sorgte Timmy Hansen für den ersten Aufreger des Tages: Der Schwede kam etwas seitlich und und überschlug sich - zum dritten Mal in zwei Tagen für Andretti. Das Auto blieb ohne größere Schäden auf dem Dach liegen, sodass die Session einige Minuten mit roten Flaggen unterbrochen wurde. Anschließend ging es in der alten Reihenfolge weiter, an der sich bis zum Zieleinlauf nichts mehr veränderte: Veloce gewann vor Chip Ganassi, McLaren, Carl Cox und Andretti.

Heat 2

Sainz gewann den Start im zweiten Heat, musste die Führung aber schon früh an RXR abgeben. Dann griff Nasser Al-Attiyah - zunächst der einzige Mann im Feld - seine Kontrahentin Ahlin-Kottulinsky an und übernahm mit Fremdkontakt den ersten Platz. Er fuhr rund 17 Sekunden Vorsprung heraus, dahinter ging es eng zu. Nach dem Wechsel jagte Johan Kristoffersson die führende Klara Andersson, kam aber nur bis auf vier Sekunden heran - Sieg für ABT! Dritter hinter RXR wurde Sainz. X44 kam nach einer Zeitstrafe nur auf den vierten Platz, JBXE wurde Letzter. Trotz Punktgleichheit mit X44 zog das Sainz-Team wegen seiner besseren Traction-Challenge-Zeit ins Finale ein.

Qualifying-Ergebnis beim Desert X Prix II

Platz Team Punkte Q1 Punkte Q2 Q-Gesamtpunkte
1 Veloce 10 10 20
2 RXR 10 8 18
3 Chip Ganassi 8 8 16
4 ABT 4 10 14
5 Sainz 6 6 12
6 X44 8 4 12
7 McLaren 4 6 10
8 Andretti 6 2 8
9 Carl Cox 2 4 6
10 JBXE 2 2 4

 

Redemption-Race

Timo Scheider gelang der beste Start in der "Trostrunde", doch Fraser McConnell zündete früh seinen Hyperdrive und zog am Deutschen vorbei. Scheider blieb dran, kam aber nicht vorbei. Dann waren die Frauen dran. Christine Giampaoli Zonca und Cristina Gutierrez kamen nebeneinander auf den Kurs zurück. Zunächst setzte sich die Italienerin durch, doch wenige Kurven später holte sich X44 die Führung zurück. GZ überschlug sich etwas später und fiel ans Ende des Feldes zurück. Auch Hedda Hosas im JBXE überschlug sich und blieb auf der Seite liegen. Gutierrez brachte den Sieg vor McLaren und Andretti nach Hause.

Finale

Im Finale kam Sainz am besten von der Stelle. Dahinter folgten Veloce und RXR, doch noch vor der Strandgeraden holte sich Kristoffersson seinen Landsmann Kevin Hansen. Mattias Ekström setzte sich an der Spitze rund sechs Sekunden ab, weil sich das Duo hinter ihm abkämpfte. RJ Anderson konnte nicht mithalten, ebenso wie Klara Andersson. ABT setzte als einziges Team erneut auf eine alternative Strategie und schickte zuerst seine Fahrerin auf den Kurs. Hansen überholte schließlich Kristoffersson, dann ging es in die Switch-Zone.

Die Fahrerinnen hatten anfangs relativ große Abstände zueinander. Nasser Al-Attiyah nahm die Verfolgung auf, musste aber 20 Sekunden auf die Spitze aufholen. Der ABT-Pilot kassierte Amanda Sorensen, weiter ging es für ihn jedoch nicht nach voran. Weiter vorn ließ Laia Sanz nichts anbrennen und holte den ersten Extreme-E-Sieg überhaupt für Acciona Sainz. Zweiter wurde Vortagessieger Veloce, RXR komplettierte das Podium.

Veloce führt dank seiner beiden Heat-Siege weiterhin die Gesamtwertung an. Nur zwei Punkte dahinter folgt jedoch schon Sainz. Dritter ist RXR. ABT Cupra machte den größten Sprung nach vorn und ist nun Sechster. Am Ende liegen Andretti und JBXE. Das nächste Rennen der Extreme-E-Saison 2023 findet am 13. Mai statt. Dann gastiert die Elektromeisterschaft erstmals in Schottland - abermals mit einem "Double-Header".

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