Extreme E

Extreme E in Italien: Kristoffersson & Taylor gewinnen Island X Prix für Rosberg X Racing

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Molly-Taylor-Johan-Kristoffersson-Rosberg-X-Racing-RXR

Molly Taylor und Johan Kristoffersson haben den Island X Prix der Extreme E gewonnen. Das Fahrer:innenduo des Teams Rosberg X Racing setzte sich im Finale auf der Mittelmeerinsel Sardinien gegen die ABT-Cupra-Mannschaft durch, die in Italien erstmals das Podium erreichte. JBXE landete auf Rang 3, Chip Ganassi Racing und X44 erreichten das Ziel nach Aufhängungsbrüchen nicht.

Nach dem dramatischen Halbfinal-Unfall zwischen X44 und Andretti United waren die Mechaniker:innen des von Lewis Hamilton gegründeten Teams noch bis kurz vor dem Rennstart mit der Reparatur des Fahrzeugs beschäftigt. Unterstützt wurden sie dabei auch von den Andretti-Mechaniker:innen - als Wiedergutmachung für den Crash. Das US-Team half X44 zudem mit den eigenen GridPlay-Stimmen, die die Mannschaft nutzte, um die Startposition zu wählen.

Das Finale begann um 17:30 Uhr unter bedecktem Himmel. Im Verlauf des Rennsonntages näherte sich der 7,0 Kilometer langen Strecke eine große Regenzelle, die den Kurs kurz vor dem X Prix erreichte. Anders als im Halbfinale sollte die Staubentwicklung somit zu keinem bestimmenden Thema des Finals werden - stattdessen wurde es schlammig.

Kleinschmidt verpasst den Start, LeDuc erkämpft Platz 1

Bereits am Start zeigte sich, welches Team am besten auf die wechselhaften Bedingungen vorbereitet war. Sebastien Loeb (X44) reagierte als erstes auf die grüne Startampel, entschied sich jedoch in der ersten Kurvensektion für eine weite Linie. Kyle LeDuc (Chip Ganassi Racing) übernahm somit frühzeitig die Führung, Molly Taylor (RXR) sortierte sich auf Platz 3 ein.

Keinen guten Rennbeginn erwischte Jutta Kleinschmidt. Die ABT-Fahrerin blieb an der Startlinie stehen und nahm das Rennen mit einigen Sekunden Verspätung auf. Durch einen Dreher von Mikaela Ahlin-Kottulinsky (JBXE) übernahm die Deutsche wenig später Platz 4 und begann, den Rückstand auf RXR zu verkürzen. Bei der Einfahrt in die Switch-Zone hatte sie die Lücke auf wenige Meter verkürzt.

Dreifacher Aufhängungsbruch im Extreme-E-Finale

Noch vor dem Ende der ersten Runde das nächste Drama: Sebastien Loeb rollt aus. Schon nach den ersten Toren stellte er einen Reifenschaden an seinem Fahrzeug fest, etwa nach der Hälfte der Runde blieb er mit einem Aufhängungsbruch stehen. Das Team X44 erreichte das Ziel somit nicht und wurde nur auf Platz 5 gewertet.

Nach dem Fahrer:innenwechsel nahmen Johan Kristoffersson (RXR) und Mattias Ekström (ABT) die Jagd auf Sara Price (CGR) auf. Die US-Amerikanerin startete mit einem beachtlichen Vorsprung in ihre Runde, konnte diesen aber nicht in den inzwischen sicher geglaubten Rennsieg ummünzen: der nächste Aufhängungsbruch!

Da Mattias Ekström ebenfalls ein leicht beschädigtes Auto fuhr - die rechte Seitentür seines Odyssey 21 fehlte nach dem Fahrer:innentausch - fuhr Johan Kristoffersson unangefochten auf Platz 1 ins Ziel. Zum dritten Mal in vier Extreme-E-Rennen gewann Rosberg X Racing somit einen X Prix. ABT Cupra schaffte es zum ersten Mal aufs Podium - deutsche Teams auf den Plätzen 1 und 2. Dahinter komplettierte JBXE das Podium, obwohl auch Kevin Hansen aufgrund eines Aufhängungsbruchs nicht das Ziel erreichte. Das Team wurde dennoch auf Rang 3 gewertet, da sie von allen drei "Ausfällen" die weiteste Distanz zurücklegten.

Weiter geht es für die Extreme E bereits in der kommenden Woche. Einige Teams bleiben in Sardinien, um bei einem Rookie-Test Nachwuchsfahrer:innen eine Gelegenheit in den Autos zu geben. Das nächste richtige Rennen ist für den 18./19. Dezember geplant: Dann findet das Extreme-E-Saisonfinale in England statt - der nach der Jura-Küste benannte Jurassic X Prix. Die besten Chancen auf den Titel hat Rosberg X Racing.

Ergebnisse & Zeiten im Überblick

Gesamtwertung (Fahrer & Teams)

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