Extreme E

Extreme E: Nur 3 von 9 Teams beim Rookie-Test auf Sardinien dabei, neuer Reifen getestet

Svenja König

Svenja König

Rosberg-X-Racing-Rookie-Test

Im Anschluss an den Island X Prix am Capo Teulada veranstaltete die Extreme E einen Rookie-Test nach Vorbild der großen Schwester Formel E. Dabei bekamen Teams die Chance, jungen neuen Fahrer:innen Testzeit im Auto zu geben, die ihr Debüt in der Offroad-Serie bisher noch nicht gefeiert hatten. Nachdem Veloce sein Team am Montag zurückzog, nahmen allerdings nur drei der neun Teams mit insgesamt vier Fahrer:innen am Test teil.

Bereits vor dem Island X Prix in Sardinien gaben mehrere Teams bekannt, nicht an den Testfahrten teilnehmen zu wollen. Dazu gehörten beispielsweise ABT Cupra und Chip Ganassi Racing, die die Entscheidung gegenüber 'e-Formel.de' mit logistischen Problemen begründeten. Schlussendlich traten nur X44, Rosberg X Racing und Acciona Sainz XE am Dienstag auf Sardinien an. Für X44 testete der Amerikaner Seth Quintero und für Acciona Sainz das aufstrebende Talent Klara Andersson, die zuletzt schwedische Rallyecross-Meisterin in der Klasse 2150 wurde und ihr elektrisches Rallyecross-Debüt in der RX2e in Spa feierte.

"Heute war ohne Zweifel ein herausfordernder Tag", sagt Klara Andersson. "Das Auto ist ein echtes Biest, und die Strecke war sehr herausfordernd, aber das macht mir Spaß. Das ist eine neue Ära im Motorsport, und ich bin sehr glücklich, einige Meilen im Auto zurückgelegt und erste Erfahrungen gesammelt zu haben. Es ist wirklich toll, mit Carlos Sainz hier zu sein und meine Zeiten mit seinen zu vergleichen. Rallyecross ist natürlich mein Traum, aber ich verfolge die Extreme E schon eine Weile, und ein Cockpit hier steht tatsächlich auf meiner Wunschliste."

Leider veröffentlichte die Extreme E keinerlei Daten oder Dokumente zum Rookie-Test. Wie die wenigen Teilnehmer:innen abgeschnitten haben, ist somit unbekannt. Neben dem Juniorenprogramm wurde beim Test erstmals der neue Einheitsreifen für die Saison 2022 von Continental getestet.

"Wir verdienen es, auf dem selben Level beachtet zu werden"

Rosberg X Racing war das einzige Team, das zwei Fahrer:innen teste: Tamara Molinaro und Stephane Peterhansel. Molinaro ist offizielle Ersatzfahrerin und Streckendesignerin der Extreme E und somit das weibliche Pendant zu Timo Scheider. Zusätzlich gewann die Italienerin 2017 die Damenwertung der europäischen Rallye-Meisterschaft. Der 56-jährige Peterhansel machte sich als 14-maliger Sieger der Rallye Paris-Dakar einen Namen, hat aber laut eigener Aussage kein Interesse an einem Cockpit für 2022.

Molinaro erklärt: "Ich fahre hier für Rosberg X Racing, was natürlich eine große Ehre ist, da sie die Meisterschaft anführen. Sie sind super professionell, und es ist toll, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Da man nur sehr wenig Zeit im Auto hat, hat diese Testfahrt mein Selbstvertrauen auf jeden Fall gestärkt. Es gibt nicht viel Platz für Frauen im Motorsport, aber die Extreme E hat dafür eine neue, andere Welt geschaffen. Wir verdienen es, auf dem selben Level beachtet zu werden wie die Jungs."

Nach Sarrazin-Unfall: Veloces Fahrer:innen können nicht an den Start gehen

Veloce Racing hatte als einziges Team sein Pilot:innen-Duo schon vor dem Island X Prix bekannt gegeben. Allerdings verkündete der Rennstall am Montag auf Twitter, dass Hedda Hosas und Lance Woolridge gar keine Kilometer im Auto würden zurücklegen können. Das Auto war nach Stephan Sarrazins Unfall am Sonntag stark beschädigt und konnte nicht rechtzeitig repariert werden.

Als nächstes reist die Elektro-Offroad-Serie nach Bovington, England, wo sie am 18. und 19. Dezember ihr Finale austragen wird.

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