Extreme E

Extreme E: Rosberg & JBXE gewinnen Halbfinals auf Sardinien, erneuter Überschlag für McLaren

Svenja König

Svenja König

McLaren-Extreme-E-Car-Splashing-Water-Sardinia-2022

Rosberg X Racing und JBXE haben die Halbfinals der Extreme E auf Sardinien gewonnen. Während Johan Kristoffersson und Hedda Hosas in ihren Läufen jeweils einen klaren Vorsprung gegen ihre Konkurrent:innen von Acciona Sainz und Xite Energy ins Ziel brachten, kam es im Crazy-Race nach Beinahe-Unfällen und erneutem Überschlag von McLaren zu viel Action auf der Rennstrecke. Schließlich konnte sich Chip Ganassi den letzten Finalplatz nach Zeitstrafe gegen ABT Cupra sichern.

Halbfinale 1: Rosberg siegt erneut, Probleme bei Andretti

Das deutsche Team Rosberg X Racing hatte nach bestmöglichen Qualifying am Mittwoch die aussichtsreichste Position für den zweiten Renntag. Die Truppe von Nico Rosberg trat im ersten Halbfinale gegen Andretti United und Xite Energy an. Mikaela Ahlin Kottulinksy (RXR) gewann den Start gegen den Rallycross-Weltmeister Timmy Hansen (Andretti United).

Während Tamara Molinaro (Xite Energy) nicht mit den Führenden mithalten konnte, lieferten sich die beiden Landsleute einen engen Zweikampf in der ersten Runde - Lackaustausch inklusive. Hansen versuchte mehrmals, die Rosberg-Pilotin zu überholen und schaffte es schließlich in der vorletzten Kurve nach Nutzung des Hyperdrives. Hansen übergab mit einer Sekunde Vorsprung auf Rosberg an Catie Munnings. Molinaro erreichte die Switch-Zone etwa acht Sekunden später.

Kristoffersson (RXR) konnte bereits in der ersten Kurve Munnings (Andretti United) überholen, die anscheinend ein Problem mit dem Antrieb hatte und im Laufe der Runde mehr als 50 Sekunden auf den Führenden verlor. Debütant Timo Scheider (Xite Energy) konnte daher ohne Probleme an der Britin vorbeigehen und sich den zweiten Platz im Finale sichern - ein starker Extreme-E-Einstand für den Deutschen!

Halbfinale 2: Hosas rettet Vorsprung gegen Sainz

An der Startlinie des zweiten Halbfinals begegneten sich Laia Sanz (Acciona Sainz), Sebastian Loeb (X44) und Kevin Hansen (JBXE). Sanz konnte sich am Start gegen Loeb auf der Ideallinie durchsetzen. Hansen sortierte sich von der äußeren Linie kommend am ersten Wegpunkt zunächst auf der zweiten Position ein, konnte dann aber auf der folgenden Gerade in Führung gehen. Der Schwede fuhr einen Vorsprung von sechs Sekunden heraus, während Loeb im ersten Wassergraben an Sanz vorbeiging und sich im weiteren Verlauf von der Spanierin absetzte.

Hedda Hosas (JBXE) übernahm einen Vorsprung von 20 Sekunden, nachdem X44 wegen Problemen beim Wechsel gleichauf mit Acciona Sainz zurück auf die Strecke ging. Cristina Gutierrez (X44) konnte - ebenfalls aufgrund von Problemen mit dem Auto - nicht mithalten und fuhr mit einer halben Sekunde Rückstand ins Ziel. Carlos Sainz sr. schaffte es nicht, zu Hosas aufzuschließen und sicherte sich dennoch Platz 2. Nach dem Finale wurden 10-Sekunden-Strafen gegen JBXE und Acciona Sainz ausgesprochen, die aber am Ergebnis nichts änderten.

Crazy-Race: Erneuter McLaren-Überschlag, Chip Ganassi im Finale

Während Nasser Al-Attiyah (ABT Cupra) den Start des Crazy-Race gewinnen konnte, kollidierten McLaren und Chip Ganassi Racing schon frühzeitig. Emma Gilmour (McLaren) überschlug sich und beschädigte das Auto so stark, sodass sie nicht weiterfahren konnte. Gilmour blieb unverletzt, wie McLaren wenig später per Tweet bestätigte.

Sara Price (Chip Ganassi) konnte weiterfahren, machte allerdings im Laufe der Runde einen Fehler und musste rückwärts auf die Strecke zurücksetzen. Dabei kollidierte sie fast mit Lance Woolridge (Veloce), der ein Banner beschädigte, um einen Unfall zu vermeiden. Das alles spielte in die Karten von ABT Cupra, die mit 20 Sekunden Vorsprung in die Switch- Zone fuhren, allerdings eine Flagge berührten und dann auch noch einen Fehler in der Wechselzone machten, was ihnen im Nachhinein zwei Strafen einbringen sollte.

Derweil ergab sich ein enger Zweikampf zwischen Kyle LeDuc (Chip Ganassi) und Christine "GZ" (Veloce). Der US-Amerikaner überholte seine Konkurrentin etwa bei Halbzeit der Runde und sicherte sich somit nach insgesamt 32 Sekunden Zeitstrafe gegen ABT Cupra einen sicheren Platz im Finale, obwohl Jutta Kleinschmidt eigentlich als Erste ins Ziel gefahren war.

Somit treffen Rosberg X Racing, Xite Energy, JBXE, Acciona Sainz und Chip Ganassi im Finale aufeinander, das um 17:30 deutscher Zeit beginnt. ProSieben Maxx überträgt ab 17 Uhr live im TV, ran.de bietet einen Livestream an.

Ergebnisse & Zeiten im Überblick

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 5 und 3.
Advertisement