Extreme E

Extreme E: Rosberg- & X44-Machtdemonstration im Sardinien-Halbfinale, Andretti siegreich im Crazy-Race

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

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Die Machtdemonstration von Rosberg X Racing auf Sardinien findet kein Ende: Auch im Halbfinale zum zweiten Island X Prix 2022 setzten sich Johan Kristoffersson und Mikaela Ahlin-Kottulinsky gegen ihre Konkurrent:innen durch. Das zweite Halbfinale gewann X44 trotz technischer Probleme souverän. Im Finale des Wochenendes treten außerdem Acciona Sainz, ABT Cupra sowie die Crazy-Race-Gewinner:innen von Andretti United an.

Halbfinale 1: RXR & Acciona Sainz nach CGR-Ausfall konkurrenzlos

Im ersten Halbfinale begegneten sich die Fahrer:innen von Rosberg X Racing, Acciona Sainz und Chip Ganassi Racing. Den Start bestritten, anders als in den Qualifying-Heats am Vortag, die Fahrerinnen. Im Abschnitt zwischen der Startampel und dem ersten Wegpunkt sind auf Sardinien, so sieht es die Streckenkarte vor, mehrere Pfade möglich. Mikaela Ahlin-Kottulinsky (RXR) und Laia Sanz (Acciona Sainz) entschieden sich für die direkteste Route, Sara Price (CGR) wählte hingegen einen Alternativweg durch das buckelige Terrain. Die US-Amerikanerin kehrte auf Platz 3 wieder zurück auf die Ideallinie, nahm jedoch direkt die Jagd auf Sanz auf.

Dabei kam es zu einem folgenschweren Kontakt: Schon nach wenigen Toren versuchte die CGR-Fahrerin, vor einem Wegpunkt innen an Sanz vorbeizustürmen. Dabei beschädigte Price jedoch ihre eigene Radaufhängung, wodurch sie weit zurückfiel und letztlich auf der Strecke stehenblieb.

An der Spitze gab es auch nach dem Fahrer:innen-Tausch keine Änderungen: Johan Kristoffersson erreichte das Ziel vor Carlos Sainz sr., beide lösten sich somit ein Ticket für das Finalrennen.

Halbfinale 2: X44 gewinnt trotz Technik-Problemen

X44-Fahrerin Cristina Gutierrez erwischte den besten Start in das zweite Halbfinale. Die Spanierin setzte sich schon nach wenigen Toren von ihren Konkurrentinnen ab, nachdem sich Jutta Kleinschmidt (ABT Cupra) über einen Alternativweg den zweiten Platz vor Emma Gilmour (McLaren XE) gesichert hatte. Beide duellierten sich im gesamten Verlauf der ersten Runde, die Switch-Zone erreichten sie aber in unveränderter Reihenfolge: X44 vor ABT Cupra und McLaren.

Nach dem Fahrer:innen-Wechsel schien McLaren technische Probleme zu haben, denn Tanner Foust verlor noch vor dem ersten Wegpunkt ungewöhnlich viel Zeit auf den ABT-Fahrer Nasser Al-Attiyah. Dieser machte seinerseits Jagd auf Sebastien Loeb (X44), der - wie der Franzose nach dem Rennen verriet - ebenfalls mit verringerter Fahrzeugleistung fuhr. Al-Attiyah schaffte es jedoch bis zum Zieleinlauf nicht mehr vorbei. McLaren schied auf Platz 3 aus dem Extreme-E-Wochenende aus, X44 und ABT Cupra treten im Finale an.

Crazy-Race: Episches Duell zwischen Andretti United & Veloce

Im Crazy-Race begegneten sich vier Teams, von denen lediglich eines ins Finale einziehen konnte. Veloce-Fahrer Lance Woolridge wählte vor Wegpunkt 1, womöglich inspiriert von den Halbfinals, als einziger Fahrer den Weg über die buckelige Alternativroute. Bei der Rückkehr auf die Ideallinie kollidierte er mit der gut gestarteten Catie Munnings (Andretti United) und musste durch einen Strauch am Streckenrand fahren, blieb jedoch auf Platz 2.

Munnings verteidigte sich im weiteren Verlauf der Runde hart gegen Woolridge, der bei einem Angriffsmanöver kurz vor dem 26. Tor die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und eine Flagge am Wegrand touchierte. Die Rennleitung kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an, da zunächst unklar war, ob Woolridges Dreher ein Kontakt mit Munnings vorausgegangen war. Tamara Molinaro (Xite Energy) verlor im durch den Zwischenfall aufgewirbelten Staub die Orientierung und musste ihren Odyssey-21-Renner ebenfalls wenden.

Nach dem Fahrer:innen-Tausch überholte JBXE-Fahrer Kevin Hansen Christine "GZ" Giampaoli Zonca (Veloce). Den damit gewonnenen zweiten Platz konnte er - trotz eines Drehers samt Flaggenkontakt - bis zum Zieleinlauf verteidigen. An der Spitze blieb sein Bruder Timmy Hansen jedoch unantastbar: Mit einem Vorsprung von mehr als zehn Sekunden sicherte er Andretti United einen Platz im Island-X-Prix-Finalrennen. JBXE und Veloce schafften es ebenfalls ins Ziel. Xite Energy mit Timo Scheider fiel abseits der TV-Bilder aus und wurde als "DNF" gewertet.

Im Finale treffen somit Rosberg X Racing, Acciona Sainz, X44, ABT Cupra und Andretti United aufeinander. Das Hauptrennen des Island X Prix startet um 14:30 Uhr deutscher Zeit. ProSieben Maxx überträgt ab 13 Uhr live im TV, ran.de bietet einen Livestream an.

Ergebnisse & Zeiten im Überblick

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