Extreme E

Kalender-Update wegen Wasserstoff-Autos in Extreme E? "Mehr Möglichkeiten im Mittelmeerraum"

Redaktion

Andretti-Extreme-E

Ab 2025 sollen im Rahmen der Extreme E auch Offroad-Rennen mit wasserstoff-elektrischen Rennwagen stattfinden. Das "Extreme H" genannte Konzept, benannt in Anlehnung an das Wasserstoff-Symbol aus dem Periodensystem, könnte dabei auch die Kalender der zwei Meisterschaften umstellen.

Europa, Naher Osten, Afrika, Südamerika - und stets möglichst in der Nähe eines Hafens. Unter diesen Vorgaben gestaltete die Extreme E seit ihrer ersten Saison 2021 bislang ihren Rennkalender. Als Teil des Konzepts, Emissionen durch den Seetransport der Fahrzeuge einzusparen, legte das zum "schwimmenden Fahrerlager" umfunktionierte Postschiff St. Helena meist unweit der Rennlocations an, wenn die Elektrorennserie ihre X Prix veranstaltete.

X Prix in Saudi-Arabien wohl langfristig geplant

Künftig könnte sich die Meisterschaft jedoch verstärkt auf den Mittelmeerraum fokussieren, wie Serienchef Ali Russell gegenüber Racer verrät. "Solange wir nicht zu überambitioniert mit globalen Events werden, können wir ohne Frage auch sechs bis acht Events machen", sagt der Brite. 2023 standen nur fünf Veranstaltungen im Extreme-E-Kalender, bei denen jeweils zwei Rennen ausgetragen wurden. "Wir werden irgendwann aber regionaler werden müssen. Vielleicht machen wir etwas im Mittelmeerbecken: Nordafrika, der Nahe Osten und Südeuropa. Das würde uns die Möglichkeit geben, mehr Rennen auszutragen."

Neben Saudi-Arabien, das über den Staatsfond PIF zu den größten Investoren des Extreme-E-Projekts gehört und daher mutmaßlich bis auf Weiteres einen Platz im Kalender sicher hat, könnte es womöglich also weiterhin Rennen auf Sardinien geben. In der laufenden Saison 2023 trug die Extreme E schon zweimal einen X Prix auf dem Militärübungsplatz Capo Teulada aus, genau wie im vergangenen Jahr.

Oder die Extreme E bzw. Extreme H fokussieren sich verstärkt auf Länder, die "sehr stark auf Wasserstoff setzen", denkt Russell laut. Dabei würde die Meisterschaft aber gezwungenermaßen in stärker besiedelte Gegenden ziehen müssen - entgegen des Gründungsmythos der Rennserie, ihre X Prix eigentlich immer an abgelegenen Orten veranstalten zu wollen, um auf dortige Klimaschäden hinzuweisen.

Rennen näher an Ortschaften dank Wasserstoff-Rahmenserie?

"Der Traum von Rennen mit superlangen Distanzen ist toll, aber man muss die Realität berücksichtigen", sagt Russell. "Es ist ein Balanceakt. Wir wollen näher an die Zivilisation rücken, dabei aber vielleicht ein oder zwei (Rennen) an abgelegeneren Orten haben." Der Rennkalender für die Extreme-E-Saison 2024, in deren Rahmen auch erste Tests mit dem Wasserstoffauto stattfinden sollen, wird in den kommenden Wochen erwartet.

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