Extreme E

Zahlen, Daten, Fakten: Statistiken zum Desert X Prix 2022 der Extreme E in Saudi-Arabien

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Die Elektro-Offroadserie Extreme E ist am Wochenende in Saudi-Arabien mit dem Desert X Prix ihre zweite Saison gestartet. Den Sieg holte dabei das neue Fahrerduo von Rosberg X Racing, bestehend aus Mikaela Ahlin-Kottulinsky und Johan Kristoffersson. Wir haben das erste Rennwochenende 2022 genau unter die Lupe genommen und in einem ausführlichen Statistik-Artikel aufbereitet.

Wer war der schnellste Mann, wer die schnellste Frau in Neom? Unsere Analyse basiert auf den Daten, die die Extreme E nach dem Rennwochenende zur Verfügung gestellt hat. Das sind zwar - bedingt durch die geringe Rundenanzahl - deutlich weniger als beispielsweise bei der Formel E. Dennoch konnten wir einige interessante Schlüsse daraus ziehen.

Statistische Besonderheiten beim Desert X Prix

  • Im sechsten X Prix der Geschichte erzielte das Team X44 die sechste Qualifying-Bestzeit. Damit ist das Team von Lewis Hamilton in dieser Disziplin bislang noch ungeschlagen.
  • Rosberg X Racing erzielte bereits seinen vierten Sieg in der Extreme E und hat damit zwei Drittel aller Rennen gewonnen.
  • Es war für das Team von Nico Rosberg der zweite Sieg beim Desert X Prix: Bereits 2021 hatte RXR in Saudi-Arabien gewonnen, damals noch in Al-'Ula.
  • Auch Johan Kristoffersson erzielte seinen vierten Rennsieg in der Extreme E - Rekord. Es war gleichzeitig sein viertes Podestresultat.
  • Es gab jedoch auch eine Premiere auf dem obersten Treppchen in Saudi-Arabien: Mikaela Ahlin-Kottulinsky gewann ihren ersten X Prix.
  • Sie stand damit zum fünften Mal in Folge auf dem Podium. Niemand in der Extreme E hat so viele Pokale gewonnen wie die Schwedin.
  • Apropos Schweden: Die Fahrer:innen aus diesem Land bringen es nun auf 17 Podestplätze in der Extreme E - mit Abstand die meisten!
  • Konstanz herrscht auch auf der niedrigsten Stufe des Podiums: Wie 2021 belegte X44 erneut den dritten Platz beim Desert X Prix.
  • Laia Sanz, Carlos Sainz sr. und das Team von Acciona Sainz standen zum zweiten Mal auf dem Siegerpodest. Beim Arctic X Prix auf Grönland waren sie bereits Dritte geworden.
  • Rosberg X Racing erhielt zum ersten Mal die Bonuspunkte für die "Continental Traction Challenge".
  • Mit Hedda Hosas und Tamara Molinaro kamen erstmals in der Extreme E zwei "Championship Driver" zum Einsatz.
  • Nach Claudia Hürtgen beim Ocean X Prix 2021 waren es erneut Fahrerinnen, die ersetzt werden mussten. Timo Scheider, Ersatzfahrer für den Fall, dass einer der Männer ausfallen sollte, wartet weiterhin auf seinen ersten Renneinsatz.
  • Nach zwei weiteren Anpassungen des Rennformates in den Tagen vor dem Saisonauftakt hat die Extreme E nun bereits sieben verschiedene Rennformate vorgestellt. Auch wenn sich das nicht recherchieren ließ, glauben wir, dass es dies bei einer Rennserie, die nur sechs Rennen ausgetragen hat, noch nie gegeben hat.

Sektor- & Rundenbestzeiten

Der "Continental Traction Challenge" genannte Streckenabschnitt, in dem sich das schnellste Team fünf zusätzliche Meisterschaftspunkte verdienen kann, wurde beim Desert X Prix erneut als separater Sektor mit eigener Zeitnahme zusätzlich zu den drei üblichen Streckensektoren gemessen.

Nasser Al-Attiyah erzielte bei seinem Extreme-E-Debüt für ABT Cupra XE direkt die Bestzeit im ersten Sektor. Im zweiten Sektor sowie auf eine gesamte Runde war X44-Pilot Sebastien Loeb der Schnellste. Die schnellste Zeit in den Sektoren 3 und 4 ging an Johan Kristoffersson, der somit auch die fünf Bonuspunkte der "Continental Traction Challenge" für sein Team Rosberg X Racing gewann.

Rundenzeitvergleich innerhalb der Teams

Die Vergleiche der Rundenzeiten zwischen Fahrerinnen und Fahrern desselben Teams gestalten sich schwierig, da sich die Pilot:innen beim Desert X Prix am Start immer abwechselten. Nach der ersten Runde mussten sie in die Switch-Zone steuern, wo ein Tempolimit von 30 km/h gilt und das Steuer für eine weitere Runde an den/die Teamkolleg:in übergeben wurde. Daher haben wir die Sektorbestzeiten der Fahrer:innen addiert.

Die Zahlen ergeben ein eindeutiges Bild: Keine der Fahrerinnen war in Saudi-Arabien schneller als Oliver Bennett, der langsamste Mann im Feld.

Cockpit-Tausch in der Switch-Zone

Eine zusätzliche Herausforderung der Extreme E ist der Fahrer:innenwechsel: Am Ende der ersten Runde fährt jedes Fahrzeug in die sogenannte Switch-Zone, wo das Steuer an den/die Teamkolleg:in übergeben wird. Dabei gilt ein Tempolimit von 30 km/h. Aus Sicherheitsgründen darf der/die erste Pilot:in die Sicherheitsgurte erst dann lösen, wenn das Fahrzeug zum Stillstand gekommen ist und sich in der Neutral-Stellung befindet. Dann müssen mindestens 45 Sekunden vergehen, bevor wieder in den Vorwärtsgang geschaltet werden darf.

Am schnellsten gelang der Cockpit-Tausch beim Desert X Prix dem Team von JBXE, knapp vor X44.

Geschlechter-Ranking

Wer waren die schnellsten Männer und die schnellsten Frauen beim Desert X Prix? Anhand der besten Sektorzeiten der jeweiligen Fahrer:innen haben wir eine Gesamtrundenzeit ermittelt.

Ranking Fahrer

Ranking Fahrerinnen

Bestzeiten Continental Traction Challenge

Wie in der Vorsaison wird auch 2022 die beste Zeit in der Continental Traction Challenge mit fünf Bonuspunkten in der Teamwertung belohnt. In Saudi-Arabien gingen diese an den Rennsieger Rosberg X Racing, da Johan Kristoffersson im Finale die Bestzeit erzielte.

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 5 und 7?
Advertisement