Extreme E

Zahlen, Daten, Fakten: Statistiken zum Desert X Prix 2023 der Extreme E in Saudi-Arabien

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Am vergangenen Wochenende hat die Elektro-Offroadserie Extreme E in Neom ihren Saisonauftakt 2023 bestritten. Da die Events in diesem Jahr als "Double-Header" ausgetragen werden, gab es zwei Rennsieger: Veloce Racing und Acciona Sainz konnten sich an der Küste Saudi-Arabiens durchsetzen. Wir haben den Desert X Prix 2023 genau unter die Lupe genommen und alle interessanten Statistiken aufbereitet.

Statistische Besonderheiten beim Desert X Prix

  • Veloce Racing gewann am Samstag zum ersten Mal ein Rennen in der Extreme E.
  • Am Sonntag feierte auch Acciona Sainz seinen ersten Rennsieg in der Extreme-E-Geschichte. Beide Teams sind vom ersten Tag an dabei.
  • Erstmals gewann Rosberg X Racing nicht den Saisonauftakt zu einer Extreme-E-Saison.
  • Veloce Racing erzielte bei den beiden Rennen des Desert X Prix das zweite und dritte Podium der Teamgeschichte. Damit hat das Team in den ersten beiden Rennen 2023 mehr Podien gesammelt als in den beiden Vorjahren zusammen.
  • Für Acciona Sainz war es das vierte und fünfte Podium der Teamgeschichte.
  • Rosberg X Racing erzielte die Podien Nummer 6 und 7 seiner Geschichte. Damit ist das deutsche Team weiterhin das erfolgreichste Team der Extreme E.
  • Erstmals haben dieselben drei Teams zweimal in Folge auf dem Treppchen gestanden.
  • Veloce Racing gewann beim Desert X Prix drei seiner vier Qualifying-Rennen. Jeder Sieg im Qualifying bringt in diesem Jahr einen zusätzlichen Punkt für die Teamwertung. Nur dadurch liegt das Team an der Spitze der Meisterschaftswertung - zum ersten Mal überhaupt.
  • Am Sonntag erreichte X44 Vida Carbon Racing zum zweiten Mal nicht das Finalrennen. Zuvor war das nur beim ersten Rennen des Island X Prix 2022 der Fall gewesen.
  • Acciona Sainz gewann am Samstag erstmals die "Continental Traction Challenge". Für X44 Vida Carbon Racing war es am Sonntag hingegen schon der vierte Sieg in dieser Wertung.

Continental Traction Challenge

Der "Continental Traction Challenge" genannte Streckenabschnitt, in dem sich das schnellste Team pro Renntag zwei zusätzliche Meisterschaftspunkte verdienen kann, wurde beim Desert X Prix erneut als separater Sektor mit eigener Zeitnahme zusätzlich zu den drei üblichen Streckensektoren gemessen. Wie bereits in der Vorsaison gewann nicht das Team mit der schnellsten Einzelzeit in diesem Sektor, sondern es zählte die beste kumulierte Teamzeit von Fahrerin und Fahrer.

In Saudi-Arabien haben sich am Samstag Acciona Sainz und am Sonntag X44 Vida Carbon Racing in dieser Rubrik durchgesetzt. Die schnellste Einzelzeit im Sonderabschnitt fuhr jedoch ABT-Cupra-Pilot Nasser Al-Attiyah.

Sektor- & Rundenbestzeiten

Die regulären Sektoren-Bestzeiten gingen an Christine Giampaoli Zonca von Carl Cox Motorsport, Nasser Al-Attiyah von ABT Cupra XE und Timmy Hansen von Andretti Altawkilat. Die insgesamt schnellste Runde beim Desert X Prix fuhr Al-Attiyah. Alle Bestzeiten wurden dabei am Sonntag aufgestellt - die Strecke war am zweiten Renntag deutlich schneller als  noch am Samstag.

Die Bestzeiten im ersten Streckenabschnitt wurden dabei ausschließlich unmittelbar nach dem Fahrer:innen-Wechsel erzielt: Der Weg durch die "Switch Zone" war trotz Tempolimits von 30 km/h deutlich kürzer als über die Rennstrecke. Daher hatte hier auch nur der/die jeweils zweite Fahrer:in eines Teams die Möglichkeit, eine Bestzeit zu erzielen.

Rundenzeitvergleich innerhalb der Teams

Die Vergleiche der Rundenzeiten zwischen Fahrerinnen und Fahrern desselben Teams gestalten sich beim Desert X Prix deutlich einfacher als sonst, da die Pilot:innen aufgrund der recht kurzen Strecke je zwei Runden fuhren. Nach der zweiten Runde mussten sie in die Switch-Zone steuern, wo ein Tempolimit von 30 km/h galt. Daher haben wir die Sektorbestzeiten der Fahrer:innen addiert.

Die Zahlen ergeben, dass in Saudi-Arabien lediglich Cristina Gutierrez schneller war als ihr Teamkollege Fraser McConnell. Gutierrez war die mit Abstand schnellste Frau und somit auch die einzige Pilotin, die schneller war als der langsamste männliche Pilot, Timmy Hansen. Die Positionen 1 bis 7 belegen männliche Piloten. Im Durchschnitt fuhren die Männer eine Bestzeit von 2:11.112 Minuten, die Frauen 2:15.892 Minuten.

Die größte Lücke klaffte bei ABT zwischen Al-Attiyah und Klara Andersson. Sehr dicht beisammen lagen hingegen Gutierrez und McConnell von X44.

Geschlechter-Ranking

Wer waren jeweils die schnellsten Männer und die schnellsten Frauen beim Desert X Prix? Anhand der persönlichen besten Sektorzeiten haben wir eine Gesamtrundenzeit ermittelt. Bei den Piloten war Nasser Al-Attiyah (ABT Cupra) nicht zu schlagen und fuhr sprichwörtlich Kreise um die Konkurrenz, während Cristina Gutierrez (X44 Vida Carbon Racing) die schnellste Dame in Saudi-Arabien war.

Ranking Fahrer

Ranking Fahrerinnen

Cockpit-Tausch in der Switch-Zone

Eine zusätzliche Herausforderung in der Extreme E ist der Fahrer:innenwechsel. Aus Sicherheitsgründen darf der/die erste Pilot:in die Sicherheitsgurte erst dann lösen, wenn das Fahrzeug zum Stillstand gekommen ist und sich in der Neutralstellung befindet. Dann müssen mindestens 45 Sekunden vergehen, bevor wieder in den Vorwärtsgang geschaltet werden darf. Am schnellsten gelang der Cockpit-Tausch beim Desert X Prix dem Team von Veloce Racing, jedoch lagen sämtliche Teams im Bereich von etwas mehr als einer Sekunde Differenz.

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