Extreme E

Zahlen, Daten, Fakten: Statistiken zum Desert X Prix 2024 der Extreme E in Saudi-Arabien

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Die Elektro-Offroadserie Extreme E hat am vergangenen Wochenende ihren ersten X Prix der Saison 2024 bestritten. Rosberg X Racing (Samstag) und Acciona Sainz (Sonntag) setzten sich in den beiden Rennen des "Double-Headers" durch. Wir haben den Desert X Prix der vierten Saison genau unter die Lupe genommen und alle interessanten Statistiken aufbereitet.

Statistische Besonderheiten beim Desert X Prix

  • Rosberg X Racing erzielte am Samstag den neunten Rennsieg in der Extreme E - Rekord! Als einziges Team gewann RXR in jeder der vier Extreme-E-Saisons mindestens ein Rennen. Gleiches gilt natürlich auch für Johan Kristoffersson, der jeden X Prix für das Team bestritten hat.
  • McLaren feierte am Samstag sein drittes Podiumsresultat in der Extreme E.
  • Mattias Ekström wurde dank Platz 2 zum ersten Fahrer in der Geschichte der Rennserie, der mit drei verschiedenen Teams an der Pokalvergabe teilnahm. Zuvor hatte er bereits für ABT Cupra und Acciona Sainz auf dem Siegerpodest gestanden.
  • Acciona Sainz gewann am Sonntag seinen dritten X Prix, außerdem war es das zehnte Podiumsergebnis für das Team.
  • Mikaela Ahlin-Kottulinsky, Cristina Gutierrez, Kevin Hansen, Timmy Hansen, Johan Kristoffersson und Catie Munnings haben damit in jeder Extreme-E-Saison mindestens einmal auf dem Podium gestanden.
  • Veloce Racing erreichte mit dem dritten Platz am Sonntag das achte Podium in der Geschichte des Teams.
  • Mit Legacy Motor Club hat am Samstag erstmals seit Bestehen der Rennserie ein Team bei seinem Debütwochenende die Continental Traction Challenge gewonnen.

Continental Traction Challenge

Der "Continental Traction Challenge" genannte Streckenabschnitt, in dem das schnellste Team pro Renntag zwei zusätzliche Meisterschaftspunkte verdienen kann, wurde beim Desert X Prix wie immer als separater Sektor mit eigener Zeitnahme zusätzlich zu den drei üblichen Streckensektoren gemessen. Wie seit 2022 üblich, gewann nicht das Team mit der schnellsten Einzelzeit in diesem Sektor, sondern die beste kumulierte Teamzeit von Fahrerin und Fahrer.

In Saudi-Arabien haben sich am Samstag E.ON Veloce Racing und am Sonntag Legacy Motor Club in dieser Rubrik durchgesetzt. Die schnellste Einzelzeit im Sonderabschnitt fuhr Legacy-Motor-Club-Pilot Travis Pastrana vor Veloce-Fahrer Kevin Hansen.

Sektor- & Rundenbestzeiten

Auch die regulären Sektoren-Bestzeiten gingen ausnahmslos an den Debütanten Travis Pastrana von Legacy Motor Club. Die insgesamt schnellste Runde beim Desert X Prix fuhr hingegen Mattias Ekström. Alle Bestzeiten wurden dabei am Sonntag aufgestellt.

Die schnellsten Rundenzeiten wurden nach dem Fahrerwechsel erzielt. Der Grund: Die Fahrer:innen mussten auf der Strecke des Desert X Prix beim Start einen weiteren Weg zurücklegen. Außerdem mussten sie am Ende der zweiten Runde in die "Switch-Zone" fahren, wo ein Tempolimit von 30 km/h galt.

Rundenzeitvergleich innerhalb der Teams

Die Vergleiche der Rundenzeiten zwischen Fahrerinnen und Fahrern desselben Teams gestalten sich auch beim Desert X Prix wieder deutlich einfacher als bei den meisten anderen Rennen, da alle Pilot:innen aufgrund der recht kurzen Strecke erneut je zwei Runden fuhren. Nach der zweiten Runde mussten sie in die Switch-Zone steuern, wo ein Tempolimit von 30 km/h galt. Daher haben wir die Sektorbestzeiten der Fahrer:innen addiert.

Die Zahlen ergeben, dass in Chile zwei Frauen schneller waren als ihre männlichen Teamkollegen: Mikaela Ahlin-Kottulinsky und Catie Munnings waren jeweils rund eine Sekunde besser als Johan Kristoffersson bzw. Timmy Hansen! Im Durchschnitt fuhren die Männer eine Bestzeit von 2:13.790 Minuten, die Frauen 2:17.285 Minuten.

Die größte Lücke klaffte bei JBXE zwischen Andreas Bakkerud und Dania Akeel mit fast zehn Sekunden. Und das, obwohl Bakkerud schon der langsamste der männlichen Piloten war. Aber auch Gray Leadbetter (6,8 Sekunden) und Laia Sanz (4,6 Sekunden) lagen deutlich hinter ihren Teamkollegen.

Geschlechter-Ranking

Wer waren jeweils die schnellsten Männer und die schnellsten Frauen beim Desert X Prix? Anhand der persönlichen besten Sektorzeiten haben wir eine Gesamtrundenzeit ermittelt. Extreme-E-Neuling Travis Pastrana lag bei den Männern deutlich vorn. Bei den Frauen setzte sich Catie Munnings hingegen knapp gegen Mikaela Ahlin-Kottulinsky durch.

Als nicht konkurrenzfähig erwies sich Dania Akeel: Die junge Rennfahrerin aus Saudi-Arabien war mehr als neun Sekunden langsamer als Laia Sanz, die zweitlangsamste Pilotin - mit ein Grund dafür, warum das Team JBXE jede Session mit mindestens 29 Sekunden Rückstand auf die Gewinner:innen beendete.

Ranking Fahrer

Ranking Fahrerinnen

Cockpit-Tausch in der Switch-Zone

Eine zusätzliche Herausforderung in der Extreme E ist der Fahrerwechsel. Aus Sicherheitsgründen darf der/die erste Pilot:in die Gurte erst dann lösen, wenn das Fahrzeug zum Stillstand gekommen ist und sich in der Neutralstellung befindet. Dann müssen mindestens 45 Sekunden vergehen, bevor wieder in den Vorwärtsgang geschaltet werden darf. Am schnellsten gelang der Cockpit-Tausch beim Desert X Prix dem Team von Rosberg X Racing.

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