Extreme E

Zahlen, Daten, Fakten: Statistiken zum Energy X Prix 2022 der Extreme E in Uruguay

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

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Am vergangenen Wochenende hat die Elektro-Offroadserie Extreme E ihr Saisonfinale 2022 bestritten. Der Rennsieg ging erstmals in der Geschichte an ABT Cupra XE, während sich X44 Vida Carbon Racing, das Team von Lewis Hamilton, am Ende hauchdünn im Titelkampf gegen das zuvor ausgeschiedene Team Rosberg X Racing durchsetzen konnte. Wir haben den Energy X Prix 2022 genau unter die Lupe genommen und in einem ausführlichen Statistik-Artikel aufbereitet.

Unsere Analyse basiert auf den Daten, die die Extreme E nach dem Energy X Prix zur Verfügung gestellt hat. Das sind zwar - bedingt durch die geringe Rundenanzahl - deutlich weniger als beispielsweise bei der Formel E. Dennoch konnten wir einige interessante Schlüsse daraus ziehen.

Statistische Besonderheiten beim Energy X Prix

  • Veloce Racing wurde zum ersten Mal Sieger im Qualifying. Damit gewann erstmals überhaupt ein anderes Team als X44 und RXR die Qualifikation. In den neun Rennen der ersten beiden Saisons hatten ausschließlich die Teams von Lewis Hamilton und Nico Rosberg den Samstag für sich entscheiden können.
  • ABT Cupra XE gewann zum ersten Mal ein Rennen in der Extreme E.
  • Es war gleichzeitig das dritte Podium der Teamgeschichte. Damit hat ABT Cupra jeweils einmal auf jeder Stufe des Treppchens gestanden.
  • McLaren erzielte mit dem zweiten Platz das beste Ergebnis in der noch jungen Teamgeschichte. Zuvor waren Tanner Foust und Emma Gilmour bei ihren beiden Finalteilnahmen jeweils Fünfte geworden.
  • X44 Vida Carbon Racing erzielte im fünften Rennen das vierte Extreme-E-Podium in dieser Saison. Nur beim ersten Rennen des Island X Prix auf Sardinien haben Cristina Gutierrez und Sebastien Loeb nicht auf dem Treppchen gestanden.
  • Außerdem gewann das Team erst zum zweiten Mal die fünf Sonderpunkte für die "Continental Traction Challenge". Das erste Mal war dies 2021 beim Island X Prix der Fall gewesen.
  • Veloce Racing gelang mit seinem neuen Fahrer:innenduo der erste Finaleinzug seit dem Ocean X Prix 2021, also vor ziemlich genau 18 Monaten. Damals belegten Jamie Chadwick und Stephane Sarrazin am Ende sogar den zweiten Platz.
  • Damit haben in dieser Saison alle Teams der Elektroserie mindestens eine Finalteilnahme erzielt.
  • Veloce Racing erzielte zehn Punkte beim Saisonfinale - in den vier Rennen zuvor waren es nur insgesamt acht Zähler gewesen.
  • Zum ersten Mal seit dem Island X Prix 2021, also seit mehr als 13 Monaten, schaffte es das Team Acciona Sainz nicht ins Finale.

Sektor- & Rundenbestzeiten

Der "Continental Traction Challenge" genannte Streckenabschnitt, in dem sich das schnellste Team fünf zusätzliche Meisterschaftspunkte verdienen kann, wurde beim Energy X Prix erneut als separater Sektor mit eigener Zeitnahme zusätzlich zu den drei üblichen Streckensektoren gemessen. Auch dieses Mal gewann nicht das Team mit der schnellsten Einzelzeit in diesem Sektor, sondern es zählte die beste kumulierte Teamzeit.

In Uruguay hat sich X44 Vida Carbon Racing in dieser Rubrik durchgesetzt. Sebastien Loeb opferte im zweiten Qualifying dafür eine bessere Platzierung in seinem Heat-Rennen, um in diesem Sektor freie Fahrt zu haben und die Bestzeit zu erzielen. Sie brachte schließlich den Titel.

Insgesamt gab es wieder vier Streckenabschnitte. Die Sektoren-Bestzeiten teilten sich Nasser Al-Attiyah von ABT Cupra XE, Sebastien Loeb von X44 Vida Carbon Racing und Kevin Hansen von Veloce Racing. Die schnellste Runde beim Energy X Prix fuhr Al-Attiyah.

Rundenzeitvergleich innerhalb der Teams

Die Vergleiche der Rundenzeiten zwischen Fahrerinnen und Fahrern desselben Teams gestalten sich beim Energy X Prix deutlich einfacher als sonst, da die Pilot:innen aufgrund der recht kurzen Strecke je zwei Runden fuhren. Nach der zweiten Runde mussten sie in die Switch-Zone steuern, wo ein Tempolimit von 30 km/h galt, und das Cockpit für zwei weitere Runden an den/die Teamkolleg:in übergeben. Daher haben wir die Sektorbestzeiten der Fahrer:innen addiert.

Die Zahlen ergeben, dass in Uruguay lediglich Mikaela Ahlin-Kottulinsky schneller war als ihr Teamkollege, der jedoch - genau wie Fraser McConnell im JBXE-Boliden - am gesamten Rennwochenende nur einen einzigen Stint, also zwei Runden fahren konnte. Die Positionen 1 bis 7 belegen männliche Piloten. Im Durchschnitt fuhren die Männer eine Bestzeit von 2:05.976 Minuten, die Frauen 2:08.953 Minuten.

Cockpit-Tausch in der Switch-Zone

Eine zusätzliche Herausforderung in der Extreme E ist der Fahrer:innenwechsel. Aus Sicherheitsgründen darf der/die erste Pilot:in die Sicherheitsgurte erst dann lösen, wenn das Fahrzeug zum Stillstand gekommen ist und sich in der Neutralstellung befindet. Dann müssen mindestens 45 Sekunden vergehen, bevor wieder in den Vorwärtsgang geschaltet werden darf. Am schnellsten gelang der Cockpit-Tausch beim Energy X Prix dem Team von McLaren XE.

Geschlechter-Ranking

Wer waren jeweils die schnellsten Männer und die schnellsten Frauen beim Energy X Prix? Anhand der persönlichen besten Sektorzeiten haben wir eine Gesamtrundenzeit ermittelt. Bei den Piloten war Kevin Hansen (Veloce Racing) nicht zu schlagen, während Cristina Gutierrez (X44 Vida Carbon Racing) die schnellste Dame in Uruguay war.

Etwas überraschend: Vorjahresmeister Johan Kristoffersson liegt abgeschlagen auf dem letzten Platz, was jedoch der Tatsache geschuldet ist, dass er lediglich einmal am Rennwochenende im Auto Platz nehmen konnte. Gleiches trifft auch auf JBXE-Neuzugang Fraser McConnell zu. Ein anderer Debütant, RJ Anderson für Chip Ganassi, war direkt zur Stelle und der drittschnellste Mann in Punta del Este.

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