Extreme E

Zahlen, Daten, Fakten: Statistiken zum Hydro X Prix 2023 der Extreme E in Schottland

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Am vergangenen Wochenende hat die Elektro-Offroadserie Extreme E ihren zweiten X Prix im Jahr 2023 bestritten. Da die Events in diesem Jahr als "Double-Header" ausgetragen werden, gab es zwei Rennsieger: X44 Vida Carbon und Veloce Racing konnten sich in der Nähe der Ortschaft Sanquhar im Süden Schottlands durchsetzen. Wir haben den Hydro X Prix 2023 genau unter die Lupe genommen und alle interessanten Statistiken aufbereitet.

Statistische Besonderheiten beim Hydro X Prix

  • X44 Vida Carbon Racing gewann am Samstag zum dritten Mal ein Rennen in der Extreme E.
  • Am Sonntag feierte Veloce Racing seinen zweiten Rennsieg in der Extreme-E-Geschichte.
  • Die schwarze Serie für Rosberg X Racing ging hingegen weiter: Das Team blieb saisonübergreifend zum sechsten Mal in Folge ohne Sieg. Von den acht Rennen zuvor hatte das Team noch fünf Läufe gewonnen.
  • Andretti erzielte das fünfte Podium in der Geschichte des Teams.
  • Carl Cox Racing holte beim Hydro X Prix mit dem dritten Platz am Samstag das erste Podium in seinem erst dritten Rennen.
  • Für McLaren war der zweite Platz am Sonntag das zweite Mal, dass das Team an der Siegerehrung teilnehmen durfte. Zuvor war dies nur beim Energy X Prix 2022 in Punta del Este der Fall gewesen.
  • Chip Ganassi Racing erzielte am Sonntag sein zweites Extreme-E-Podium. Zuvor hatte das Team lediglich beim Island X Prix 2022 an der Siegerehrung teilgenommen, damals sogar als Sieger.
  • Rosberg X Racing und Chip Ganassi Racing erreichten am Sonntag zum vierten Mal im vierten Saisonrennen das Finale.
  • JBXE hingegen ist als einziges Team noch ohne Finalteilnahme in dieser Saison.
  • Acciona Sainz gewann am Samstag zum zweiten Mal nach dem Saisonauftakt die "Continental Traction Challenge". Für Veloce Racing war es am Sonntag der erste Sieg in dieser Wertung.

Continental Traction Challenge

Der "Continental Traction Challenge" genannte Streckenabschnitt, in dem sich das schnellste Team pro Renntag zwei zusätzliche Meisterschaftspunkte verdienen kann, wurde beim Hydro X Prix erneut als separater Sektor mit eigener Zeitnahme zusätzlich zu den drei üblichen Streckensektoren gemessen. Wie bereits in der Vorsaison gewann nicht das Team mit der schnellsten Einzelzeit in diesem Sektor, sondern es zählte die beste kumulierte Teamzeit von Fahrerin und Fahrer.

In Schottland haben sich am Samstag Acciona Sainz und am Sonntag Veloce Racing in dieser Rubrik durchgesetzt. Die schnellste Einzelzeit im Sonderabschnitt fuhr dabei Veloce-Pilot Kevin Hansen, knapp vor Acciona-Sainz-Fahrer Mattias Ekström.

Sektor- & Rundenbestzeiten

Die regulären Sektoren-Bestzeiten gingen an Mattias Ekström von Acciona Sainz, Fraser McConnell von X44 und Kevin Hansen von Veloce Racing. Die insgesamt schnellste Runde beim Hydro X Prix fuhr jedoch Timmy Hansen von Andretti Altawkilat. Alle Bestzeiten wurden dabei am Samstag aufgestellt - die Strecke war am zweiten Renntag aufgrund des Regens deutlich langsamer als am Samstag.

Die Bestzeiten im ersten Streckenabschnitt wurden ausschließlich in der Runde ohne Fahrer:innen-Wechsel erzielt: Die Fahrt durch die "Switch-Zone" war mit dem dort geltenden Tempolimit von 30 km/h deutlich langsamer als der etwas weitere Weg über die Rennstrecke.

Rundenzeitvergleich innerhalb der Teams

Die Vergleiche der Rundenzeiten zwischen Fahrerinnen und Fahrern desselben Teams gestalten sich beim Hydro X Prix deutlich einfacher als sonst, da alle Pilot:innen aufgrund der recht kurzen Strecke je zwei Runden fuhren. Nach der zweiten Runde mussten sie in die Switch-Zone steuern, wo ein Tempolimit von 30 km/h galt. Daher haben wir die Sektorbestzeiten der Fahrer:innen addiert.

Die Zahlen ergeben, dass in Schottland keine Frau schneller war als ihr männlicher Teamkollege. Lediglich Cristina Gutierrez kam bis auf wenige Sekundenbruchteile an ihren Teamkollegen Fraser McConnell heran. Gutierrez war dabei die mit Abstand schnellste Fahrerin. Die Positionen 1 bis 6 belegten männliche Piloten. Im Durchschnitt fuhren die Männer eine Bestzeit von 1:56.542 Minuten, die Frauen 2:00.960 Minuten.

Die größte Lücke klaffte bei Carl Cox Motorsport zwischen Timo Scheider und Christine GZ, die auch die Langsamte aller 20 Fahrer:innen war. Nasser Al-Attiyah und Klara Andersson von ABT Cupra wurde zum Verhängnis, dass sie am Samstag aufgrund von Unfällen keine einzige Runde fahren konnten und die Strecke aufgrund des Regens am Sonntag deutlich langsamer war.

Geschlechter-Ranking

Wer waren jeweils die schnellsten Männer und die schnellsten Frauen beim Hydro X Prix? Anhand der persönlichen besten Sektorzeiten haben wir eine Gesamtrundenzeit ermittelt. Bei den Piloten war Mattias Ekström (Acciona Sainz) nicht zu schlagen, während Cristina Gutierrez (X44 Vida Carbon Racing) die schnellste Frau in Schottland war.

Ranking Fahrer

Ranking Fahrerinnen

Cockpit-Tausch in der Switch-Zone

Eine zusätzliche Herausforderung in der Extreme E ist der Fahrer:innenwechsel. Aus Sicherheitsgründen darf der/die erste Pilot:in die Sicherheitsgurte erst dann lösen, wenn das Fahrzeug zum Stillstand gekommen ist und sich in der Neutralstellung befindet. Dann müssen mindestens 45 Sekunden vergehen, bevor wieder in den Vorwärtsgang geschaltet werden darf. Am schnellsten gelang der Cockpit-Tausch beim Hydro X Prix erneut dem Team von Veloce Racing, jedoch lagen acht von zehn Teams im Bereich von etwas mehr als einer Sekunde Differenz.

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