Teams & Fahrer der Extreme E

Historie der Extreme-E-Teams

Ursprünglich sollten in der ersten Extreme-E-Saison zwölf Teams an den Start gehen. Im April 2020 korrigierte CEO Alejandro Agag dieses Ziel nach unten und erklärte, dass die Serie mit acht Teams in die erste Saison starten wolle. Im Oktober desselben Jahres kam überraschend noch ein neunter Rennstall hinzu. Inzwischen sind alle Teilnehmer für die Debütsaison bestätigt: ABT Cupra XE, HWA Racelab, Veloce Racing, Acciona Sainz XE Team (vormals QEV Technologies), Andretti United Extreme E, Chip Ganassi Racing, Team X44 und Rosberg Xtreme Racing. Auch Techeetah wird nach wie vor offiziell als Team aufgeführt. Eine Teilnahme des indonesischen Rennstalls ist jedoch unwahrscheinlich.

Als erstes Team schrieb sich im Mai 2019 eigentlich Venturi ein. Die Monegassen, die seit Beginn an in der Formel E aktiv sind, zogen sich jedoch im September 2020 still und heimlich zurück und gaben ihren Platz wieder frei. Als zweiter Rennstall schrieb sich die Kemptener Tuning-Schmiede des VW-Konzerns, ABT Sportsline, in die Extreme E ein. Mit dem späteren Einstieg von Partner Cupra gab sich das Team schließlich den Namen ABT Cupra XE. Das zweite deutsche Team, HWA Racelab, zog sich Mitte Dezember 2020 überraschend vorzeitig aus der Extreme E zurück.

Veloce Racing kommt eigentlich aus dem E-Sports-Bereich. Unterstützt wird die französische Unternehmung von Formel-E-Doppelmeister Jean-Eric Vergne und Adrian Newey - Technik-Guru des Formel-1-Rennstalls Red Bull Racing und Vater von Rennfahrer Harrison Newey. Letzterer tritt seinerseits als Direktor Geschäftsentwicklung an. Das Management-Team von Veloce umspannt zudem Daniel Bailey (Kaufmännischer Leiter), Jack Clarke (Marketing-Direktor), Rupert Svendsen-Cook (Sportdirektor) und Carl Gurdjian (Pressechef).

Im März 2020 trat die spanische Firma QEV Technologies der Elektroserie bei. QEV ist spezialisiert auf Entwicklungsthemen in der Elektromobilität, insbesondere auf E-Antriebe für Hypercars, Busse und Motorsport. Durch die Tochterfirma Campos Racing hat QEV seit Ende 2014 eine Verbindung zur Formel E, denn in Saison 1 führte die Mannschaft das operative Geschäft an der Rennstrecke für China Racing/NextEV durch. Anschließend arbeitete Campos bis Sommer 2019 mit Mahindra zusammen und kehrte danach zum mittlerweile umbenannten Team Nio 333 zurück. Im Zuge der Fahrerbekanntgabe benannte sich der Rennstall letztlich in Acciona | Sainz XE Team um.

Rund einen Monat später schrieb sich Andretti Autosport für die Extreme E ein. Die US-Amerikaner bringen als Formel-E-Rennstall der ersten Stunde ebenfalls viel Erfahrung im elektrischen Motorsport mit und können gleichzeitig auf Offroad-Erfahrung aus der amerikanischen Rallycross-Meisterschaft zurückgreifen. Im Sommer 2020 tat sich das Team mit dem britischen Rennstall United Autosport zusammen und wird in der Offroad-Serie folglich als Andretti United Extreme E antreten. Nur zwei Wochen nach Andretti verpflichtete sich auch der zweite US-amerikanische Traditionsrennstall, Chip Ganassi Racing, in der Extreme E zu fahren. Das Team wird geführt von Unternehmer und Ex-Rennfahrer Chip Ganassi und hat sich in der Vergangenheit mit acht Siegen bei den 24 Stunden von Daytona und vier Le-Mans-Erfolgen einen Namen gemacht.

Im September 2020 wurden gleich zwei neue Teams vorgestellt. Techeetah XE, ebenfalls ein bekannter Name aus der Formel E, nahm den Platz von Venturi ein. Im Gegensatz zum chinesischen Formel-E-Rennstall hat die Extreme-E-Mannschaft - ebenfalls unter der Leitung von Teamchef Mark Preston - ihren Sitz in Indonesien. Drei Wochen vor Saisonstart gab das Team jedoch seinen Rückzug bekannt. Team X44, gegründet vom siebenmaligen Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton, stieg ebenfalls überraschend in die Extreme E ein. Der Name des Teams ist angelehnt an die Startnummer 44, die Hamilton seit vielen Jahren im Rennsport trägt. Der Brite wird den Rennbuggy "Odyssey 21" zwar nicht selbst pilotieren, wohl aber als Gründer an der Rennstrecke die Verantwortung übernehmen.

Am 22. Oktober 2020 kündigte außerdem der ehemalige Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg an, mit seinem eigenen Team Rosberg Xtreme Racing in der Extreme E an den Start zu gehen. Als Gründer und CEO ist er wie sein ehemaliger Mercedes-F1-Teamkollege Hamilton jedoch nur im Hintergrund aktiv und übernimmt nicht selbst das Steuer. Kurz vor dem Jahreswechsel schrieb sich zeitgleich mit dem HWA-Ausstieg noch das "Hispano Suiza Xite Energy Team" in die Serie ein, und am 25. Januar 2021 gab die Extreme E überraschend einen weiteren Neuling bekannt: Der Formel-1-Weltmeister von 2009, Jenson Button, bekannte sich mit seinem eigenen Rennstall JBXE Racing zur Extreme E.

Historie der Extreme-E-Fahrer:innen

Chip Ganassi Racing war im Sommer 2020 der erste Rennstall, der zwei Fahrer unter Vertrag nahm und bekannt gab: In Saison 1 werden sich Sara Price und Kyle LeDuc das Cockpit des US-Teams teilen. Anschließend verkündete ABT Cupra, Mattias Ekström als männlichen Piloten zu verpflichten, einige Monate später folgte die Vertragsunterzeichnung der Deutschen Claudia Hürtgen. Ende September zog Andretti United nach und gab Timmy Hansen und Catie Munnings als Fahrerpaarung bekannt.

Zum Jahresende 2020 hin stellten gleich mehrere Teams ihre Fahrer vor: Veloce Racing verpflichtete im November Jamie Chadwick. Im Januar verkündete das Team zudem die Verpflichtung des ehemaligen Formel-E-Fahrers Stephane Sarrazin. Johan Kristoffersson und Molly Taylor gehen für Rosberg Xtreme Racing an den Start, Rallye-Legende Sebastian Loeb und Nachwuchsfahrerin Cristina Gutierrez für das Team X44 von Lewis Hamilton. Das Acciona Sainz XE Team startet mit Carlos Sainz sr. und Laia Sanz.

Das "Hispano Suiza Xite Energy Team" präsentierte Mitte Dezember seine Fahrerpaarung aus Oliver Bennett und Christine Giampaoli Zonca. Ende Januar 2021 gab zudem Jenson Button bekannt, als Fahrer in der Extreme E anzutreten. Gut drei Wochen vor dem Saisonauftakt verpflichtete der Brite außerdem Mikaela Ahlin-Kottulinsky als seine Co-Pilotin und komplettierte somit das Fahrerfeld für die Debütsaison.

Drivers' Programme der Extreme E

Wie einst die Formel E setzte auch die Extreme E in ihrer Anfangszeit auf ein sogenanntes Drivers' Programme (Drivers' Club in der Formel E), bei dem sich Rennfahrer bewerben konnten, die grundsätzlich Interesse hatten, in der Serie anzutreten. Dieser Fahrer-Pool sollte es den Teams leichter machen, mit Piloten in Vertragsverhandlungen zu treten und letztlich zu verpflichten. Einige weltbekannte Piloten schrieben sich ein - manche davon bekannt aus der Formel E. Am Ende bedienten sich allerdings nur wenige Teams aus dem Fahrer-Pool.

Mitglieder des "Drivers' Programme" der Extreme E

  • Nelson Piquet jr.
  • Lucas di Grassi
  • Daniel Abt
  • Andre Lotterer
  • Antonio Felix da Costa
  • Jerome d'Ambrosio
  • Oliver Turvey
  • Sam Bird
  • Timo Scheider
  • Bruno Senna
  • Loic Duval
  • Karun Chandhok
  • Katherine Legge
  • Simona de Silvestro
  • Billy Monger
  • James Rossiter
  • Kevin Hansen
  • Sacha Prost
  • Sam Sunderland
  • Krisztian Szabo
  • Zoltan Bessenyey
  • Andreas Bakkerud
  • Chris Ingram