Berlin E-Prix (2/6): Alle Strafen im Überblick

Auch beim zweiten Rennen auf dem Rückwärts-Layout des Kurses in Berlin-Tempelhof sind die Rennkommissare der Formel E dafür zuständig, die Einhaltung der Regeln zu überwachen. Im Falle eines Verstoßes gegen das Technische oder Sportliche Reglement sprechen sie dann Strafen aus. In diesem Artikel findest du eine Auflistung aller Entscheidungen der Rennleitung im Rahmen des zweiten Rennens beim Berlin E-Prix 2020.

Strafen im Vorfeld von Lauf 2 des Berlin E-Prix

  • BMW-Fahrer Alexander Sims muss in der Startaufstellung 20 Plätze nach hinten, da an seinem Fahrzeug die Batterie gewechselt wurde.

Strafen im Freien Training

  • Jerome d'Ambrosio muss eine Geldstrafe von 1.100 Euro bezahlen, da er in der Boxengasse zu schnell war. Die Rennkommissare hatten in der Nacht das Tempolimit von 50 auf 35 km/h heruntergesetzt. D'Ambrosio ist mit 46 km/h "geblitzt" worden.
  • Auch am Meisterschaftsführenden scheint diese Information vorbeigegangen zu sein: Antonio Felix da Costa wurde mit 44 km/h in der Boxengasse erwischt, was eine Geldstrafe von 900 Euro nach sich zieht.
  • Ebenfalls mit 44 km/h in der Boxengasse wurde Alex Lynn gemessen. Auch ihn kostet das Vergehen 900 Euro.
  • Etwas teurer wird es für Daniel Abt: Sein Nio-Team ließ einen Gegenstand auf dem Fahrzeug liegen, als Abt auf die Strecke geschickt wurde. Abt verlor den Gegenstand, der in der zweiten Kurve auf die Strecke fiel. Die Rennkommissare belegten das Team wegen einer unsicheren Freigabe mit einer Strafe von 2.500 Euro.
  • Doppelt hält besser: Antonio Felix da Costa fuhr noch ein zweites Mal zu schnell in der Boxengasse. Der neue "Geschwindigkeitsrekord" von 49 km/h kostet ihn 1.400 Euro.

Strafen im und nach dem Qualifying

  • Da Alexander Sims von Startplatz 15 aus keine 20 Plätze nach hinten versetzt werden konnte, wurde er auf den letzten Platz zurückversetzt und erhielt für das Rennen eine Durchfahrtsstrafe.

Strafen im und nach dem Rennen

  • James Calado erhielt eine Durchfahrtsstrafe wegen eines Verstoßes gegen den "Battery Software Implementation Guide". Dieser regelt unter anderem die maximale Rekuperation bei fast vollständig geladener Batterie.
  • Maximilian Günther erhielt eine Zeitstrafe von fünf Sekunden, da er eine Kollision mit Sam Bird verursacht hatte. Diese blieb jedoch ohne Auswirkung, da Günther sein Auto infolge dieser Kollision ohnehin an der Box abstellen musste.
  • Jerome d'Ambrosio wurde disqualifiziert, da er mehr als die maximal erlaubte Energiemenge verbraucht hatte. Die nutzbare Menge war aufgrund der Full-Course-Yellow-Phase, die nach der Kollision zwischen Bird und Günther ausgerufen wurde, von 52 auf 50 kWh reduziert worden.
  • Nyck de Vries muss 5.000 Euro bezahlen, da er ohne die Erlaubnis des Renndirektors aus dem Auto stieg, um seinen havarierten Mercedes von der Strecke zu schieben. Kurz zuvor war er mit einem technischen Problem stehen geblieben.
  • Zusätzlich erhielt Nyck de Vries eine Rückversetzungsstrafe um fünf Plätze in der Startaufstellung des anstehenden Samstagsrennens für die Tatsache, dass er über die Strecke lief, um sein Auto zu schieben, und somit für eine "gefährliche Situation" in Kurve 2 sorgte.
von Tobias Wirtz 

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