Formel E: Jakarta lehnt Streckenpläne ab

Das Rennen gegen die Zeit läuft: Nachdem schwere Überschwemmungen zum Jahreswechsel für politischen Gegenwind sorgten, muss die Formel E in Jakarta nun kurzfristig eine neue Streckenführung finden. Wie das regionale Nachrichtenmedium 'Detik' am Donnerstag berichtete, wurden die ursprünglichen Pläne für den Kurs um das Nationaldenkmal Indonesiens vom Ministerium der Staatssekretäre abgelehnt.

Die geplante Strecke liege demnach zu nah am "kulturell schutzwürdigen" Denkmal, weshalb sich die Elektroserie nun in Jakarta umorientieren muss. "Wir müssen das diskutieren und finalisieren derzeit einige Alternativ-Optionen", lässt sich ein Sprecher des Veranstalters zitieren. Zu den wichtigsten Gründen für die Ablehnung zählt offenbar der temporäre Asphalt, den die Formel E auf dem Platz um das Denkmal verlegen müsste. Eine offizielle Mitteilung, dass die Strecke kein "grünes Licht" bekomme, soll laut der 'Jakarta Post' in den nächsten Tagen versendet werden.

Die Zeit für die Suche nach einer neuen Location ist denkbar knapp: Das Rennen soll bereits in vier Monaten - am 6. Juni 2020 - stattfinden. Schafft es die Formel E nicht rechtzeitig, Alternativen für Jakarta zu finden, könnten laut 'The Race' womöglich die E-Prix in Berlin und New York zu einem "Double Header"-Event aufgestockt werden, um den Rennkalender bei 14 Events zu halten. Ähnliche Überlegungen gebe es derzeit auch für den vorübergehend abgesagten Sanya E-Prix. So wäre es denkbar, dass sowohl in Deutschland als auch in den USA zwei Rennen an einem Wochenende stattfinden würden.

von Tobias Bluhm 

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