Mindestzeit beim Boxenstopp wird abgeschafft

Um den Fahrzeugwechsel im Rennen sicher zu gestalten, gab es bisher immer eine festgelegte Mindestzeit (für jede Rennstrecke individuell), die ein Formel-E-Fahrer für den Autowechsel in der Boxengasse verbringen musste. Es sollte verhindert werden, dass Fahrer und Teams Risiken eingehen, um Zeit zu sparen, und zum Beispiel die Sicherheitsgurte nicht richtig anlegen. Diese Regelung wird mit sofortiger Wirkung ab dem Marrakesch E-Prix aufgehoben.

Die Fahrer reagierten darauf sehr unterschiedlich. "Für die Spannung im Rennen bei den Fans macht das durchaus Sinn", sagt Sam Bird gegenüber 'Autosport.com'. Dadurch könnten aber neue Sicherheitslücken entstehen, die den Sport unnötig gefährlich machen. "Es gibt nichts, was die Fahrer daran hindert, die unteren Gurte nicht zu schließen, um Zeit zu gewinnen. Wenn das passiert, wird es gefährlich", so der Brite weiter.

Der amtierende Formel-E-Meister Lucas di Grassi hat ebenfalls seine Zweifel: "Wenn sie eine solche Veränderung vornehmen, sollte es vor Saisonbeginn passieren, damit die Teams eine Chance haben, die Boxenstopps entsprechend darauf vorzubereiten. Das ist ein Risiko für alle, und es wird in Marrakesch vieles komplizierter machen, so viel ist sicher."

Durch die Regeländerung dürften die Fahrzeugwechsel ab dem Marrakesch E-Prix an Spannung gewinnen. Die Startampel wird am Samstag um 17 Uhr deutscher Zeit ausgehen. Das Rennen überträgt Eurosport live, wir begleiten wie immer live im Ticker.

von Svenja König 

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