London erteilt Erlaubnis für Formel-E-Rennen

Rund zehn Monate vor dem Finalrennen der Formel-E-Saison 2019/20 hat die Bezirksverwaltung des Londoner Bezirks Newham "grünes Licht" für die Austragung des E-Prix im ExCeL-Centre gegeben. Am vergangenen Mittwoch hatte sich das Verwaltungsorgan des 350.000-Einwohner Stadtteils getroffen und über das geplante Rennen beraten.

Zuvor hatte sich ein Anwohner über den angeblich zu erwartenden Lärm beschwert - obwohl Formel-E-Autos mit einer Lautstärke von 80 Dezibel nur geringfügig lauter als ein Linienbus sind. Ratsmitglied Rachel Tripp bezweifelte zudem in einem gemeinsamen Antrag mit Labour-Parteikollege Mas Patel den Zusammenhang zwischen Elektrofahrzeugen im ExCeL-Centre und dem Bewerben von Nachhaltigkeit.

"Das Ziel ist es zu zeigen, dass Elektrofahrzeuge keine 'Milk Floats' sind, sondern sexy und aufregend sein können", verteidigte Formel-E-Pressesprecher Sam Mallinson bei der Sitzung laut 'Newham Recorder' die Pläne für den E-Prix. Milk Floats sind in Großbritannien elektrische Milchlieferservice-Fahrzeuge, die von Kritikern der Formel E oft zum Vergleich herangezogen werden. "Wir wissen, dass das letzte Rennen im Battersea Park kein ideales Szenario war", erklärte Mallinson weiter, "aber wir haben viel aus diesen Erfahrungen gelernt und uns entschieden, dass ein Park nicht der richtige Ort ist, an dem die Formel E wachsen kann. Der einzige Platz, an dem das geht, ist ein Gelände wie das ExCeL."

"Die Formel E wäre ein fantastisches Event für die Gemeinde von Newham", argumentierte auch David Miles, der Finanzchef des ExCeL-Messegeländes. "Noch dazu würde das Event den Royal Docks vor den Augen eines globalen TV-Publikums große Aufmerksamkeit bringen."

Die Bezirksverwaltung sprach sich schließlich für das Formel-E-Rennen im ExCeL aus und erteilte der Elektroserie damit die Freigabe, mit den Planungen des Events fortzufahren. Der London E-Prix, der als "Double-Header" das Finale der anstehenden sechsten Formel-E-Saison bilden soll, ist für den 25. und 26. Juli 2020 angesetzt.

von Tobias Bluhm 

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