Marrakesch: Geldstrafen & Verwarnungen

Vor dem Rennstart der Formel E in Marrakesch haben die Rennkommissare diverse Strafen ausgesprochen. Neben der Grid-Strafe für Antonio Felix da Costa handelte es sich jedoch ausschließlich um Geldstrafen oder Verwarnungen.

Den Anfang machte dabei Neueinsteiger HWA: Das Team öffnete bereits um 6:18 Uhr am Morgen das Tor der Garage und verstieß damit gegen Paragraph 24.16 des Sportlichen Reglements. Die Garage muss demnach von 23:00 Uhr bis 6:30 Uhr geschlossen bleiben. Da jedoch keine Arbeiten an den Fahrzeugen vorgenommen wurden, drückten die Rennkommissare ein Auge zu und beließen es bei 5.000 Euro Strafe.

Bereits nach dem 1. Freien Training gab es eine 1.000-Euro-Geldstrafe für Jose Maria Lopez, Tom Dillmann, Oliver Turvey, Andre Lotterer und Jerome d'Ambrosio, weil die Teams die Vorgaben von Batteriehersteller McLaren Applied Technologies nicht berücksichtigt hatten. Aus demselben Grund hatte es bereits beim Saisonauftakt in Diriyya Strafen gegeben - unter anderem Durchfahrtsstrafen gegen die beiden in Führung liegenden DS Techeetah von Lotterer und Jean-Eric Vergne.

Die HWA-Piloten Gary Paffett und Stoffel Vandoorne erhielten jeweils ihre erste Verwarnung, da sie während des Full-Course-Yellow-Tests 52 statt den erlaubten 50 km/h fuhren. Vergne wurde mit 59 km/h und Mitch Evans gar mit 75 km/h "geblitzt" - beide wurden ebenfalls verwarnt. Weitere Verwarnungen gab es gegen BMW-Pilot Alexander Sims und Nissan-Fahrer Oliver Rowland, da sie gelbe Flaggen im 1. Freien Training missachteten.

Auch Oliver Turvey wurde verwarnt: Er schaltete im Qualifying in den 250-kW-Modus, obwohl er sich noch nicht im dritten Streckensektor befand. Einer Strafversetzung entging er nur deshalb, weil er lediglich 0,9 Sekunden vor dem Passieren der Sektorlinie auf die Maximalleistung schaltete.

Zahlen musste hingegen Mahindra, weil bei Pascal Wehrlein der LED-Streifen am Halo-System nicht wie vorgeschrieben funktionierte. 1.000 Euro wandern von den Indern auf das Konto der FIA. Auch Dragon ist um 1.000 Euro ärmer, weil Max Günther und Jose Maria Lopez 19 Minuten zu spät zur obligatorischen Autogrammstunde kamen.

von Tobias Wirtz 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Oliver Turvey nach Nio-Test optimistisch: "Definitiv ein Schritt nach vorn"

Nio zählt in der Formel E seit mehreren Jahren zu den Hinterbänkler-Teams. Auch nach der Übernahme des chinesischen Rennstalls durch neue Eigentümer im Sommer 2020 kämpften Oliver Turvey, Ma Qing Hua und Daniel Abt in der vergangenen Saison ...


von Tobias Bluhm

Galerie: Extreme-E-Teams präsentieren Fahrzeuglackierungen für 2021

Der Countdown bis zum Start in die erste Saison der Formel-E-Schwesterserie Extreme E läuft: Im Rahmen eines virtuellen Launch-Events am Dienstagnachmittag stellten alle Rennställe ihre geplanten Fahrzeuglackierungen für 2021 vor. Erstmals präsentierten dabei auch die ehemaligen Formel-1-Rivalen Lewis ...


von Tobias Bluhm

Argentinien statt Nepal, Saisonstart im März: Extreme E veröffentlicht neuen Rennkalender

Die neue Offroad-Elektrorennserie Extreme E hat ihm Rahmen ihres digitalen "Global Launch" einen überarbeiteten Rennkalender vorgestellt. Das ursprünglich geplante Himalaya-Rennen in Nepal wurde durch ein Rennen in Argentinien zum Saisonabschluss ersetzt. Außerdem hat die Serie den Auftakt zur Debütsaison, der ...


von Timo Pape