Ferrari ist erster MotoE-Weltcup-Sieger

Matteo Ferrari hat sich am vergangenen Wochenende in Valencia zum ersten MotoE-Weltcup-Sieger gekürt. Dem Italiener genügte im finalen Lauf ein fünfter Platz, um sich den Titel zu sichern. Der Brasilianer Eric Granado gewann beide Rennen im spanischen Valencia und erreichte so noch den dritten Gesamtrang.

Im ersten Lauf am Samstag verkürzte Ferraris erster Verfolger Hector Garzo seinen Rückstand auf den Italiener mit einem zweiten Platz auf zwölf Punkte. Doch noch vor dem finalen Rennen strich ihn der Veranstalter nachträglich aus der Wertung, da der vorgeschriebene Reifendruck an Garzos Motorrad unterschritten worden war. Nach dieser Disqualifikation hätte nur noch Bradley Smith dem Spitzenreiter Ferrari gefährlich werden können. Smith wurde am Ende Zweiter und damit Vizemeister, während Ferrari als Fünfter einen 11-Punkte-Vorsprung ins Ziel brachte.

In der ersten Saison der elektrischen Motorrad-Serie MotoE wurden insgesamt sechs Rennen an vier Wochenenden ausgetragen. Die ersten beiden Rennen hätten eigentlich in Jerez und Le Mans stattfinden sollen, musste aber nach einem Fahrerlagerbrand abgesagt werden, da alle Elektro-Räder neu aufgebaut werden mussten und der Zeitplan nicht eingehalten werden konnte. So fand das Debütrennen Anfang Juli am Sachsenring statt. Weitere Stationen waren Spielberg, Misano und Valencia. In San Marino und Spanien fuhr die Elektroserie jeweils zwei Rennen.

Auch in der kommenden Saison wird die MotoE sechs Rennen austragen. Dabei stehen Jerez, Le Mans, Assen, Spielberg und ein "Double-Header" in Misano im Kalender. Kritik erntete die Serie unter anderem für die kurzen Renndistanzen: Mit einer Batteriekapazität von 20 kWh gingen die Läufe nur über etwa fünf bis sieben Runden, wodurch die MotoE nur auf Renndistanzen von unter 30 Kilometern kam. Meister Matteo Ferrari wird auch in der kommenden Saison für das Team Trentino Gresini in der MotoE an de Start gehen.

von Svenja König 

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