Mexico City E-Prix: Alle Strafen im Überblick

Die Rennkommissare der Formel E sind auch in Mexiko dafür zuständig, über die Einhaltung sämtlicher Regeln zu wachen. Bei festgestellten Verstößen gegen das Technische oder das Sportliche Reglement müssen sie das Strafmaß festlegen. In diesem Artikel findest du eine Auflistung aller Entscheidungen der Rennleitung im Rahmen des Mexico City E-Prix 2020.

Strafen vor und nach dem Shakedown am Freitag

  • Virgin Racing wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.500 Euro verurteilt. Der kurios anmutende Grund: Ein Teammitglied führte am Donnerstag, während die Aufbauarbeiten noch liefen, einen unauthorisierten Trackwalk durch und postete im Anschluss ein Video auf Social Media.
  • Jerome d'Ambrosio wurde in der Startaufstellung um 40 Plätze nach hinten versetzt, da beide für die Saison zur Verfügung stehenden Getriebe ausgewechselt wurden.
  • Pascal Wehrlein erhielt die gleiche Strafe, da auch bei ihm zwei Getriebewechsel durchgeführt wurden.
  • Ma Qing Hua fuhr im Shakedown mit einer Leistung von 123,04 kW. Da wie immer nur maximal 110 kW erlaubt waren, wurde Nio 333 mit einer Geldstrafe von 1.000 Euro belegt.

Strafen nach dem Freien Training

  • Beim Jaguar von James Calado entsprach die Rekuperation nicht den Vorgaben von Batteriehersteller McLaren. Jaguar muss daher eine Geldstrafe von 1.500 Euro bezahlen.
  • Felipe Massa verwendete bei einem Run zweimal mehr als 200 kW. Auch hier sprachen die Rennkommissare eine Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro aus.
  • Maximilian Günther verwendete bei einem Run sogar viermal mehr als 200 kW. Für BMW fiel die Geldstrafe mit 2.000 Euro entsprechend höher aus.
  • Felipe Massa wurde im 2. Freien Training mit 58 km/h in der Boxengasse "geblitzt" - erlaubt waren lediglich 50 km/h. Dies zog eine Geldstrafe von 800 Euro nach sich.
  • Edoardo Mortara verwendete mehr als 200 kW, obwohl er weder im "Attack-Mode" noch im "Qualifying-Mode" war. Er erhielt daher eine Geldstrafe von 1.000 Euro.
  • Mitch Evans erhielt eine Verwarnung, weil er die "Track Limits" in Kurve 16 missachtete.

Strafen nach dem Qualifying

  • Beim Mercedes von Nyck de Vries wurden die Vorgaben von Batteriehersteller McLaren nicht eingehalten und die minimale Batterietemperatur unterschritten. Das Team muss daher eine Geldstrafe von 1.500 Euro bezahlen. Der gleiche Fehler war Mercedes bereits in Santiago unterlaufen. De Vries erhielt damals jedoch eine Zeitstrafe von fünf Sekunden, da sich der Vorfall im Rennen ereignete. Dies kostete de Vries damals den dritten Platz.
  • Jerome d'Ambrosio erhielt eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe, da seine Rückversetzung um 40 Positionen (siehe oben) nur zum Teil erfolgen konnte. Von Startplatz 14 aus blieben mehr als 20 Positionen übrig, was laut Reglement diese Strafe zur Folge hat.
  • Pascal Wehrlein erhielt eine Durchfahrtsstrafe, da seine Rückversetzung um 40 Positionen (siehe oben) ebenfalls nur zum Teil erfolgen konnte. Von Startplatz 3 aus blieben jedoch weniger als 20 Positionen übrig, womit seine Strafe laut Reglement geringer ausfällt als bei seinem Teamkollegen.

Strafen im und nach dem Rennen

  • Ma Qing Hua erhielt während des Rennens eine Durchfahrtsstrafe, da die aus seiner Batterie abgegebene Leistung nicht dem entsprach, was bei der Homologation des Strompedals im Vorfeld der Saison vom Team angegeben wurde. Die Formel E will so verhindern, dass elektronische Fahrhilfen, wie zum Beispiel eine Traktionskontrolle, eingesetzt werden.
  • Auch Neel Jani erhielt während des Rennens eine Durchfahrtsstrafe aufgrund des gleichen Vergehens.
  • James Calado wurde disqualifiziert, weil er zu viel Energie verbrauchte. Er beendete das Rennen auf Platz 9, sodass die beiden Mahindra-Piloten aufrückten und jeweils einen zusätzlichen Punkt erzielten.
  • Robin Frijns wurde ebenfalls disqualifiziert, da er zweimal mehr als 200 kW Energie ohne aktivierten Attack-Mode und mehr als 235 kW bei aktiviertem Attack-Mode verwendete.
von Tobias Wirtz 

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