Müller: Formel E & DTM parallel "machbar"

Nico Müller leistet als Ersatzpilot beim deutschen Formel-E-Team Audi Sport ABT Schaeffler seit 2018 wertvolle Entwicklungsarbeit. Der Schweizer fährt in seiner Hauptrolle für die Ingolstädter in der DTM im Team ABT Sportsline an der Seite von Virgin-Pilot Robin Frijns. Müller zeigt inzwischen großes Interesse, neben der DTM auch in der Formel E an den Start zu gehen - zumal Daniel Abt kürzlich ein Karriereende in Erwägung zog.

Die Doppelbelastung mit Formel E und DTM wäre für Müller kein Thema: "Die terminliche Belastung bin ich neben der DTM gewohnt", sagt Müller gegenüber 'e-Formel.de'. "Was das zeitliche Management angeht, ist es machbar, die beiden Serien zu kombinieren, solang es keine Überschneidungen gibt. Die beiden Meisterschaften sind auf einem Niveau angekommen, wo man nicht mehr sagen kann, man fährt nur einen Teil dieser Meisterschaft mit. Entweder macht man es richtig oder nicht, daher wird die Entscheidung davon abhängen, ob es terminliche Kollisionen mit der DTM gibt oder nicht", so der zweifache DTM-Sieger, der zuletzt in Misano seinen ersten Saisonsieg in der Tourenwagenserie feierte.

Angesprochen auf seine Kampfansage in Richtung Daniel Abt erklärt er: "Ganz ehrlich, ich habe mir keine großen Gedanken darüber gemacht. Es ist ja kein Geheimnis, dass ich als Test- und Ersatzfahrer in dem Projekt (Formel E) involviert bin. Ich durfte dabei viel Erfahrung sammeln. Ich war bei dem einen oder anderen Test offiziell dabei und habe mich im Formel-E-Auto immer sehr wohl gefühlt", so der Audi-Pilot.

Müllers Hauptaugenmerk richtet sich aktuell jedoch voll auf die DTM-Saison 2019. "Um ehrlich zu sein, fühle ich mich im Moment so, als hätte die Saison gerade begonnen. Der Fokus liegt voll auf der DTM. Ich möchte Leistung abliefern, Spaß haben und das Maximum aus meiner DTM-Saison 2019 herauszuholen. Alles andere ist Zukunftsmusik, es laufen momentan auch keine Gespräche darüber", so der 27-Jährige. Es bleibt abzuwarten, wie sich Audi nach dem Saisonfinale in New York (13. und 14. Juli) entscheiden wird.

von Erich Hirsch 

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