Strafenchaos vor E-Prix bringt Vergne die Pole

Die Rennkommissare in Punta del Este greifen hart durch: NIO-Pilot Luca Filippi, der sich auf Platz 15 qualifiziert hat, erhält eine Gridstrafe von drei Plätzen. Bei der Unterbrechung des 2. Freien Trainings infolge eines Unfalls von Tom Blomqvist hatte Filippi die Geschwindigkeit nicht auf 50 km/h reduziert. Dies fordert das Sportliche Reglement der Formel E im Artikel 31.5, sobald während einer Session die rote Flagge gezeigt wird.

Zusätzlich erhält der Italiener vier Strafpunkte auf seine E-Lizenz. Es sind seine ersten Punkte. Bislang erhielten nur Abt, Engel, Felix da Costa und Prost Strafpunkte für Vergehen in Marrakesch. Bei mehr als zwölf Punkten droht eine Rennsperre.

Außerdem sprachen die Rennkommissare diverse weitere Strafen aus. Mitch Evans wurde wegen falscher Gewichtsverteilung seines Boliden disqualifiziert und auf Startplatz 16 zurückgestuft. Tom Blomqvist und Nico Prost müssen wegen Getriebewechsel jeweils zehn Startplätze zurück. Auch Jose Maria Lopez wurde disqualifiziert, da der Reifendruck an seinem Dragon zu niedrig war.

Außerdem wurden die Super-Pole-Rundenzeiten von Lucas di Grassi, Alex Lynn und Oliver Turvey wegen Missachtung der Streckenbegrenzung gestrichen. Sie hatten den Poller in der Schikane überfahren. Alle drei Fahrer starteten trotzdem noch in den Top 5, doch Jean-Eric Vergne, der eigentlich nur die fünftschnellste Zeit in der Super-Pole geholt hatte, erbte dadurch die Pole-Position von Punta del Este.

von Tobias Wirtz 

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