Quali-Fauxpas: Audi beschuldigt Techeetah

Lucas di Grassi konnte im Qualifying zum fünften Rennen des Berlin E-Prix keine Rundenzeit im Qualifying setzen, weil er - genau wie beide DS-Techeetah-Piloten und Sebastien Buemi - zu spät aus der Aufwärmrunde über die Ziellinie kam. Nach der Session übten di Grassi und Audi-Teamchef Allan McNish deutliche Kritik am alten und neuen Meisterteam DS Techeetah.

"Ein wirklich unglückliches Qualifying heute. Wir hatten die Pace und waren im Freien Training sehr schnell", erklärt di Grassi sichtlich angesäuert. Anschließend zeigte er kurz in Richtung der Box von DS Techeetah: "Aber da 'andere Fahrer' alle übrigen aufhielten, ist es uns nicht gelungen, im Qualifying eine Runde zu drehen. Wir haben das Zeitlimit verpasst, und wir werden als Letzte starten. Es wird also ein großer Kampf. Wir werden versuchen, einige Plätze zu gewinnen und Punkte zu sammeln."

"Für Lucas ist die Qualifikation ein absoluter Tiefpunkt, weil er nicht einmal dazu gekommen ist, seine Qualifying-Runde zu bestreiten", so Audi-Teamchef McNish. Der Schotte schlug in die gleiche Kerbe, nannte die Schuldigen jedoch im Gegensatz zu di Grassi beim Namen: "Die Techeetahs waren sehr langsam in der Aufwärmrunde, hielten alle anderen auf und blockierten die Strecke. Das hatte de facto zur Folge, dass sie die Runde nicht mehr starten konnten. Vier Autos aus Gruppe 1 schafften es also nicht in ihre Qualifikationsrunde und starten somit von den letzten Startpositionen."

Das Rennen startet um 19 Uhr, Eurosport überträgt live.

von Tobias Wirtz 

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