Sanya: Mehr Kurs-Stabilität durch Spezial-Harz

Während sich hier in Europa so langsam der Frühling einstellt, herrschen in Sanya auf der Insel Hainan sommerliche Temperaturen: Bis zu 26 Grad Celsius soll das Thermometer am Rennsamstag anzeigen. Zum Schutz der zum Teil frisch verlegten Asphaltschicht auf der Strecke wurde dabei ein Spezial-Harz verwendet. Die Formel E will so aus den Fehlern in Santiago lernen.

Dort waren Ende Januar bei Rekordtemperaturen von 37 Grad Celsius nicht nur die Batterien der Formel-E-Renner an ihre Grenzen gelangt. Auch der neu verlegte Asphalt auf der Strecke zerbröselte - im wahrsten Sinne des Wortes. Sebastien Buemi gab der während des Rennens immer schlechter werdenden Strecke sogar die Schuld für seinen Unfall, als er in Führung liegend den Kurvenscheitelpunkt verpasste und in die TecPro-Barriere prallte.

Auch im Südchinesischen Meer können die Temperaturen zu dieser Jahreszeit noch deutlich höher klettern, als aktuell vorhergesagt. Somit erhöht sich die Gefahr für die Stabilität der Streckenoberfläche. BMW-Pilot Alexander Sims gibt sich bei 'Motorsport.com' verhalten optimistisch, dass diese Maßnahme in der Praxis fruchtet: "Sie scheinen in einigen Kurven ein harzähnliches Material mit etwas Sand aufgelegt zu haben, um eine Situation wie in Santiago zu vermeiden. Es wird interessant sein zu sehen, wie das mit den Reifen interagiert und wie es sich über das Wochenende entwickeln wird."

von Tobias Wirtz 

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