Sarajevo buhlt um Formel-E-Rennen

Es ist kein großes Geheimnis, dass sich bei der FIA inzwischen Städte aus aller Welt um die Austragung eines Formel-E-Rennens beworben haben. In der Vergangenheit gingen beispielsweise aus Weltstädten wie San Francisco, Sydney oder Neu-Delhi Bewerbungen ein. Ein neuer Kandidat für einen E-Prix, der offenbar relativ weit oben auf der Warteliste steht, kommt auf den ersten Blick jedoch überraschend: Die bosnisch-herzegowinische Hauptstadt Sarajevo.

Bereits im Mai stimmte der Stadtrat von Sarajevo den Plänen eines E-Prix einstimmig zu. Angestrebt werde ein Vertrag über drei bis fünf Jahre, erklärt Samir Cedric, der das Projekt in der 290.000-Einwohner-Stadt leitet. "Das Projekt ist eine Chance, nicht nur für uns, sondern auch für kommende Generationen", sagt er bei 'Klix.ba'. "Ich weiß, dass Bosnien und Herzegowina und auch Sarajevo enormes Potenzial haben. Wir können mit einer weisen Entscheidung die Umwelt nachhaltig verändern."

Auch eine Machbarkeitsstudie soll bereits in Sarajevo stattgefunden haben. Zur Debatte standen dabei sechs Vorschläge für einen Rennkurs im Stadtzentrum, die seit Anfang des Jahres ausgearbeitet worden waren. In der kommenden Woche reisen zudem Techeetah-Präsident Edmund Chu und Formel-E-Champion Jean-Eric Vergne nach Bosnien und Herzegowina, um den Lauf bei Verhandlungen mit dem Bürgermeister Abdulah Skaka zu bewerben. Auch das Gen2-Fahrzeug soll im Zuge des Besuchs zwischen dem 28. und 30. November in Sarajevo ausgestellt werden.

von Tobias Bluhm 

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