2 Kollisionen beim Berlin E-Prix mit Beteiligung von Sebastien Buemi & Nick Cassidy: "Habe nichts gespürt"
Tobias Wirtz
Es war eine von mehreren heiklen Szenen im dichtgedrängten Feld des Sonntagsrennen beim Berlin E-Prix: Nick Cassidy fuhr auf Sebastien Buemi auf und beschädigte sich dabei seinen Frontflügel. Der Schaden war so groß, dass der Neuseeländer zum Wechsel des Flügels an die Box kommen musste. Buemi hingegen konnte weiterfahren und wurde am Ende starker Vierter.
Buemi und Cassidy waren schon vorher in eine Kollision verwickelt: In Runde 2 fuhr Buemi bei der Anfahrt zu Kurve 6 innen neben Edoardo Mortara. Vor diesen beiden fuhren Nyck de Vries und Cassidy, ebenfalls nebeneinander. Beim Einlenken kam es zur Berührung zwischen den beiden Schweizern, sodass Mortara seinen Teamkollegen, der ebenfalls eingelenkt hatte, am rechten Hinterrad traf. Dieser verlor die Kontrolle und rutschte in Cassidy. Dabei wurde die Radaufhängung des Mahindras von de Vries beschädigt, er musste das Rennen aufgeben.
A tight battle for space as three cars enter the corner, forcing Nyck de Vries to retire in Round 8 🫣@Hankook_Sport #BerlinEPrix #FormulaE pic.twitter.com/mFgt96wAOT
— Formula E (@FIAFormulaE) May 3, 2026
Cassidy wütet am Funk: "So ein Idiot!"
"Dieser de Vries ist so ein Idiot, warum fährt er so?", wütete Cassidy anschließend am Funk gegen den Niederländer. "Ich glaube, mein Auto ist okay, aber das war sowas von offensichtlich: Wir fahren zu viert nebeneinander, und dann bewegt er sich beim Bremsen und trifft mich einfach. Wir sind in Runde 2 eines 40-Runden-Rennens. Das ist witzig, er hat mich wegen Imola fertiggemacht und behauptet, dass er in der WEC niemals Fehler macht."
Cassidy hatte bei seinem Debütrennen in der Langstreckenweltmeisterschaft auf kalten Reifen nach nur wenigen Metern die Kontrolle über seinen Peugeot-Rennwagen verloren und sich ins Kiesbett gedreht.
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In Runde 8 kam es zur zweiten Szene, in die beide verwickelt waren. Erneut war die Anfahrt zu Kurve 6 der Schauplatz. Cassidy fuhr auf Buemi auf und beschädigte sich dabei seinen Frontflügel, sodass er am Ende der Runde an die Box kommen musste.
Contact with Sébastien Buemi forces Nick Cassidy into the pits 🫨@Hankook_Sport #BerlinEPrix #FormulaE pic.twitter.com/KxF3B5xgD3
— Formula E (@FIAFormulaE) May 3, 2026
"Was zum Teufel soll das denn?", so Cassidy erneut am Teamfunk. "Er ist einfach komplett zur Seite gefahren, nachdem ich mich bewegt habe. Mein Frontflügel ist hinüber. Buemi hat sich als Reaktion auf mich bewegt und mich rausgenommen."
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Buemi: "Passiert in einem solchen Rennen schon mal"
"Ich habe nichts davon gespürt", so Buemi nach dem Rennen auf Nachfrage von e-Formel.de. "Ich habe es erst jetzt auf Instagram gesehen. Mein Teamkollege hat sehr früh gelupft und dann bin ich leicht nach links ausgewichen. Aber er hat sich auch bewegt und war genau da. In einem solchen Rennen passieren diese Dinge schon mal, das ist schwierig."
Nick Cassidy musste nach dem Rennen zur Dopingprobe und stand daher nicht für ein Gespräch zur Verfügung und wollte sich im Nachhinein gegenüber e-Formel.de auch nicht zu den beiden Situationen äußern.
In der Gesamtwertung fiel Cassidy nach dem Rennen auf Platz 6 zurück, Buemi liegt auf dem neunten Platz. In weniger als zwei Wochen haben beide wieder Gelegenheit, Punkte zu erzielen: Dann findet ein weiterer "Double-Header" in Monaco statt.
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