Formel E

Abt fürchtet Jaguar-Vorteil wegen Williams-Unterstützung

Timo Pape

Timo Pape

Am Dienstag geht das neue Formel-E-Team Jaguar erstmals gemeinsam mit der Konkurrenz auf die Strecke. Bei den kollektiven Testfahrten im Donington Park wird sich zeigen, wo die Raubkatze im Vergleich mit den anderen Teams steht. Ein vermeintlicher Vorteil für den Neuling: Batterie-Ausrüster Williams übernimmt das operative Geschäft an der Strecke für Jaguar und bringt bereits viel Formel-E-Erfahrung mit.

Ein Aspekt, den die anderen Teams und Fahrer mit einer gewissen Sorge betrachten. So auch Daniel Abt, den wir zum Neueinsteiger befragt haben: "Bei Jaguar gibt es die brisante Situation, dass Williams die operative Leitung übernimmt. Gleichzeitig ist Williams ja auch Batteriehersteller", sagt der Kemptener gegenüber 'e-Formel.de'.

"Deswegen hoffe ich natürlich, dass da alles ordentlich läuft und keine Vorteile entstehen, auch wenn sich Williams aus dem Batteriemanagement vor Ort zurückgezogen hat", sagt Abt und erklärt: "Sie produzieren die Batterien nur noch, lesen aber nicht mehr die Telemetrie aus." Trotzdem kennt Williams die Daten aller Teams aus gut anderthalb Jahren Formel E.

"Sie haben natürlich ein unglaubliches Know-how, das kein anderes Team besitzt. Wir durften die Batterie noch nie öffnen und können nicht an ihr arbeiten", sagt Abt. "Wir müssen das nehmen, was wir von Williams bekommen, und hatten in diesem Jahr in jedem Rennen mit Temperaturproblemen an der Batterie zu kämpfen. Wenn in diesem Bereich jemand einen Vorteil hätte, wäre das problematisch für die Formel E. Das betrifft alle Teams."

Ob Jaguar tatsächlich einen Vorteil haben könnte, bleibt abzuwarten. Zunächst einmal gilt es im Donington Park, das richtige Setup zu finden und Erfahrung zu sammeln. Und darüber hinaus testet die Raubkatze ja auch noch vier potenzielle Fahrer, die sich um die begehrten Stammplätze bemühen werden.

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