Formel E

Agag: Batterie & Aerodynamik bleiben Einheitsware, aber Front-Rekuperation kommt

Timo Pape

Timo Pape

Die Formel E ist und bleibt eine Einheitsserie - zumindest was das Chassis und die Batterie angeht. Das bestätigte Serienchef Alejandro Agag bei den Kollegen von 'auto motor und sport'. Demnach werde der Energiespeicher auch nach der siebten Saison - bis dahin fährt die Formel E mit einem neuen 54-kWh-Einheitsakku von McLaren - aus einer Hand kommen. Die Hersteller hatten zuletzt immer wieder mehr Entwicklungsfreiheit gefordert, um ihre Kompetenzen in den verschiedenen Bereichen der Elektromobilität beweisen zu können.

Dem schiebt Agag nun abermals einen Riegel vor - auch um die Entwicklungskosten der Formel E im Rahmen zu halten. "Wir sind eine Meisterschaft für Antriebstechnologien und keine Aerodynamik-WM", stellt der Spanier klar. Mehr Freiräume werden die Entwickler trotzdem bekommen, denn erstmals bestätigt Agag indirekt die Einführung einer Rekuperation über die Vorderachse. Ab Saison acht (2021) soll das Feature standardmäßig an Bord sein.

Die Formel-E-Fahrer werden künftig also auch über die Vorderräder Energie beim Bremsen rückgewinnen können. Der gewonnene Strom wird dabei in eine zweite kleine Batterie eingespeist. Beim Zusatzspeicher will Agag den Herstellern mehr Flexibilität einräumen als bei der Hauptbatterie: "Hier werden wir den Herstellern Freiräume geben", sagt der Formel-E-Boss. In Sachen Reifen wird die Serie voraussichtlich auch langfristig auf einen Einheitslieferanten setzen (aktuell Michelin).

Ab Saison fünf (2018/19) liefert bekanntlich McLaren Applied Technologies die neue Einheitsbatterie der Formel E, die eine ganze Renndistanz durchhalten soll. Die Briten setzten sich gegen einige andere Bewerber durch und bekamen den Zuschlag für drei Jahre. Auch Porsche hatte sich seinerzeit bekanntlich als Batteriehersteller beworben. Allerdings verpassten die Zuffenhausener die Einschreibungsfrist um wenige Tage und wurden demnach nicht mehr berücksichtigt. Laut Insidern soll der Porsche-Akku "um Längen besser" gewesen sein als jener von McLaren, schreibt 'auto motor und sport'.

Zum Start der achten Saison (2021/22, bis einschließlich Saison zehn) könnte Porsche die nächste Chance zur Batterieentwicklung bekommen. Dann beginnt gemäß der Technical Roadmap der Formel E die "Phase 3" im Entwicklungsplan und damit auch ein neuer Batteriezyklus. Der Einheitsakku soll dann mehr als 54 kWh Energie liefern. Hinzu kommt die deutlich größere Menge an rückgewonnener Bremsenergie. Wie es nach Saison zehn, also ab 2024, weitergehen könnte, steht in den Sternen.

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