Formel E

Agag: “Norisring & München sind eine Option für die Formel E”

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Nachdem im vergangenen Monat bekannt wurde, dass ein Formel-E-Rennen auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens in Berlin-Tempelhof wegen der Flüchtlingskrise nicht möglich sein wird, schaut sich Formel-E-Geschäftsführer Alejandro Agag nach anderen Optionen um. Neben der Verlegung des Rennens an einen alternativen Ort in der Berliner Innenstadt scheint nun auch ein ePrix auf dem Norisring in Nürnberg oder in München möglich zu sein.

Der legendäre Stadtkurs in Nürnberg ist seit den 1970er-Jahren fester Bestandteil des DTM-Kalenders. Zudem wird seit mehr als 30 Jahren jährlich ein Lauf der europäischen Formel-3-Serie auf der Strecke ausgetragen. Am 21. Mai 2016 könnte mit der Formel E eine weitere Serie zum prestigeträchtigen Straßenkurs hinzukommen. Der Hintergrunde: Die Hangars in Tempelhof werden als Unterkünfte für rund 5.000 Flüchtlinge genutzt.

“Ich schaue mich aktiv nach anderen Orten in Deutschland um”, bestätigt Agag gegenüber ‘Autosport’. “Der Norisring wäre ziemlich cool. Wie Monaco oder Long Beach ist dieser Ort eine Rennstätte mit großer Motorsport-Tradition. Ein Rennen in Nürnberg wäre eine Option für uns. Ebenso bleiben aber auch Berlin und München im Rennen.”

Alejandro AgagAgag weiter: “Wir führen momentan verschiedene Verhandlungen. Die nötigen Materialien, die Zäune und Mauern, haben wir noch vom Berlin-Rennen im letzten Mai. Die Organisation eines Rennens in Berlin oder München wäre deswegen nicht weniger problematisch als in Nürnberg, wo bereits Infrastruktur für eine Strecke schon besteht.”

“München wäre cool”, sagte Daniel Abt bereits im Mai exklusiv gegenüber ‘e-Formel.de’. “Das würde mir gut gefallen.” Der gebürtige Kemptener hätte mit der Hauptstadt Bayerns ein echtes Heimspiel in der Formel E. Und durch seine Verbindung zur DTM bestünde auch zum Norisring eine enge Verbindung.

Agag betonte in der Vergangenheit häufiger, dass er nur ungern auf ein Rennen in der Bundesrepublik verzichten würde. Die deutsche Motorenindustrie sei ebenso unverzichtbar für die Formel E wie der finanzielle Markt. Mit Daniel Abt und Nick Heidfeld stammen zwei Fahrer aus Deutschland, das Team Abt Schaeffler Audi Sport tritt ebenso unter deutscher Flagge an.

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