Formel E

Aguri: Eigener Antriebsstrang war bereits konzipiert

Timo Pape

Timo Pape

Der japanische Formel-E-Rennstall hat ursprünglich den Plan verfolgt, mit einem eigenen Antriebsstrang in die zweite Saison zu gehen. Fehlende Investoren bewegten das Team jedoch dazu, ein bereits entwickeltes Konzept wieder zu verwerfen und auf die Optimierung der alten Technologie aus Saison eins zu setzen. Daraufhin entwickelte Aguri lediglich die vertraute Software weiter und will – wie auch Andretti – erst zum Start der dritten Saison als Konstrukteur antreten.

“Wir haben tatsächlich unseren eigenen Antriebsstrang konzipiert”, sagt Teamchef Mark Preston gegenüber ‘Formula E Zone’. “Dann haben wir nach Investoren gesucht, aber zur entscheidenden Zeit niemanden Gefunden.” Daraufhin habe man sich bei Aguri gefragt, inwieweit es überhaupt sinnvoll sei, viel Geld in einen neuen Elektromotor zu stecken, wenn die Eigenentwicklung einer Batterie ohnehin erst ab Saison drei erlaubt ist. “Interessant wird es, wenn sich die Batterie verändert und wir einen drastisch anderen Weg als jetzt einschlagen können”, so Preston.

Gerüchte besagen, Aguri warte speziell auf einen japanischen Hersteller, der in der dritten Saison in die Formel E einsteigen könnte. Diese Spekulationen kann Preston nicht bestätigen: “Wir versuchen ganz generell, jeden davon zu überzeugen, für die übernächste Saison an Bord zu kommen. Denn wir wissen, wie wichtig ein Technologiepartner ist, wenn es im dritten Jahr an die Batterieentwicklung geht.” Wie konkurrenzfähig Aguri mit dem alten Antriebsstrang sein wird, bleibt abzuwarten. In Sachen Zuverlässigkeit dürfte man aber bestmöglich aufgestellt sein.

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