Formel E

Alain Prost: "Dürfen nicht mit Formel 1 verglichen werden"

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Als Berater und Manager von e.dams spielt Alain Prost eine wichtige Rolle für das französische Formel-E-Team. Der ehemalige Formel-1-Weltmeister hat Einblicke in zahlreiche Geheimnisse der vollelektrischen Rennserie. Nicht zuletzt deswegen warnt er davor, die Formel E allzu schnell mit der "Königsklasse" Formel 1 zu vergleichen.

"Das wäre ein großer Fehler", sagt Prost gegenüber 'Esquire.my', "und auch nicht das Ziel. Die Formel E darf nicht mit der Formel 1 verglichen werden. Beide Serien sind komplett unterschiedlich."

Prost, der in seiner 13-jährigen Formel-1-Karriere vier Weltmeistertitel erlangen konnte, weiß, wovon er spricht. Für die Formel E bestehe besonders in den ersten Jahren das Risiko, dass die Kosten immens in die Höhe schießen könnten.

"Wir müssen einen Kompromiss finden. Während die Serie ohne sportlichen und technologischen Fortschritt nicht am Leben bleiben kann, müssen wir aufpassen, dass die Formel E nicht zu teuer wird", so Prost. "Wir müssen uns wohl mit langsamen aber sicheren Schritten vorantasten und unser Potenzial beweisen. Wenn wir aber so weitermachen wie im Moment, dann könnte die Serie in Zukunft sehr konkurrenzfähig sein."

Kritik am FanBoost

Für die Social-Media-Arbeit der Formel E ist Prost voll des Lobes: "Wir wollen mit den Leuten interagieren", führt der 61-Jährige aus. "Eines Tages können wir mit den jungen Zuschauern vielleicht sogar im Rennen arbeiten. Im Moment haben wir den FanBoost, obwohl ich noch nicht ganz sicher bin, ob dieser wirklich fair ist. Aber es ist definitiv ein nettes Gimmick."

Seit Beginn seines Formel-E-Engagements ist Prost selbst aktiv auf diversen Social-Media-Kanälen geworden. "Ich bin ein bisschen auf Twitter und Instagram unterwegs", schmunzelt Prost, "aber ich bin nicht wirklich aktiv. Hier und da lade ich mal ein schönes Bild hoch."

Im vergangenen Jahr führte der Franzose sein Team als Manager zur ersten Teammeisterschaft der Formel E. Auch aktuell liegt Renault e.dams ganz vorn in der Teamwertung. Alain Prosts Sohn Nico steht dabei nach zwei fünften Plätzen auf Rang neun der Fahrerwertung.

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