Rückversetzung für de Vries! Alle Formel-E-Strafen beim Jeddah E-Prix im Überblick
Tobias Wirtz
Auch beim Jeddah E-Prix ist es wie bei jedem Rennen der Formel-E-Weltmeisterschaft die Aufgabe der Rennkommissare des Automobil-Weltverbandes FIA, die Einhaltung des Technischen und Sportlichen Reglements zu überprüfen. Sollten sie einen Verstoß feststellen, ist es ihre Aufgabe, das Strafmaß festzulegen. In diesem Artikel findest du wie gewohnt eine Auflistung aller Entscheidungen des Wochenendes.
Beim Jeddah E-Prix 2026 übernehmen der vorsitzende Kommissar Achim Loth, der internationale Kommissar David Fuentes und dem nationalen Kommissar Hasan Al Abdali diese Aufgabe. Unterstützt werden sie dabei von Ex-Rennfahrer Pedro Lamy, der zwar nie ein Formel-E-Rennen bestritten hat, aber über viel Erfahrung im GT- und Langstreckensport verfügt.
Strafen vor dem Jeddah E-Prix
- Lucas di Grassi bekam beim Miami E-Prix nachträglich eine Zeitstrafe von fünf Sekunden, die in eine Gridstrafe von drei Positionen für das erste Rennen in Jeddah umgewandelt wurde. Der Brasilianer hatte die Strecke in Kurve 7 verlassen und in der Auslaufzone nicht, wie vorgeschrieben, rechts neben der Pylone komplett angehalten.
Strafen im Freien Training am Donnerstag und Freitag
- Citroen musste eine Geldstrafe von 1.500 Euro bezahlen, da die Batterie im Auto von Jean-Eric Vergne zu sehr aufgeladen war. Batteriehersteller Fortescue Zero hat klare Vorgaben, wie die Teams die Batterien zu laden haben, dabei darf ein festgelegter Maximalwert nicht überschritten werden.
- Edoardo Mortara erhielt eine Ermahnung, da er beim Pit-Boost-Boxenstopp im 1. Freien Training die Mindeststandzeit an der Box nicht einhielt.
- Pepe Marti erhielt eine Verwarnung, da er Jean-Eric Vergne auf einer schnellen Runde behinderte. Wenn ein Fahrer drei Verwarnungen in einer Saison erhält, bekommt er automatisch eine Rückversetzung um zehn Plätze in der Startaufstellung. Es war jedoch Martis erste Verwarnung.
- Lucas di Grassi erhielt eine Verwarnung, da er gegen die Anweisungen des Renndirektors verstoßen hatte. Der Brasilianer hatte zwischen den Kurven 16 und 17 verlangsamt. Es war di Grassis zweite Verwarnung in der laufenden Saison.
- Norman Nato erhielt ebenfalls eine Verwarnung, weil die Anweisungen des Renndirektors nicht befolgt hatte. Auch der Nissan-Fahrer hatte zwischen den Kurven 16 und 17 verlangsamt. Für Nato war es ebenfalls Verwarnung Nummer 2.
- Auch Oliver Rowland bekam eine Verwarnung. Der Brite hatt eine Kollision mit Taylor Barnard verursacht. Für Rowland war es ebenfalls die zweite Verwarnung in der Saison 2025/26.
- Citroen musste eine weitere Geldstrafe von 2.500 Euro bezahlen, weil am Auto von Jean-Eric Vergne der von Reifenlieferant Hankook vorgegebene Mindestdruck im 2. Freien Training unterschritten wurde.
Strafen im Rennen am Freitag
- Joel Eriksson erhielt eine Durchfahrtsstrafe, weil er zum Pit-Boost-Boxenstopp fuhr, obwohl der Ladestand seiner Batterie noch mehr als 60 Prozent betrug. Laut Vorgabe von Batteriehersteller Fortescue Zero muss der Ladestand der Batterie beim Schnellladevorgang zwischen 40 und 60 Prozent liegen.
Strafen im Freien Training am Samstag
- Nyck de Vries erhielt eine Rückversetzung um 60 Positionen in der Startaufstellung für das Rennen am Samstag, da an seinem Mahindra-Boliden zweimal der Elektromotor (MGU) sowie die elektronische Kontrolleinheit (MCU) gewechselt wurde. Da dies nicht annähernd möglich ist, wird der Niederländer vom letzten Startplatz ins Rennen gehen und zusätzlich eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe am Ende von Runde 1 absitzen.
- Jean-Eric Vergne erhielt eine Verwarnung, da er Antonio Felix da Costa auf einer schnellen Runde behinderte. Es war seine erste Verwarnung in der laufenden Saison.
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