1,9 Sekunden Zeitstrafe für Buemi! Alle Formel-E-Strafen beim Madrid E-Prix im Überblick
Tobias Wirtz
FIA Formula E
Auch beim Madrid E-Prix ist es wie bei jedem Rennen der Formel-E-Weltmeisterschaft die Aufgabe der Rennkommissare des Automobil-Weltverbandes FIA, die Einhaltung des Technischen und Sportlichen Reglements zu überprüfen. Sollten sie einen Verstoß feststellen, ist es ihre Aufgabe, das Strafmaß festzulegen. In diesem Artikel findest du wie gewohnt eine Auflistung aller Entscheidungen des Wochenendes.
Beim Madrid E-Prix 2026 übernehmen der vorsitzende Kommissar Matthias Heinz, der internationale Kommissar Achim Loth und der nationale Kommissar Alberto Lindon Fernandez diese Aufgabe. Unterstützt werden sie dabei von Ex-Rennfahrer Andy Soucek. Der Austro-Spanier mit französischen und tschechischen Wurzeln wurde 2005 Champion in der spanischen Formel 3 und gewann 2009 die FIA-Formel-2-Meisterschaft, anschließend war er Test- und Ersatzfahrer beim Formel-1-Team Virgin Racing. Danach wechselte Soucek in den GT-Sport, seit 2023 ist er zudem im Management der Formel-1-Rennstrecke in Austin tätig. 2016 war er erstmals als Fahrerkommissar in der Formel E im Einsatz.
Strafen im und nach dem Rennen
- Zane Maloney erhielt eine Durchfahrtsstrafe, weil er auf dem Weg in die Startaufstellung mehr als die maximal erlaubten 0,5 kWh Energie verwendet hatte.
- Oliver Rowland erhielt ebenfalls eine Durchfahrtsstrafe, da er in Runde 1 mehr als die maximal erlaubte Leistung verwendete.
- Nyck de Vries erhielt eine Zeitstrafe von fünf Sekunden für das Verursachen eine Kollision mit Pascal Wehrlein. Zusätzlich erhielt der Niederländer einen Strafpunkt auf seine Rennlizenz.
- Taylor Barnard bekam eine Zeitstrafe von zehn Sekunden, da er eine Kollision mit Jean-Eric Vergne ausgelöst hatte. Zusätzlich gab es auch für den DS-Penske-Fahrer einen Strafpunkt.
- Taylor Barnard erhielt eine weitere Zeitstrafe von fünf Sekunden, weil er Nico Müller von der Strecke gedrängt hatte. Der Brite bekam auch für diese Aktion einen Strafpunkt.
- Auch Nyck de Vries erhielt eine weitere Zeitstrafe von fünf Sekunden, weil er beim Pit-Boost-Boxenstopp die Linie am Ende seiner Box überfahren hatte.
- Sebastien Buemi wurde verwarnt, da er Norman Nato am Ausgang von Kurve 1 von der Strecke gedrängt hatte. Da die Situation sehr knapp war und er ihm minimal mehr Platz hätte lassen können, um dies zu verhindern, sprachen sich die Kommissare gegen eine Zeitstrafe aus.
- Sebastien Buemi erhielt eine Zeitstrafe von 1,9 Sekunden, da er die Anweisungen des Renndirektor missachtet hatte. Er ließ Jake Dennis, der im Attack-Mode war, bei einem Überholversuch in Kurve 2 nicht genug Platz. Da die beiden auf Platz 6 (Buemi) und Platz 7 (Dennis) ins Ziel kamen, hielten die Rennkommissare eine solche Zeitstrafe für die fairste Option, um die beiden Fahrer die Plätze tauschen zu lassen. Eine höhere Zeitstrafe, beispielsweise von zwei Sekunden, hätte dafür gesorgt, dass Buemi weitere Positionen verliert.
0 Kommentare
Einen Kommentar schreiben