Opel stellt sein Formel-E-Fahrzeug vor: Alle Neuigkeiten zum offiziellen Gen4-Launch der Formel E
Tobias Wirtz
Opel
Die Formel E stellt am 21. und 22. April auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet den Boliden der vierten Generation offiziell vor. Beim "Gen4 Unleashed" werden erstmals ausgewählte Medienvertreter einen Blick auf die neuen Gen4-Boliden werfen können. Auch e-Formel.de wird bei dem Event in Südfrankreich anwesend sein. In diesem Newsticker erfährst du bereits sämtliche Neuigkeiten zur vierten Fahrzeuggeneration der Elektrorennserie.
>>> Opel zeigt Testfahrzeug Opel GSE 27FE
[22.04. 11:00] Opel hat am Mittwochmorgen seinen Gen4-Boliden präsentiert. Dabei handelt es sich um das Testfahrzeug von Stellantis, mit dem der Konzern auch bereits an den gemeinsamen Gen4-Testfahrten der Formel-E-Hersteller in Monteblanco und Almeria teilnahm. Wie bei allen anderen Gen4-Boliden, handelt es sich jedoch um eine Lackierung, die nur für die Tests gedacht ist. Daher wird das Auto, mit dem Opel ab Ende des Jahres in der Formel E starten wird natürlich deutlich anders aussehen.
"Die Formel E ist für uns viel mehr als ein weiteres Motorsport-Programm – sie ist die Speerspitze unserer GSE-Strategie", sagt Opel-Marketingchefin Rebecca Reinemann. "Hier zeigen wir, wie aufregend und zugleich relevant elektrische Performance für und bei Opel ist."
"Was wir heute enthüllen, ist weit mehr als ein Prototyp", beschreibt Jörg Schrott, Teamchef des Opel GSE Formula E Teams. "Der Opel GSE 27FE ist ein strategischer Technologiebeschleuniger für unsere Arbeit in der Serie und speziell für unsere GSE-Performance-Modelle."
>>> Gen4 soll auch bei Nachhaltigkeit neue Maßstäbe setzen
[21.04. 18:15] Nicht nur sportlich, sondern auch beim Thema Nachhaltigkeit will die Formel E mit dem Gen4 neue Standards setzen. Nach Angaben der Serie wird es sich um das weltweit erste Rennauto handeln, das zu 100 Prozent recycelbar ist. Zudem sollen mindestens 20 Prozent der Materialien in wichtigen Bauteilen aus recycelten Stoffen bestehen. Die neuen Reifen von Bridgestone werden zu 65 aus Prozent natürlichen und recycelten Materialien gefertigt, darunter 30 Prozent zertifizierter Naturkautschuk.
Auch bei der Batterietechnologie gibt es Fortschritte: So kommt der neue Einheits-Akku der italienischen Firma Podium Advanced Technologies laut Formel E ohne seltene Erden aus. Damit soll der Gen4 den Anspruch der Rennserie unterstreichen, Hochleistung und Nachhaltigkeit stärker denn je miteinander zu verbinden.
>>> So bewerten die Chefs von FIA & Formel E den Gen4
[21.04. 17:30] Formel-E-CEO Jeff Dodds spricht von einem Meilenstein für die Rennserie: "Gen4 ist nicht einfach nur ein Auto, sondern ein klares Statement unseres Anspruchs. Zum ersten Mal auf der Strecke zu sehen, wozu dieses Fahrzeug fähig ist, ist für die Formel E ein echter Meilenstein. Wir erreichen inzwischen Leistungswerte, die bei Elektrofahrzeugen noch vor fünf Jahren als unmöglich galten."
FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem ergänzt: "Der neue Gen4-Bolide stellt einen bedeutenden Schritt für den elektrischen Rennsport dar und setzt weltweit neue Maßstäbe bei Performance, Innovation und Nachhaltigkeit." Und weiter: "Das ist nicht einfach nur ein schnelles Auto, sondern ein klares Bekenntnis zur Zukunft dieser Technologie."
>>> 600 kW, 335 km/h, Allrad: Das kann der Gen4
[21.04. 16:45] Technisch setzt der Gen4-Bolide neue Maßstäbe: Das Auto erreicht eine beeindruckende Spitzengeschwindigkeit von mehr als 335 km/h. Aus dem Stand sind in rund 1,8 Sekunden 100 km/h sowie in 4,4 Sekunden 200 km/h erreicht. Laut der Formel E soll das Auto dank 600 kW Leistung - einem Plus von mehr als 70 Prozent - im Qualifying-Modus im Schnitt rund zehn Sekunden pro Runde schneller sein als der Gen3-Bolide, auf Stadtkursen werden mindestens fünf Sekunden Zeitgewinn pro Runde gegenüber dem Gen3 Evo erwartet. Auch im Rennen soll das Auto dank permanentem Allradantrieb und 50 Prozent Mehrleistung (450 kW statt 300 kW) deutlich schneller sein. Neu ist zudem eine Servolenkung, ein breiteres Cockpit sowie mehr Einstellmöglichkeiten bei der Sitzposition.
>>> Offiziell enthüllt: Formel E zeigt neuen Gen4-Boliden
[21.04. 16:00] Die Formel E und der Automobil-Weltverband FIA haben den neuen Gen4-Boliden am Dienstag in Le Castellet erstmals offiziell auf der Strecke präsentiert. Das Fahrzeug markiert laut der Serie den Beginn einer neuen Ära des elektrischen Motorsports. Bei der Demo auf dem Circuit Paul Ricard wurde auch der Fortschritt gegenüber den bisherigen Fahrzeuggenerationen sichtbar: Das Gen4-Auto fuhr bei Vergleichsrunden Fahrzeugen aller drei bisheriger Generationen vorbei. Neben der reinen Performance soll das Auto auch als Technologie-Plattform für künftige Elektromobilität dienen.
Galerie: Das Gen4-Testfahrzeug der Formel E
>>> Porsche präsentiert Gen4-Boliden 975 RSE
[20.04. 15:00] Porsche hat als nächster Hersteller seinen Gen4-Boliden präsentiert. Im Gegensatz zu den Gen2- und Gen3-Boliden, die alle Porsche 99X Electric hießen, müssen die Fans sich ab kommender Saison auf einen neuen Namen einstellen: Porsche 975 RSE. Der Name nimmt Bezug auf das 75-jährige Jubiläum von Porsche Motorsport in diesem Jahr. Bis Anfang April sammelte das Fahezrug bereits 1.860 Testkilometer, wie Porsche bekannt gab.
"Das Konzept bleibt gleich: Das Reglement fordert uns, die Effizienz unserer Fahrzeuge in allen Belangen zu maximieren", sagt Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E bei Porsche. "Die Rennen dürften aber noch attraktiver werden, weil die neuen Fahrzeuge deutlich schneller sind. Die Beschleunigung ist beeindruckend, und wir rechnen mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 335 km/h. Ich bin sehr gespannt, wie die Fans darauf reagieren werden."
"Der neue Porsche 975 RSE ist supercooles Rennauto", sagt Pascal Wehrlein, Formel-E-Weltmeister 2023/24. "Die Gen4 ist richtig schnell und macht uns Fahrern sehr viel Spaß. Ich glaube, sie wird bei vielen Fans und Kritikern ein Aha-Erlebnis bewirken. Auch optisch gefällt mir der 975 RSE. Die Aerodynamik gibt dem Auto einen kompromisslosen Look, und unsere Livery für die Testfahrten schaut ziemlich cool aus."
>>> Jaguar zeigt Test-Lackierung
[18.04. 15:30] Jaguar hat als erster Hersteller sein Gen4-Testfahrzeug gezeigt. Der Jaguar GEN4 proto_TYPE, so der offizielle Name des Entwicklungsträgers für die kommende Saison, ist an diversen Stellen mit simulierten Geschwindigkeiten der vier Generationen von Formel-E-Fahrzeugen versehen, um damit den technischen Fortschritt in den zwölf Jahren des Bestehens der Rennserie darzustellen. Darunter ist die Höchstgeschwindigkeit der vier Generationen von Jaguar-Boliden vor der Hafenschikane zu sehen: Während das Gen1-Fahrzeug hier 199 km/h erreichte, fuhr das Gen4-Auto im Simulator dort 277 km/h, mehr als 30 km/h mehr als das aktuelle Gen3-Evo-Fahrzeug (245 km/h).
"Unsere einzigartige Testlackierung spiegelt nicht nur die Zeit wider, die Jaguar TCS Racing in der Formel E verbracht hat, sondern auch die enorme technologische und leistungsbezogene Entwicklung, die in zehn Jahren Rennsport stattgefunden hat", sagt Ian James, Teamchef von Jaguar TCS Racing. "Gen4 stellt einen weiteren Meilenstein für die Meisterschaft dar. Die pure Geschwindigkeit dieser vollelektrischen Fahrzeuge ist unglaublich, und wir können es kaum erwarten, den Jaguar GEN4 proto_TYPE auf der Rennstrecke zu präsentieren."
>>> Das passiert in Le Castellet
[18.04. 10:45] Am Dienstag beginnt das Event mit einer Vorstellung des Fahrzeugs sowie Gesprächen mit Experten der Formel E, der FIA sowie von Chassishersteller Spark. Im Anschluss wird der Entwicklungsbolide von Spark, der überwiegend von James Rossiter getestet wurde, auf die Strecke gehen. Daneben finden Live-Vergleiche aller vier Fahrzeuggenerationen statt. Außerdem sind mehrere Podiumsdiskussionen mit wichtigen Sprechern zu verschiedenen Themen, vom technologischen Weg bis zur Nachhaltigkeit, geplant.
Am Mittwoch stehen die Hersteller im Mittelpunkt: Jaguar, Stellantis (mit dem neuen Werksteam Opel) und Porsche geben einen Einblick in ihre Gen4-Entwicklung. Lola Yamaha und Nissan können aufgrund ihres jeweiligen Entwicklungszeitplanes nicht mit ihren Gen4-Boliden vor Ort sein.
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