Formel E

"Am Ende fiel der Frontflügel komplett ab" - So kam es zu Günthers spätem Formel-E-Ausfall in Marrakesch

Timo Pape

Timo Pape

Am Ende fiel der Frontflügel komplett ab

Max Günther erwischte beim Marrakesch E-Prix der Formel E am Samstag einen gebrauchten Tag. Ausgerechnet an seinem 25. Geburtstag musste der Deutsche seinen Nissan zwei Runden vor Schluss mit einem Schaden an der Front abstellen. Nach dem Rennen erklärte Günther, wie es dazu kam.

Günther lag in der Schlussphase des Rennens zwei Plätze vor seinem Teamkollegen Sebastien Buemi, der das Rennen letztlich als 16. beendete. Dann kam es nach Informationen von 'e-Formel.de' zu einem Kontakt mit Nick Cassidy: Günther setzte zum Überholmanöver an, doch der Envision-Pilot hielt dagegen. "Mein Auto wurde in dem Zwischenfall beschädigt", erinnert sich das Geburtstagskind. "Am Ende fiel der Frontflügel komplett ab."

Daraufhin musste Günther sein Rennen nach 32 von 34 Runden aufgeben - einer von insgesamt nur zwei Ausfällen in der Hitze von Marrakesch. Eine Schuldzuweisung blieb aus, und auch die Rennleitung wertete die Aktion als Rennunfall und bestrafte folglich keinen der beiden Piloten.

Auch unabhängig vom späten Rennunfall verlief der Marrakesch E-Prix eher enttäuschend für Günther. In den Trainingssessions kam er nicht über Rang 15 hinaus, und auch im Qualifying fehlte seinem Nissan die Pace. Günther qualifizierte sich in seiner Gruppe nur als Neunter und musste sich mit Startplatz 18 zufriedengeben - direkt hinter seinem Teamkollegen Sebastien Buemi.

"Hatten ein gutes Rennen, dann wurde mein Auto beschädigt"

Im Rennen ging es zunächst zaghaft nach vorn, erklärt Günther: "Es gab jede Menge Action in der Anfangsphase. Ich konnte einen Platz vorrücken, und von dort aus lief es eigentlich recht gut. Ich habe ein paar Überholmanöver gesetzt und frühzeitig meine Attack-Modes geholt. Wir hatten ein gutes Rennen, aber dann wurde mein Auto beschädigt."

"Das war sehr unglücklich", hadert er, "aber es gab durchaus auch Positives, denn die Pace war gut, obwohl diese Strecke eigentlich nicht optimal für uns war. Es war einfach nicht unser Tag, weil wenig zusammenlief, aber wir werden weitermachen und in New York die nächste Chance bekommen."

Am "Big Apple" gastiert die Formel E schon in weniger als zwei Wochen am 16. und 17. Juli. Günther steht bis dahin weiter bei zwei mageren WM-Punkten aus Mexiko, Teamkollege Buemi hat zehn Zähler. In der Addition bedeutet dies zwölf Meisterschaftspunkte und Gesamtrang 9 für Nissan. Wenigstens Mahindra, die einen Zähler mehr auf dem Konto haben, wollen die Japaner in den letzten sechs Saisonläufen noch überholen.

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