Formel E

Andre Lotterer: "Formel E ist mehr Philosophie als Sport"

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Obwohl Andre Lotterer der Formel E zu ihrem packenden Saisonfinale in London vor zwei Monaten einen Besuch abstattete, scheint der dreimalige Le-Mans-Sieger nicht allzu begeistert von der Elektrorennserie zu sein. Sollte der WEC-Markenkollege von Lucas di Grassi (ABT) und Loic Duval (Dragon) jemals in der Serie starten, dann wohl nicht des Fahrens wegen.

"Die Autos vorbeifahren zu sehen ist nicht besonders spektakulär. Das wissen wir aber alle", so Lotterer, der 2014 an einem Formel-1-Rennen teilnahm, gegenüber 'Motorsport.com'. "Die Kämpfe im Rennen sind trotzdem nicht schlecht. Ich war etwas überrascht von der geringen Aufmerksamkeit für die Formel E. Ich dachte, dass in der Stadt etwas mehr Enthusiasmus herrscht. Ich habe nicht viele Zuschauer an der Strecke gesehen."

Dass die Formel E im Trend liegt, weiß der gebürtige Duisburger allerdings auch. "Eines Tages werden sich die großen Hersteller in der Formel E engagieren, um ihre Budgets zu rechtfertigen", so Lotterer. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Audi ab Saison drei als finanzieller und technischer Partner bei ABT einsteigt. Auch BMW arbeitet schon seit der ersten Saison auf technischer Ebene mit dem Team Andretti zusammen. Zudem sind Renault (e.dams), DS/Citroen (Virgin), Jaguar und Mahindra  sowie die Start-ups NextEV und Faraday Future schon in der Formel E vertreten.

Lotterer sieht die Formel E trotzdem nicht als ernsthaften Sport: "Ich glaube nicht, dass die Autos Spaß machen", so der Audi-Werksfahrer. "Es ist mehr ein politisches Ding. Man kann die Formel E nicht einfach mit anderen Motorsportserien vergleichen, weil sie mehr eine Philosophie als ein Sport ist."

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