Formel E

Attack-Charge & weichere Reifen: Formel-E-Hersteller testen auf Mallorca

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Rund drei Wochen nach den offiziellen Vorsaison-Testfahrten haben die Hersteller der Formel E in dieser Woche einen gemeinsamen Test auf Mallorca durchgeführt. Wie FE Notebook berichtet, wurde dabei am Donnerstag neben den Schnellladegeräten auch eine neue Gummimischung von Einheitshersteller Hankook getestet. Ab der elften Formel-E-Saison (2024/25) sollen weichere Reifen zum Einsatz kommen.

Die Hersteller nutzten Testtage, die sie für die Entwicklung der aktuell verwendeten Antriebe übrig hatten. Einzig der Hersteller ERT nahm nicht aktiv am Test teil, denn der Nachfolger von Nio 333 ist der einzige Hersteller ohne Kundenteam, weshalb ihm acht Tage weniger für Testfahrten zur Verfügung stehen als der Konkurrenz. Dennoch waren mehrere Mitarbeiter:innen von ERT vor Ort, darunter Chefingenieur Mike Henderson.

Nach einem allgemeinen Test am Dienstag haben am Donnerstag zwei Rennsimulationen stattgefunden. Zum ersten Mal wurden dabei auch Boxenstopps mit den Schnellladegeräten durchgeführt. Bei der Rennsimulation in Valencia war die Schnellladung lediglich simuliert worden - es kamen bei den Boxenstopps keine Ladegeräte mit den Fahrzeugen in Berührung.

Die Formel E verfolgt offenbar weiterhin den Plan, beim "Double-Header" in Diriyya Ende Januar erstmals ein Rennen mit "Attack-Charge" durchzuführen, wie wir schon vor einigen Wochen mutmaßten. Ob es tatsächlich dazu kommen wird, ist jedoch ungewiss: Unter den Team der Elektroserie soll diesbezüglich noch keine Einigkeit herrschen.

Insgesamt zwölf Stammfahrer beim Test

Während Mitch Evans bei Jaguar die ganze Testarbeit übernahm, verteilten die übrigen Hersteller die Streckenzeit zwischen mehreren Piloten: Sacha Fenestraz, Jake Hughes und Oliver Rowland fuhren für Nissan, Antonio Felix da Costa und Pascal Wehrlein für Porsche, dazu Stoffel Vandoorne, Jean-Eric Vergne und Jehan Daruvala für DS/Maserati.

Bei Mahindra saß Nyck de Vries im Auto, dazu die beiden ABT-Cupra-Fahrer Lucas di Grassi und Nico Müller. Edo Mortara befand sich in Macau, wo er an diesem Wochenende in einem GT3-Fahrzeug am traditionellen Stadtrennen in der früheren portugiesischen Kolonie teilnimmt.

Ein weiterer Testtag ist für Samstag (18. November) angesetzt. Hier sollen weitere Reifentests für die Saison 2024/25 durchgeführt werden. Das erste Fazit der neuen Hankook-Reifen: Mehr Haftung und leicht schnellere Rundenzeiten bei weiterhin niedrigem Verschleiß - einer der Nachteile der bis zum Ende der Gen2-Ära verwendeten Michelin-Pneus.

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