Formel E

Barnard nach 1. Formel-E-Sieg über seine Zukunft: "Habe noch nichts bestätigt"

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

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Beim Saisonfinale in London 2026 feierte Taylor Barnard seinen ersten Formel-E-Sieg und sorgte damit für den Höhepunkt einer äußerst schwierigen Saison von DS Penske. Es war zugleich das einzige Podestergebnis des Teams und der letzte Formel-E-Sieg für DS Automobiles vor dem Abschied nach elf Saisons. Doch ausgerechnet nach seinem bislang größten Erfolg ist Barnards eigene Zukunft in der Rennserie noch ungeklärt.

Barnard hofft nach Sieg auf Durchbruch für Gen4

Auf die Frage, was er von der kommenden Saison erwarte, erklärte der Brite nach dem Rennen in London am Mikrofon von e-Formel.de: "Ich weiß es noch nicht. Ich habe noch nichts bestätigt. Deshalb hoffe ich, dass zumindest dieser Sieg dabei helfen kann, etwas über die Ziellinie zu bringen."

Offen ließ Barnard dabei, ob noch kein Vertrag für die kommende Saison unterschrieben wurde oder lediglich eine offizielle Bestätigung aussteht. Bemerkenswert ist jedoch, dass er seinen ersten Sieg ausdrücklich mit der Hoffnung verknüpft, damit Bewegung in die Gespräche über seine Zukunft zu bringen.

Den Sieg selbst sieht Barnard derweil nicht als grundlegenden Wendepunkt für sein Selbstvertrauen. "Es war ein stetiger Aufstieg von ganz unten, was Wissen und Erfahrung angeht", sagt er. Nach zwei Jahren verfüge er inzwischen über genügend Erfahrung, um im entscheidenden Moment die richtige Entscheidung zu treffen. "Dieses Rennen war meiner Meinung nach ein perfektes Beispiel dafür", so Barnard weiter. Der Sieg helfe zwar beim Selbstvertrauen, ändere aber nichts an seiner grundsätzlichen Herangehensweise.

1. Formel-E-Sieg "im letztmöglichen Moment"

Sportlich hätte der Zeitpunkt für Barnards Premierensieg kaum besser sein können. Im letzten Rennen der Saison 2025/26 gelang dem Briten in London erstmals der Sprung auf die oberste Stufe des Formel-E-Podiums. "Es gab nicht mehr viele Möglichkeiten, es noch zu schaffen. Dass es dann im letztmöglichen Moment geklappt hat, fühlt sich umso besser an", sagt Barnard.

Für Barnard selbst war der Erfolg zudem historisch: Mit 22 Jahren und 76 Tagen löste er Maximilian Günther als jüngsten Rennsieger in der Geschichte der Formel E ab. Der Deutsche war bei seinem Premierensieg in Santiago 2020 bereits 22 Jahre und 200 Tage alt.

Für DS Penske war der Erfolg zugleich die späte Belohnung einer enttäuschenden Saison. Bis zum Finale hatte das Team kein einziges Podium erzielt und schloss die Teamwertung auf Platz neun ab. "Wir hatten dieses Jahr eine so schwierige Saison. Sie mit einem Sieg für das gesamte Team zu beenden, ist deshalb etwas ganz Besonderes", so Barnard.

Noch größer war die Symbolik für DS Automobiles. "Es war auch das letzte Rennen für DS. Ihr Kapitel nach elf Jahren mit einem Sieg abzuschließen, ist ebenfalls etwas ganz Besonderes. Für mich ist es deshalb perfekt."

Nach dem Rennen widmete Barnard den Erfolg deshalb vor allem seiner Mannschaft. "Ich muss allen danken. Jay (Penske), Phil (Charles), meinem gesamten Team", sagt er. Hinter dem Erfolg stünden viele Stunden Arbeit im Simulator und in der Werkstatt. "Nach all dieser harten Arbeit und nachdem die Ergebnisse ausgeblieben sind, die Saison mit einem Sieg zu beenden und so in die Pause zu gehen, ist etwas, das sie alle verdient haben."

Sportlich hat Barnard mit seinem ersten Sieg jedenfalls ein starkes Argument geliefert. Ob der Erfolg tatsächlich dabei hilft, seine Gen4-Zukunft "über die Ziellinie zu bringen", bleibt jedoch offen.

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