Formel E

Batterie, Antrieb, Reifen - Gewitter? Formel-E-Teams reisen mit Respekt zum "heißesten Rennen des Jahres" nach Jakarta

Timo Pape

Timo Pape

Pascal-Wehrlein-Robin-Frijns-Umbrella-Jakarta

Die Formel E macht an diesem Wochenende zum zweiten Mal Station in Jakarta. Wie schon im Vorjahr erwarten Fahrer, Teams und Technik extreme äußere Bedingungen, die ganz andere Herausforderungen mit sich bringen als zuletzt in Monaco. Zudem sind tropische Gewitter während der beiden Rennen möglich.

"Wegen der hohen Umgebungstemperaturen und Luftfeuchtigkeit ist Jakarta das körperlich anspruchsvollste Rennen der Saison. Und wir fahren (dieses Jahr) nicht nur ein Rennen, sondern gleich zwei", sagt Edo Mortara, der beim Indonesien-Debüt 2022 als Dritter aufs Podium fuhr. Nissan-Neuling Sacha Fenestraz erwartet bei seiner Jakarta-Premiere "das heißeste Rennen des Jahres": "Alle haben mir gesagt, wie schwierig das wird!"

Aktuell sagen die Wetterdienste für Samstag und Sonntag Temperaturen von bis zu 34 Grad Celsius voraus. Die Luftfeuchtigkeit soll bei rund 60 Prozent liegen. "Jakarta ist ein unglaublicher Ort. Im vergangenen Jahr hatten wir Temperaturen von über 40 Grad und eine enorme Luftfeuchtigkeit", denkt ABT-Fahrer Robin Frijns zurück. "Vielleicht ist es ein bisschen vergleichbar mit dem Rennen in Indien, auch was die Herausforderungen an die Technik angeht."

"Der Jakarta E-Prix ist eines der schwierigsten Rennen im Kalender, denn es herrschen dort schwüle Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit", weiß auch Jaguar-Technikchef Phil Charles. "Wir müssen nicht nur die Batterie, den Antriebsstrang und die Reifen in einem passenden Temperaturfenster halten, sondern auch das Team managen - mit einem Double-Header diesmal wird das eine Herausforderung."

"Müssen bestmögliches Setup finden, um das Auto zu kühlen"

Nissan-Teamchef Tommaso Volpe schlägt in die gleiche Kerbe: "Es ist sehr heiß, drückend und körperlich anstrengend für die Fahrer - aber es wird auch für die Teams eine große Herausforderung, hauptsächlich wegen der äußeren Bedingungen. Wir müssen versuchen, das bestmögliche Setup zu finden, um das Auto so gut es geht zu kühlen und um die Reifen zu managen."

Während die Teams für die Software-Kühlung zuständig sind, wird hinsichtlich der Reifen auch den Fahrern eine wichtige Rolle zuteil. "Im vergangenen Jahr haben wir uns gut auf diese Bedingungen eingestellt, die ja nicht nur den Fahrern und den Teams, sondern auch dem Material und da vor allem den Reifen zu schaffen machen", weiß Pascal Wehrlein. "Das wird in jeder Hinsicht ein heißes Wochenende."

Sein Porsche-Teamkollege Antonio Felix da Costa blickt dem "Glutofen" Jakarta trotzdem entspannt entgegen: "Die Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit sorgen für extreme körperliche Belastungen. Doch für solche Rennen trainierst du als Sportler." Das hat übrigens auch Lucas di Grassi in den vergangenen Tagen gemacht: Der Brasilianer postete ein Foto, das ihn in einer Sauna zeigt.

"… und dazu kommt noch das unberechenbare Wetter"

Neben den extremen Bedingungen könnte auch das Regenrisiko möglicherweise zu einem entscheidenden Faktor werden. Während es im Training und Qualifying trocken bleiben soll, rechnen einige Teams für die Rennen am Nachmittag mit tropischen Schauern und heftigen Gewittern über Jakarta.

"Die Strecke ist wirklich schnell und technisch anspruchsvoll, und dazu kommt noch das unberechenbare Wetter", erklärt Jaguar-Manager Charles. "Wir müssen auf der Hut sein!"

Ob es zum Gewitter kommt, und wie sich die Teams in der Hitze von Jakarta schlagen, werden wir ab dem 1. Freien Training am Freitag (10:30 MESZ) sehen. Die Rennen am Samstag und Sonntag starten jeweils um 10 Uhr (MESZ). 'e-Formel.de' begleitet wie gewohnt alle Sessions im Liveticker.

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