Formel E

Offiziell: So sieht die neue Formel-E-Streckenführung für den Valencia E-Prix aus

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

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Beim Gastspiel in Valencia am kommenden Wochenende (24./25. April) wird die Formel E eine neue Streckenführung nutzen, das ist längst bekannt. Am Sonntagmittag veröffentlichte die Elektrorennserie schließlich das endgültige Layout für den "Double-Header" in Spanien. Die Rundendistanz wurde im Vergleich zu den Vorsaison-Testfahrten im Winter 2020 um einige Meter verlängert, die ursprünglich erwarteten signifikanten Änderungen blieben jedoch aus.

Bereits seit der Ankündigung des ersten spanischen Formel-E-Rennens steht fest, dass die Meisterschaft eine Adaption des bekannten Layouts auf dem Circuit Ricardo Tormo nutzen wird. Die kollektiven Vorsaison-Testfahrten der Formel E finden seit 2017 auf der "nationalen" Variante des Rundkurses statt, die zum Teil mit Schikanen auf der Start-/Zielgeraden erweitert wurde.

Auch beim Valencia E-Prix wird die Formel E einen Großteil der bekannten Strecke nutzen. Neu ist eine Schleife im Innenraum der Piste, bei der die Formel E ein Verbindungsstück zwischen den aus der MotoGP bekannten Kurven 8 und 13 befahren und somit die bekannte Schikane des nationalen Layouts umgehen soll.

Beschlossen wurde zudem die Rückkehr einer Schikane auf der Hauptgeraden. Diese kurz hinter dem Boxeneingang platziert. Im Fahrerlager dürfte diese Entscheidung für Verwunderung sorgen, denn erst bei den Vorsaison-Tests im vergangenen November/Dezember entfernte die Formel E die enge Rechts-Links-Rechts-Kombination, um das Unfallrisiko und die damit verbundenen Materialkosten zu reduzieren.

Das neue Kurslayout ist 3,376 Kilometer lang und verfügt über insgesamt 15 Kurven. Die Attack-Zone wird auf der Außenbahn von Kurve 8 installiert.

Fraglich ist derzeit noch, wie die FIA die Streckenbegrenzungen überwachen wird. Bei den Testfahrten 2020 strich die Rennleitung zahlreiche Rundenzeiten, da Fahrer die Strecke verließen und sich somit einen unerlaubten Vorteil verschafften. Gegen zahlreiche Teams wurden nach der Analyse der Bilder aus Überwachungskameras sogar 10-Minuten-Stop-and-Go-Strafen ausgesprochen.

Denkbar ist, dass die Elektroserie auch in Valencia Mauern als Streckenbarrieren aufstellen könnte. "Die Strecke ist nach bestimmten Kriterien homologiert, dazu zählen auch die Streckenbegrenzungen", erklärte Fredric Bertrand, der Formel-E-Beauftragte der FIA, kürzlich bei 'The Race'. "Wir können also nicht einfach hingehen und die Strecke anpassen. Das ist ein Risiko, das wir nicht eingehen dürfen."

Zusätzliche Betonmauern für typischen Formel-E-Charakter möglich

Die Nutzung von Betonmauern zur Streckenbegrenzung schließt der Franzose dennoch nicht aus, wenngleich der Kurs in diesem Fall abermals von der FIA homologiert werden müsste. Die sicherheitsrelevante Abnahme gehört allerdings auch an anderen Rennorten der Formel E zum routinemäßigen Ablauf des Streckenaufbaus. "Wir werden (die Streckenbegrenzungen) nicht unbedingt durch ein Tracking-System (wie bei den Vorsaison-Tests 2020) managen", sagt Bertrand. "Eher begrenzen wir die Strecke in einer Art und Weise, wie sie typischer für die Formel E ist."

Die Planung des neuen Layouts für den Valencia E-Prix begann bereits im Rahmen der Testfahrten 2020. Anfänglich standen dabei laut 'e-racing.net' auch die Nutzung der weitläufigen Auslaufflächen, der Bau einiger Haarnadelkurven oder eines "Attack-Mode-Sektors" im Raum - Pläne, die letztlich jedoch ad acta gelegt wurden.

Der Valencia E-Prix mit zwei Rennen bildet am 24./25. April die zweite Station des Europa-Abschnitts im Formel-E-Kalender 2021. e-Formel.de bietet dir zu allen Trainings- und Qualifying-Sessions einen kostenfreien Livestream an, die Rennen begleiten wir wie gewohnt in unserem beliebten Live-Ticker. Im Free-TV zeigt Sat.1 beide Läufe aus Rom live.

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