Formel E

Berlin & Formel E streiten um 400.000 Euro

Timo Pape

Timo Pape

In Berlin ist abermals ein Streit um die Formel E entbrannt. Die Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg, durch die der Stadtkurs verlief, warten noch immer auf die Überweisung von 400.000 Euro (jeweils 200.000) von Seiten der Elektroserie. Das berichten verschiedene Berliner Zeitungen. Es geht um Sondernutzungsgebühren für die Straßen, die für das Rennen am 21. Mai abgesperrt werden mussten.

Im Grunde dreht sich der Disput um eine Frage: Lag der Berlin ePrix 2016 im besonderen öffentlichen Interesse Berlins oder war das Event rein kommerzieller Natur? Die knapp 15.000 verkauften Tickets sprechen unter anderem für letztere Sichtweise. Allerdings hatte sich der Senat wohl vor allem für ein Rennen entschieden, um der Elektromobilität in Berlin einen Schub zu geben. Im Fall des öffentlichen Interesses würde das Land die Nutzungsgebühren tragen.

Die Bezirke hatten sich von Anfang an gegen ein Formel-E-Rennen gewehrt und bezeichneten die Straßensperrungen seinerzeit als "unzumutbar". Letztlich verhandelte der Veranstalter aber mit dem Senat. Offenbar einigten sich beide Parteien schließlich auf die Austragung des Rennens, jedoch unter Gebühr.

Auch im Genehmigungsschreiben seien entsprechende Kosten aufgetaucht, sagt Carsten Spallek, Baustadtrat von Mitte (CDU): "Die Gebühr war Bestandteil der Erlaubnis." Der Vorwurf ist klar: Die Formel E hat die Straßen außerordentlich und damit kostenpflichtig genutzt. Auch eine Senatssprecherin erklärt, die Gebühren seien "rechtens".

Ob die Formel E um die Gebühr von knapp einer halben Million Euro herumkommt, bleibt abzuwarten. Allerdings wollen Agag und Co. eigentlich auch 2017 wieder in Berlin Station machen... Entschieden ist der Streit noch nicht. Die Eventagentur Gil und Weingärtner, die den Berlin ePrix wie schon im Vorjahr organisierte, hat nach Auskunft des Bezirks Mitte Einspruch gegen den Gebührenbescheid eingelegt.

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