Formel E

Bestes Formel-E-Ergebnis für Hughes, Bird zurück zu alter Stärke: McLaren feiert 4. Plätze in Diriyah

Svenja König

Svenja König

Jake-Hughes-McLaren-Diriyah-Race-03

Beim Diriyah E-Prix der Formel E hat McLaren an die Erfolge aus dem letzten Jahr angeknüpft und damit die ersten Ausrufezeichen der Saison 2024 gesetzt. Sam Bird schrammte mit Platz 4 am Freitag knapp am Podium vorbei, fiel am Samstag allerdings in aussichtsreicher Position durch einen Fahrfehler aus. An seiner Stelle bestätigte Jake Hughes den vierten Platz und feierte damit sein bisher bestes Formel-E-Ergebnis.

Diriyah - eine Strecke, die Neom McLaren dank saudischem Hauptsponsor als Heimrennen ansieht - hat sich auch 2024 als gutes Pflaster für das Team bewiesen. Nachdem Rene Rast in der vergangenen Saison sogar aufs Podium fahren konnte, stehen nach dem ersten Double-Header der zehnten Saison zwei vierte Plätze zu Buche.

Nach den Freien Trainings und dem Qualifying am Samstag war das noch nicht unbedingt abzusehen. "Wir waren schon frustriert, dass wir die Duellphase mit beiden Autos ganz knapp verpasst haben", sagt Teamchef Ian James. "Daher wollten wir das Rennen in den Punkten beenden und den Autos vor uns einen guten Kampf liefern."

Das hat McLaren ohne Frage geschafft. Für Sam Bird ging es am Freitag von von Platz 9 bis auf Rang 4 nach vorn - gleichzeitig seine ersten Punkte für das Team. "Sam ist ein absolut großartiges Rennen gefahren. Das ist ein echter Beweis für die Arbeit, die er seit Mexiko-Stadt mit dem Team geleistet hat", lobt James.

Hughes verpasste im ersten Lauf den Sprung aus dem Mittelfeld und hing hinter Max Günther, Pascal Wehrlein und Sergio Sette Camara fest. Platz 11 war am Ende ein ernüchterndes Ergebnis für ihn: "Ich war Zehnter und habe versucht noch zu überholen. Das hat nicht geklappt, und ich bin aus den Punkten gefallen", so Hughes.

McLaren-Schicksal am Samstag "komplett gewendet"

Am Samstag standen die vier Fahrzeuge mit Nissan-Antrieb plötzlich besonders gut da. Hughes schaffte den vom Teamchef erwünschten Sprung ins Viertelfinale der Qualifikation, wo er sich aber Nick Cassidy geschlagen geben musste. Von Platz 6 schaffte er es im Rennen, Jehan Daruvala und Stoffel Vandoorne zu überholen. Mit Platz 4 holte der Brite sein bis dato bestes Ergebnis in der Formel E.

"Ich bin überglücklich", sagt Hughes. "Das ist eine Strecke, auf der ich wirklich gern fahre, und ich bin froh, dass ich Sams vierten Platz von gestern bestätigen konnte." Darüber hinaus lobt er die Pace des Autos: "Es gibt immer Dinge, die hätten besser laufen können - so wie das Rennen gestern (Freitag). Aber das ganze Team hat dieses Wochenende einen fantastischen Job gemacht. Ich hatte heute eine gute Pace und konnte mir meine Energie einteilen."

McLaren bestätigt Fahrfehler, der Bird zur Aufgabe zwang

Von dieser Pace konnte auch Bird profitieren. Von Startplatz 12 startete er in der ersten Rennhälfte eine beeindruckende Aufholjagd bis auf Platz 7. Dann ging alles ganz schnell: In einer Sekunde kämpfte er noch mit Sacha Fenestraz um Platz 6, in der nächsten wurde er im Klassement nach unten durchgereicht. Auf Anfrage von e-Formel.de bestätigte ein Sprecher des Teams, dass Bird abseits der TV-Kameras nach einem selbstverschuldeten Fahrfehler die Mauern berührt hatte. Der dabei entstandene Schaden am Auto sei zu groß gewesen, um weiterzumachen.

"Heute hat sich das Schicksal komplett gewendet", sagt James. "Jake hat einen sehr soliden vierten Platz ins Ziel gebracht. Sam hatte ebenfalls gute Pace. Leider hat er die Mauer berührt und das Auto beschädigt. Insgesamt haben wir - verglichen mit der letzten Saison - vor allem im Bezug auf das Energiemanagement einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht." In der Gesamtwertung liegt McLaren nach drei Rennen auf dem sechsten Platz - einen vor dem eigenen Antriebslieferanten Nissan.

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