Formel E

BMW-Fahrer wollen in New York die Top 3 der Meisterschaft angreifen - Attack-Zone neu positioniert

Timo Pape

Timo Pape

Jake-Dennis-Close-up-BMW-Cockpit-Helmet

Nach zwei gelungenen Rennen in Mexiko steht für BMW i Andretti Motorsport am kommenden Wochenende der New York City E-Prix mit den Saisonläufen 10 und 11 auf dem Plan - das drittletzte Formel-E-Wochenende für die Münchener. Maximilian Günther und Jake Dennis reisen mit Rückenwind an den "Big Apple" und freuen sich auf die beeindruckende Kulisse vor der Skyline Manhattans. Doch auch die Strecke wartet mit einer Neuerung auf…

So hat sich die Formel E entschieden, die Attack-Zone umzupositionieren. Sie befindet sich in diesem Jahr nicht mehr auf der langen Gerade nach Kurve 5, sondern fortan in der Spitzkehre von T10. Während die Fahrer beim New York E-Prix vor zwei Jahren fast keine Zeit durch eine Aktivierung verloren haben, dürfte eine Durchfahrt in dieser Saison deutlich mehr Zeit und womöglich auch Positionen kosten.

Davon abgesehen bleibt die Strecke im "Red Hook"-Hafen von Brooklyn unverändert. BMW rechnet mit guten Überholmöglichkeiten und Höchstgeschwindigkeiten von 220 km/h. Beim letzten Gastspiel auf dem Kurs zum Abschluss von Saison 5 feierte das BMW-Team eine Pole-Position und zwei Podestplätze. Wie damals finden auch diesmal wieder zwei Rennen an einem Wochenende statt.

"Die Rennen in New York gehören ganz sicher zu den speziellsten in der gesamten Saison", freut sich Günther auf das Wochenende in Brooklyn. "Rennen vor so einer Skyline im Hintergrund zu fahren, verleiht dem Wochenende das gewisse Etwas. Die Strecke ist großartig, wir haben uns gut vorbereitet, und ich fühle mich bereit, im 'Big Apple' Spaß zu haben."

Dennis: "Double-Header-Wochenende wird sicher sehr intensiv"

Teamkollege Dennis, den zuletzt die Oberhand im teaminternen Duell behielt, pflichtet Günther bei: "Auf dieses Event freue ich mich schon, seit der Rennkalender bekannt gegeben wurde. Dort wollte ich schon immer hin, seit ich ein Kind war, habe es bisher aber noch nie geschafft. Ich kann es gar nicht erwarten, die Freiheitsstatue oder die Brooklyn Bridge zu sehen und in so einem coolen Teil New Yorks Rennen zu fahren. Das Double-Header-Wochenende wird sicher sehr intensiv werden, aber ich hoffe, dass wir an unsere guten Leistungen in Puebla anknüpfen und in den Kampf um die Top 3 in der Fahrerwertung eingreifen können."

Teamchef Roger Griffiths freut sich ebenfalls auf die heimische Kulisse: "Das BMW i Andretti Motorsport Team reist zum ersten von zwei Heimevents - diesmal für die Andretti-Seite. Wir kennen die Strecke sehr gut und konnten dort beim letzten Mal mit einer Pole-Position und zwei Podiumsplätzen gute Ergebnisse erzielen."

"Wir wissen aus der Vergangenheit, dass sich der Grip auf der Strecke im Qualifying ziemlich stark verändern kann", gibt der US-Amerikaner jedoch zu bedenken. "Von daher sollten wir mit den Gruppen 2 und 3 ganz gute Voraussetzungen haben. Die zu erwartenden hohen Temperaturen zu dieser Jahreszeit könnten mit Blick auf die Batterie eine Herausforderung werden. Aber wir hoffen, wie zuletzt in Mexiko wieder mit beiden Autos in die Punkteränge fahren zu können. Das ist entscheidend für unsere Position in der Gesamtwertung."

Personelle Verstärkung an der Strecke durch Philipp Eng

Neben den beiden Stammpiloten wird auch BMW-Werksfahrer Philipp Eng nach New York reisen, um als Ersatzfahrer zur Verfügung zu stehen. Eng hat dafür kürzlich seine E-Lizenz durch die FIA erhalten und wird diese Rolle bis zum Ende der Saison auch in London und Berlin übernehmen.

Dennis und Günther liegen in der Fahrerwertung indes mit 54 und 28 Punkten auf den Plätzen 8 und 18. BMW i Andretti Motorsport ist in der Teamwertung mit 82 Zählern Siebter. Los geht's in New York mit dem 1. Freien Training am Samstagnachmittag um 14 Uhr deutscher Zeit - zu verfolgen bei e-Formel.de. Rennstart zum Samstagsrennen ist abends um 22:30 Uhr.

Track Facts zum New York City E-Prix

Streckenlänge

2,320 km (im Uhrzeigersinn)

Kurven

14 (9 Rechts-, 5 Linkskurven)

Streckenbelag

Wellig, aber deutlich weniger als in Puebla

Griplevel

Niedrig bis mittel. Signifikante Verbesserung des Grips zwischen den Qualifying-Gruppen erwartet.

Streckenlayout

Ähnlich zum Layout aus Saison 5: Mix aus langsamen, mittenschnellen und wenigen schnellen Kurven. Einige gute Überholmöglichkeiten, vor allem T6 und T10. T14 auf Start-Ziel ist sehr schnell, Hinterherfahren schwierig, daher keine optimale Überholmöglichkeit in T1.

Reifenverschleiß

Vor allem auf den Hinterreifen relativ hoch.

Topspeed

ca. 220 km/h (vor T1)

Attack-Zone

Neue Position auf der Außenseite von T10. Mehr Zeitverlust als zuvor. Hohe Wahrscheinlichkeit, auch Positionen zu verlieren.

Schlüsselfaktoren

Energiemanagement, Temperaturmanagement, sollte es heiß werden; gute Startpositionen, um sich aus möglichen Kollisionen im Mittelfeld herauszuhalten.

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